Berufebilder by Simone Janson

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Existenzgründung » Versicherungen » Kurz-Tipps für Existenzgründer:
Welche Versicherungen brauchen Gründer sonst noch?

Wenn Sie sich um die Sozialversicherung gekümmert haben, sind Sie aber lange noch nicht abgesichert: Denn es gibt auch eine Reihe von betrieblichen Versicherungen, über die Sie nachdenken sollten, wenn Sie vollständig abgesichert sein wollen:


Versicherungen für Existenzgruender

Solche zum Beispielsweise, die Ihr Haftungsrisiko minimieren – oder den Verdienstausfall bei Krankheit. Ein unabhängiger Finanzberater kann Ihnen helfen, die passenden Versicherungen für sie zu finden. Sofern er auch wirklich unabhängig ist!

Private Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge ist in der Regel lukrativer als die staatliche Rentenversicherung. Private Rentenversicherungen versprechen dabei Sicherheit, werfen jedoch nur magere Renditen ab und kosten hohe Gebühren. Experten empfehlen daher die Anlage in Fonds, am besten in gebührensparenden Fondssparplänen. Natürlich ist das nicht risikofrei.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie gilt als eine der sinnvollsten Absicherungen. Denn die staatliche Erwerbminderungsrente, die dann fällig wird, wenn ein Rentenversicherungspflichtiger vor Eintritt des Rentenalters nicht mehr arbeiten kann, deckt das Risiko kaum noch ab. Die Beitragshöhe variiert stark und hängt vom Alter des Versicherten und den vereinbarten Leistungen ab. Kritisch bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist die abstrakte Verweisung. Steht sie im Vertrag, prüft die Versicherung, ob der Unternehmer im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht dennoch eine verwandte Tätigkeit ausüben könnte – unabhängig davon, ob es überhaupt entsprechende Jobs gibt.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Oft schließen die Versicherungen auch Vorerkrankungen von der Versicherung aus. Wer deshalb keinen guten Berufsunfähigkeitsschutz bekommt, hat noch andere Möglichkeiten: Dread Disease Versicherungen gegen einzelne schwere Krankheiten, eine Grundfähigkeitenversicherung oder eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Unfallversicherung

Hingegen zahlt die private Unfallversicherung nur bei Unfällen – zwar weltweit und dazu noch zu niedrigen Beiträgen – aber Krankheiten kommen statistisch gesehen viel öfter vor als Unfälle. Die Berufsgenossenschaft, in der sich Selbstständige auch freiwillig absichern können (Vorsicht: in manchen herrscht Versicherungspflicht!) zahlt zwar auch bei Berufskrankheiten, deren Katalog ist aber stark eingegrenzt.

Haftpflichtversicherung

Eine Betriebsaftpflichtversicherung deckt Schäden, die anderen im Rahmen des Geschäftsbetriebes zustoßen – etwa wenn sich jemand in den eigenen Büroräumen verletzt. Für echte Vermögensschäden (die Arbeit wird nicht rechtzeitig fertig und der Kunde hat finanzielle Einbußen) gibt es die Vermögensschadenshaftpflicht. Die Produkthaftpflicht übernimmt neben Sach- und Personenschäden durch fehlerhafte Produkte auch Vermögensschäden. Bei bestimmten Berufen, z.B. Rechtsanwälten oder Vermögensberatern, ist eine Berufshaftpflicht sogar Pflicht. Und manchmal lassen sich berufliche und private Haftpflichtversicherung günstig kombinieren.

Rechtsschutzversicherung

Relativ verzichtbar ist ein Rechtsschutz. Er übernimmt nämlich weder Schadensersatzansprüche noch eine vorbeugende Rechtsberatung. Dafür müssen meist teuere und unnötige Leistungen mitgezahlt werden. Eine günstige Alternative für Selbstständige können Rechtsberatung und -schutz über einen Berufsverband sein.

Weitere Versicherungen

Betriebskosten-, Betriebsunterbrechungs- oder Forderungsausfallversicherungen lohnen sich nur für größere Unternehmen. Sinnvoll kann es sein, Unternehmensanlagen abzusichern. Teure Spezialversicherungen, etwa gegen Glasbruch, Sturm oder Feuer rentieren sich meist nicht. Eher sollte man eine Gesamtversicherung der wahrscheinlichsten Risiken abschließen.

Rat und Hilfe bei der Auswahl der richtigen Versicherung

Die Wahl der richtigen privaten Versicherung ist kompliziert. Daher ist es sinnvoll, sich unabhängig beraten zu lassen. Doch vorsicht bei kostenlosen Online-Vergleichen oder der Beratung durch einen Makler: Oft spielen hier die Höhe der Provisionen bei den Empfehlungen eine wesentliche Rolle. Besser sind unabhängige, neutrale Versicherungsberater. Diese dürfen sich nur so nennen, wenn sie eine entsprechende gerichtliche Zulassung haben, die jegliche Vermittlung verbietet. Leider ist die Beratung auch sehr teuer. Eine preiswerte Alternative sind daher die kostenpflichtigen Tabellen der Verbraucherzentralen oder die Tests der Stiftung Warentest.
Wer sich vorab über die Zufriedenheit der Kunden mit ihrer Versicherung informieren will, sollte einen Blick in die Beschwerdestatistiken der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) werfen. Bei Streitfällen mit der Versicherung kann man sich auch an einen Versicherungs-Ombudsmann wenden. Seinen Schlichtungsspruch akzeptieren die meisten Versicherer.

Nützliche Links:

www.mediafon.net – zahlreiche Informationen zu verschiedenen Versicherungen
www.bvvb.de BVVB Bundesverband der Versicherungsberater e.V.
mm-gmbh.yum.de/ – unabhängige Bewertung von Berufunfähigkeits-, Lebens- und privaten Krankenversicherungen
www.bafin.de – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

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