- Bedarf: Welche Leistungen decken Ihre sonstigen Versicherungen ab? Was leistet Ihre Krankenversicherung? Eine private Unfallversicherung ist in der Regel dann sinnvoll, wenn Sie keine private Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung haben.
- Extras: Verzichten Sie auf teuere Extras wie Ausschnittversicherungen oder Krankengeld: Sie werden zum Teil anderweitig abgedeckt und kosten oft mehr, als sie bringen.
- Rabatt: Bei vielen Versicherungen bekommen Sie Rabatt, wenn Sie Policen für die ganze Familie abschließen – bis zu 30 Prozent. Auch über Vereine angebotene Gruppenversicherungsverträge sind oft günstig. Prüfen Sie jedoch, wie hoch der Versicherungsschutz ist!
- Wechsel: Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Vertrag bis drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahrs kündigen können.
- Geltung: Eingeschränkte Versicherungsschutz ist ungünstig. Optimal sind weltweit und rund um die Uhr gültige Verträge.
- Bedingungen: Achten Sie auf kundenfreundliche Vertragsbedingungen. Ein guter Vertrag bietet in Punkten wie Gliedertaxe, Anrechnung von Vorerkrankungen, verlängerte Meldefristen für Eintritt und Feststellung der Indvalidität Verbesserungen gegenüber den üblichen Regelungen.
- Antrag: Wenn Sie bereits andere Unfallversicherungen haben, z.B. über einen Verein oder die Kreditkarte, sollten Sie unbedingt alle angeben. Denn wenn Sie wissentlich oder unwissentlich falsche Angaben gemacht haben, kann es sein, dass Ihre Versicherungsgesellschaft die Leistung verweigert.
- Bewusstseinsstörungen: Wenn Sie einen Unfall bauen und dabei betrunken sind oder unter Bewusstseinsstörungen leiden (z.B. auch durch Medikamente), ist es wahrscheinlich, dass die Versicherung die Leistung verweigert. Das gilt aber nicht nur beim Autofahren, sondern auch, wenn man zu Hause die Treppe hinunterfällt. Einige Versicherer zahlen aber z.B. bis zu bestimmten Promillewerten. Achten Sie auf solche Bedingungen.
- Schlaganfall: Auch plötzliche Ohnmacht oder Schlaganfälle gehören zu den Bewusstsseinstörungen und werden von Versicherungen meist ausgenommen. Einige Versicherer nehmen aber auch Schlaganfälle und dadurch resultierende Unfälle in Ihre Verträge auf. Erkundigen Sie sich auch hier gründlich.
- Versicherungssumme. Schließen Sie nur einen Vertrag mit einer Versicherungssumme von mindestens 100.000 Euro ab.
- Progression: Optimal, wenn auch teuerer, sich Versicherungen mit hoher Progression, denn die Leistungen sind deutlich höher: Bei einer 100 000 Euro-Unfallversicherung bekommen Sie bei einem Tarif mit Progression 500 bei voller Invalidität 500.000 Euro.
- Zahlungsweise: Zahlen Sie wenn möglich jährlich. Eine andere Zahlungsweise kostet bei manchen Versicherern mehr.
- Mehrleistungstarife: Hier steigt die Leistung in Stufen. Dadurch können Sie zum Beispiel bei 50 Prozent Invalidität gegenüber 49 Prozent die doppelte oder sogar dreifache Entschädigung erhalten. In Grenzfällen droht Streit mit der Versicherung. Verzichten Sie besser auf diesen Tarif.
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11. Februar 2010 um 04:19 Uhr
Ein sehr guter und hilfreicher Überblick. Insbesondere beeindruckt es mich, wie Sie wichtige und komplexe Punkte so kurz und prägnant zusammengefaßt haben.
18. Februar 2010 um 20:45 Uhr
Klingt ganz interessant… aber schau nochmal nach der Rechtschreibung. Worte wie “si4ch” gibts nicht im Duden *gg*
19. Februar 2010 um 10:05 Uhr
Danke Matze. Da gibt es leider einges, was nicht im Duden steht – ist halt das Problem, wenn man Technik, Inhalt & Fotos alleine macht – und das neben dem Hauptjob. Aber ich freue mich über jeden, der sich derart charmant als Lektor betätigt.
Simone