Eine aktuelle Studie der dpa-Tochte News aktuell ( www.newsaktuell.de/de/mediastudie/012007/mediastudie.htx) zeigt, dass 53 % der Journalisten die traditionellen Verlage und Medienunternehmen gegen die digitalen Umwälzungen nur mäßig gewappnet sehen. Lieber werfen Sie den Bloggs mangelnde Glaubwürdigkeit (27%) und fehlende journalistische Standards (26%) vor.
Nunja.. Es erschließt sich mir aber nicht, warum dann nur 12 % von ihnen selbst einen Blogg schreiben und nur 13 % ihn kommentieren. Hier könnte man doch gleich selbst viel aktiver werden. Faulheit? Dabei sind Bloggs doch auch für Journalisten ein ideales Marketing-Instrument. Die Augen verschließen hilft hier nicht weiter, da sind neue, kreative und innovative Ideen gefragt – und qualitativ hochwertige Arbeit, die sich vom Mainstream abhebt. Dann können sich Bloggs und journalistische Arbeit auch optimal ergänzen, denn der User will beides.
Die Blogger auf der anderen Seite reagieren übrigens noch moderat, aber leicht angegriffen:
Neben der Tatsache, dass es nun ein paar handfeste Zahlen aus einer bestimmte Richtung mit bestimmten Interessen zwischen gefühlt viel Bewahrung und sanfter Modernisierung gibt, bleibt aus meiner Sicht ein Grundproblem “zwischen Klassik und Internet” bestehen: Es wir mal wieder über Blogs, Podcasts und deren Macher geredet aber nicht mit ihnen. Wäre es vielleicht zu stemmen, dass die Businessblogger-Gemeinschaft den Spieß umdreht und mal die alten Medien einem ähnlichen Screening unterwirft? Nur so ein Gedanke, falls da jemand ganz dingend ein Thema sucht, was mindestens für ein paar Diplome vielleicht sogar eine Dissertation gut sein könnte…
Quelle: gemeinschaft.bblogs.de/2007/07/20/1195-journalisten-zu-web-20/
1. August 2007 um 14:21 Uhr
[...] Die Journalistin, Buchautorin und Bloggerin Simone Janson hat sich auf berufebilder.de in diesem lesenswerten Artikel auf meinen Beitrag bezogen. Danke [...]