Nun ist die EM vorbei. Aber es wurden wieder Millionen in Werbung investiert. Dabei hat sich die UEFA die offizielle EM-Werbung teuer bezahlen lassen und ist gleichzeitig gegen Trittbrettfahrer vorgegangen.
Dass es auch billiger geht, das eigene Produkt den Fußballfans möglichst nahe zu bringen, zeigten mir findige Geschäftsleute einmal mehr gestern abend: Beim Autocorso. Denn wer hier mit seinem Firmenwagen, auf dem er Werbung für sein Unternehmen macht, teilnimmt, hat eine hohe Zuschauerzahl. Wenn er vor allem aus Freude über den Sieg seiner Manschaft teilnimmt, ist das auch rechtlich völlig korrekt. Aber Werbung hat er dann trotzdem für sich gemacht. Die Frage ist nur, ob man auf diese Weise auch wirklich die richtige Zielgruppe erreicht oder nicht einfach nur Defekte am Wagen riskiert!
Autor: Simone Janson
Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.
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