Zwar hat das statistische Bundesamt für 2007 rund 29.000 Unternehmensinsolvenzen gezählt. Aber nach dem Höchsstand im Jahr 2003 (damals waren es 39.320 Insolvenzen) ist die Zahl der Pleiten im zum vierten Mal in Folge niedriger gewesen als im Vorjahr. 2007 fiel der Rückgang mit einem Minus von gut 15 Prozent am stärksten aus. Die Forderungen der Gläubiger für alle Insolvenzfälle, also auch Privatinsolvenzen miteingerechnet, betriugen rund 32 Milliarden Euro und damit vier Milliarden weniger als 2006. Bei dieser Summe haben jedoch Unternehmensinsolvenzen den höchsten Anteil, nämlich 18,3 Milliarden Euro – das sind rund 57 Prozent der Forderungen. Und das obwohl nur etwa 18 Prozent aller Insolvenzen Unternehmensinsolvenzen sind.
Autor: Simone Janson
Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.
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