Berufebilder by Simone Janson

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Existenzgründung » Frisch Gegründet » Microsoft:
Starthilfe für junge IT-Unternehmen

Auf der Entwicklerkonferenz Xtopia hat Microsoft heute sein weltweites Programm BizSpark vorgestellt. Damit unterstützt der Softwarekonzern ab sofort IT-Unternehmen in der Gründungsphase in Deutschland und 36 weiteren Ländern. Für eine Programmgebühr von 100 US-Dollar erhalten die Unternehmen vollen Zugang zu Microsofts Entwicklungssoftware und Servertechnologien, die schnell und unkompliziert als Download zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus profitieren die Start-ups von der Verbindung zu Netzwerkpartnern in der ganzen Welt und gewinnen so an globaler Sichtbarkeit für Kunden, Investoren und Partner. Microsoft baut damit sein Engagement für High-Tech-Start-ups deutlich aus und ergänzt bereits bestehende Förderprogramme wie die deutsche High-Tech-Gründerinitiative «unternimm was.» und das weltweite «Accelerator Program».

Förderung in der Startphase

Die Schwelle zur Aufnahme in das Programm ist bewusst niedrig gehalten: BizSpark ist offen für alle nicht-börsennotierten IT-Start-ups mit einem software-basierten Produkt- und Serviceangebot. Der Start des Geschäftsbetriebes der Firma darf zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht länger als drei Jahre zurückliegen und der jährliche Umsatz muss weniger als eine Million US-Dollar betragen. Bewerben können sich auch Start-ups, die die formale Unternehmensgründung noch nicht vollzogen haben.

«Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, wie wir sie momentan erleben, brauchen junge Softwareunternehmen Unterstützung, um ihre Produkte schneller marktreif zu machen. Von innovativen Lösungen, die hier entwickelt und weltweit vertrieben werden, profitiert schließlich der gesamte Wirtschaftsstandort Deutschland», erklärte Achim Berg, Geschäftsführer Microsoft Deutschland, das Anliegen des Programms.

Software, Support und Sichtbarkeit

Schwerpunkt der Förderung durch BizSpark ist der schnelle und unkomplizierte Zugang zu Entwicklungstools und Plattformtechnologien. Ebenso im Programm enthalten sind Lizenzen für Serverprodukte, um eine Web- oder SaaS-Anwendung (‘Software as a Service’) auch produktiv zu betreiben. Für die Nutzung der Software, die als Download zur Verfügung gestellt wird, berechnet Microsoft lediglich eine Programmgebühr von 100 Dollar pro Unternehmen, die erst nach Abschluss der dreijährigen Nutzungsdauer zu entrichten ist.

Neben der Software und dem technologischen Support profitieren die Start-ups auch vom weltweiten Netz der BizSpark-Partner: Investoren, staatliche und private Gründerinitiativen sowie Businessplan-Wettbewerbe stehen den Start-ups beratend zur Seite. Über die internationale Website des Programms wird eine höhere Sichtbarkeit für die Unternehmen gegenüber potenziellen Investoren, Partnern und Kunden geschaffen.
Zugang über Netzwerkpartner

Weltweit wird das Programm von mehreren hundert Netzwerkpartnern begleitet. «Durch das BizSpark-Programm entlastet Microsoftjunge IT-Unternehmen finanziell enorm», kommentierte Kerstin Trautmann, Geschäftsführerin von FutureSAX, einem der deutschen Netzwerkpartner. «Das Kapital, das sie sonst für die Entwicklungssoftware aufwenden müssten, können sie jetzt für ihre Kernprojekte verwenden und so ihr Innovationspotenzial besser ausschöpfen.»

Weltweites Portal bietet Einstieg

Informationen zum Programm und die Liste der Partner sind auf dem zentralen BizSpark-Portal zu finden. Interessierte Start-ups können sich über das Portal direkt an einen der Netzwerkpartner wenden, die anhand der Programmkriterien über die Aufnahme entscheiden.

In Deutschland ergänzt BizSpark das bestehende Angebot der Gründerinitiative «unternimm was.» von Microsoft: Während die Tiefenförderung der Initiative weiterhin ausgewählte High-Tech-Start-ups intensiv bei der technologischen Weiterentwicklung sowie im Vertrieb und Marketing unterstützt, bietet BizSpark eine Breitenförderung, die sich an alle IT-Start-ups richtet.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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