Berufebilder by Simone Janson

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Existenzgründung » Frei & Mobil Arbeiten » Serie – Erfolg & Selbstverwirklichung jenseits der Festanstellung? Teil 3:
Auch Arbeitgeber müssen umdenken!

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Arbeitnehmer können in Zukunft ihre Arbeitszeiten viel freier gestalten. Doch das bedeutet Umdenken – nicht nur für die Arbeitnehmer, sondern auch für die Chefs, die auf Kontrolle verzichten und Vorurteile abbauen müssen.

Arbeitnehmer sollten zum Beispiel lernen, dass nicht jeder, der gerade verfügbar ist, automatisch auch schlecht qualifiziert ist oder gerade keine Auftröge bekommt. Tatsächlich wird selten der Beste für ein Projekt zugeteilt. Meist ist es der oder die, noch zusätzliche Aufgaben vertragen kann und / oder idealerweise ehrgeizig ist.

Wie Arbeitgeber umdenken müssen

Umdenken und Vorurteile abbauen

Nicht jeder, der schnell verfügbar ist, ist schlecht qualifiziert oder bekommt nichts anderes. Er könnte sehr wohl der perfekte Kandidat und Problemlöser in der besagten Situation sein.

Möglicherweise ergibt eine Milchmädchenrechnung, dass der Freie teurer ist, als eine festangestellte Kraft. Das ist genau so zu kurz gesprungen wie die Idee, alle Projekte optimal durch interne Kandidaten besetzen zu können;

Organisatorische Voraussetzungen schaffen

Wer als Unternehmer jetzt schlau ist, stellt sich zeitnah auf den Paradigmenwechsel ein und schafft die nötigen Voraussetzungen: Gute Prozessdokumentationen und Systeme, die eine schnelle Einarbeitung ermöglichen, ein Betriebsklima, das (temporäre und) neue Mitarbeiter schnell heimisch werden lässt und offene und umfassende Kommunikation.

All das hilft übrigens auch neuen Festangestellten..

Machen!

Umsetzen, ausprobieren und lernen. Der frühe Umsetzer sichert sich die langfristigen Vorteile. Oder erkennt, dass es andere Möglichkeiten gibt; was auch ein Ergebnis sein kann.

Obacht – Domestikation mit Nebenwirkungen

Die Verlockung einen guten Freiberufler, Projektmitarbeiter, Berater etc. in die Festanstellung zu bewegen kann Nebenwirkungen haben. Der einst begrüßte externe Blick auf das Unternehmen und die aus verschiedenen Projekten mitgebrachte Problemlösungskompetenz hat nach der „Domestizierung“ des Freien eine geringe Halbwertszeit:

Schon bald ist aus dem Externen ein Interner geworden, der sich zu einem viel zu großen Anteil um Politik und Ähnliches kümmern muss. Der Freie hingegen hat – mit einigen Ausnahmen – genau deshalb diese Form der Beschäftigung gewählt und könnte schon bald wieder frei betätigen wollen.

Fazit: Mit Mut die Chancen Nutzen!

Es bieten sich enorme Chancen abseits der Festanstellung. Flexible und selbstbestimmte Arbeit auf der einen Seite; motivierte, flexible und hervorragende (freie) Mitarbeiter auf der anderen Seite. Investition: Mut und Veränderungsbereitschaft auf der Seite der Anbieter und die nötige Offenheit auf der Seite der Nachfrager von Arbeitskraft.

Bertold Raschkowski
Autor: Bertold Raschkowski

Bertold Raschkowski, Jahrgang 1966, beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Work, Life und Balance. Nach seinem Marketing-Studium war er in unterschiedlichen Führungspositionen aktiv, bevor er 2010 mit seiner Freiberuflichen Tätigkeit begann. Bertold Raschkowski betreibt unter Five By Nine einen Blog für Ideen, Anregungen rund um Work, Life & Balance und persönliche Entwicklung und ist Co-Autor beim Fachblog www.future-commerce.de, das sich mit Trends, Neuigkeiten und Kuriositäten in eCommerce und Retail beschäftigt. Wenn Bertold Raschkowski nicht schreibt oder spricht, ist er beratender Sparringspartner für Online-Händler und eCommerce-Dienstleister und liebt die Alpen – zu Fuß und zu Rad.

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Website: http://www.5by9.org

3 Kommentare

  1. Ich kann dem Artikel nur zustimmen: Freiberufler sein und mit Freiberuflern arbeiten ist eine enorme Bereicherung. In meinem eigenen Job erlebe ich, dass auch in der Festanstellung flexibles und selbstbestimmtes Arbeiten möglich ist – wenn das Vertrauen stimmt, ist vieles möglich.

  2. Simone Janson

    Vertrauen – das ist das wichtige Stichwort. Daran mangelt es leider zu häufig!

  3. 100 %-ig unterschrieben. Deshalb sind aus meiner Sicht für den Erfolg eines Unternehmens vertrauensbildende Maßnahmen absolut notwendig. Vaude zeigt gerade super vor, wie’s klappen kann: Ein toller Praxisfall für selbstbestimmtes, erfüllendes Arbeiten.

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