Berufebilder by Simone Janson

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Existenzgründung » Frei & Mobil Arbeiten » Serie – Erfolg & Selbstverwirklichung jenseits der Festanstellung? Teil 2:
Feste Arbeitszeiten als Auslaufmodell

Wir werden immer häufiger die Möglichkeit bekommen unsere Arbeitszeit entsprechend unserem Biorhythmus zu gestalten. Der klassische 9-to-5-Job ist ohnehin schon weitgehend überholt. Das hat Vor- und Nachteile – je nachdem, wie man die Situation selbst gestaltet.


Mit einer stärkeren Orientierung hin zu vollständig ergebnisorientierten Arbeitsumgebungen können immer mehr von uns entscheiden wann, wie lange am Stück, mit welchen Pausen und von welchem Ort aus wir arbeiten wollen.

Wenn der durchaus erkennbare Trend zum Wert „mehr“ Familie sich fortsetzt, wird diese Möglichkeit nicht nur begrüßt, sie wird eingefordert werden. Die Marktsituation wird genau diese Entwicklung begünstigen und beschleunigen.

Pattsituation, Gefangenendilemma oder Annäherung?

In Produktionsbetrieben oder im Gesundheitswesen finden diese Ideen allerdings ihre systembedingten Grenzen.

Wenn alle Beteiligten zwar ihre Situation erkennen, aber zu keiner Veränderung oder Anpassung bereit und in der Lage sind, haben wir Stillstand. Wenn die Beteiligten die Chancen dieser Entwicklung erkennen, entsteht das Potential für etwas, dass man mit gutem Gewissen Win-Win-Situation bezeichnen könnte.

Die eigene Arbeitskraft als Marke

Auf der einen Seite, nämlich der der Arbeit- bzw. Auftraggeber ist es vordringlich der Abbau von Vorurteilen gegenüber freiberuflich Tätigen aller Art. Angefangen von dem häufig gehörten Argument, wer freiberuflich unterwegs ist, sei zu schlecht für eine Festanstellung bis hin zu nicht reflektierten Kostenargumenten.

Auf der Seite der Anbieter von Arbeitskraft ist es insbesondere das Marketing in eigener Sache und für die eigene Person. Die eigene Person wird zur Marke.

Das bedeutet für die Anbieter von Arbeitskraft

Veränderungswillig- und fähigkeit

Das Eine geht nicht ohne das Andere. Im Prinzip braucht es hier kaum erklärende Worte. Wer nicht willens und in der Lage ist, sich, seine Situation, seine Tätigkeit, erforderlichenfalls seinen Wohn- und Arbeitsort zu verändern, ständig dazu und neu zu lernen und sich regelmäßig selbst neu zu erfinden, wird die sich bietenden Chancen nicht erkennen und nutzen können. Punkt.

Eigenmotivation und Frustrationstoleranz

Motivation kann nie nachhaltig von außen kommen. Wer in der Lage ist, sich selbst zu motivieren und Rückschläge aus den erforderlichen Trial-and-Error-Prozessen oder den Zeiten ohne Honorar erfolgreich und lernend zu verarbeiten, hat die besten Voraussetzungen in jeglicher Hinsicht – beruflich wie im Alltag. Die langfristige Betrachtung muss eindeutig vor dem schnellen und kurzfristigen Erfolg stehen.

Selbstbewusstsein und Ausdauer

Selbstbewusstsein macht sich auch und insbesondere in der Preisgestaltung bemerkbar. Preissenkungen nur zum Zwecke, den Zuschlag zu bekommen, helfen nur kurzfristig. Qualität hat immer noch ihren Preis.

Wer die Preisspirale nach unten in Gang setzt wird irgendwann vermutlich Geld mitbringen müssen, wenn er einen Auftrag haben will. Und der Auftraggeber wird gleichzeitig skeptisch, ob er denn für diesen Preis überhaupt eine nennenswerte Qualität erwarten kann.

Bertold Raschkowski
Autor: Bertold Raschkowski

Bertold Raschkowski, Jahrgang 1966, beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Work, Life und Balance. Nach seinem Marketing-Studium war er in unterschiedlichen Führungspositionen aktiv, bevor er 2010 mit seiner Freiberuflichen Tätigkeit begann. Bertold Raschkowski betreibt unter Five By Nine einen Blog für Ideen, Anregungen rund um Work, Life & Balance und persönliche Entwicklung und ist Co-Autor beim Fachblog www.future-commerce.de, das sich mit Trends, Neuigkeiten und Kuriositäten in eCommerce und Retail beschäftigt. Wenn Bertold Raschkowski nicht schreibt oder spricht, ist er beratender Sparringspartner für Online-Händler und eCommerce-Dienstleister und liebt die Alpen – zu Fuß und zu Rad.

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Website: http://www.5by9.org

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