Unternehmen, die nicht im Web 2.0 aktiv sind, haben schlechte Karten. Haben Mitarbeiter kein Profil auf Xing oder LinkedIn, wird nicht getwittert oder gebloggt, gehen wertvolle Kontakte und Synergieffekte verloren.
Doch während auch in deutschen Unternehmen die Marketing- und PR-Abteilungen so langsam in die Gänge kommen, haben Sicherheitsverantwortliche häufig Bedenken. Doch gerade diese sollten sich intensiv mit den Möglichkeiten und Gefahren Sozialer Medien befassen, um die Aktivitäten des Unternehmens im Web 2.0 technisch, aber auch unternehmenspolitisch abzusichern.
Rechtliche Rahmenbedingungen fehlen
Eine Umfrage des eco Arbeitskreis Sicherheit zum Thema “Sicherheit 2.0″ zeigt: Viele Security-Experten kümmern sich nur unzureichend um das Thema Social Media kümmern: Nur knapp ein Drittel der Befragten hat schon einmal selbst getwittert, 15 Prozent haben noch kein Profil auf Xing.
Die Gründe dafür nennt Dr. Kurt Brand, Leiter des Arbeitskreises Sicherheit bei eco und Geschäftsführer der Pallas GmbH: “Datenklassifizierung und Informationsverbreitungsrecht sind in sehr vielen Unternehmen noch nicht Web 2.0-fähig”.
Und weiter: “Weil entsprechende Regelungen fehlen, schrecken viele Security Manager davor zurück, die Nutzung von Social Networks für Mitarbeiter freizugeben oder gar zu unterstützen, dass das Unternehmen selbst twittert. Hier besteht die Gefahr, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu beschneiden, denn Social Media sind echte Ideenschmieden und Kontaktbörsen,” so Brand.
Regelungen helfen beim verantwortungsvollen Umgang mit Social Media
Ziel sollte ein verantwortungsvoller, sinnvoller Umgang mit Social Media sein. Feste Regeln zur Nutzung von Social Media im Unternehmenskontext helfen, die Nutzung für die Mitarbeiter leichter und sicherer zu machen und auch das Unternehmen selbst gegen Schäden abzusichern.
Eine solche Regelungen sollte dabei alle Aspekte der Web 2.0-Nutzung vom Zweck über den Geltungsbereich und die Regeln hin zu Konsequenzen bei Nichtbeachtung führen. Bei der strategischen Planung von Web 2.0-Aktivitäten sollten die Unternehmensbereiche Information Security, Corporate Communications, PR, Marketing sowie Compliance- und Risk-Management einbezogen werden.
Wer nicht twittert, der wird getwittert
Denn seien Social Media wichtig für nahezu alle Unternehmen: “Die Vogel-Strauß-Politik hilft hier nicht weiter – wer selbst nichts im Social Web macht, mit dem wird etwas gemacht”, betont eco Geschäftsführer Harald A. Summa die Bedeutung von Social Media für die Markenführung.
Information
eco ist seit über zehn Jahren der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland. Die mehr als 400 Mitgliedsunternehmen beschäftigen über 300.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von ca. 75 Mrd. Euro jährlich. Im eco-Verband sind die rund 230 Backbones des deutschen Internet vertreten. eco versteht sich als Interessenvertretung der deutschen Internetwirtschaft gegenüber Politik und in internationalen Gremien. Als Expertennetzwerk befasst sich eco mit aktuellen Themen wie Internetrecht, Infrastruktur, Online Services und E-Business.
Informationen zum Arbeitskreis Sicherheit finden sich unter www.eco.de/arbeitskreise/sicherheit.htm .
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