In Deutschlands Chefetagen wimmelt es von unfairen und unfähigen Vorgesetzten. Kein Wunder, dass immer mehr Untergebene sich zu wehren beginnen: Fantasievoll und rachelüstern sorgen sie für ausgleichende Gerechtigkeit.
Was mit stillem Boykott und innerer Kündigung beginnt, endet häufig in einem handfesten Guerillakrieg, vom »Verlegen« wichtiger Papiere bis zur Weiterleitung zartbitterer Geheimnisse an neugierige Medienvertreter. Manche schrecken nicht einmal vor Sabotageakten zurück oder streichen »persönliche Gewinnmitnahmen« ein.
Und wer selbst keine zündende Idee hat, findet im Internet Racheanregungen in Hülle und Fülle., Mit spitzer Feder und unglaublichen Beispielen berichtet Susanne Reinker von den Schlachten zwischen den Fronten im Büro. Sie erklärt, wie Chefs die Leistungslust erwürgen, bemisst die finanziellen Folgen von Boykott und Sabotage und weist den Weg in die befriedete Zone.
Die Meinungen über dieses Buch sind geteilt: Die Presse äußert sich durchweg positiv, lobt die satyrische, unterhaltsame Sprache (Reinischer Merkur), spricht von einer brisante Bestandsaufnahme des kriegerischen Status Quo in deutschen Büros (Euro am Sonntag) und von einer Profunden Analyse der Versäumnisse vieler Vorgesetzter (Manager Magazin).
Die Lesermeinungen hingegen gehen auseinander: Während es die einen es für ein satirisches Unterhaltungsbuch halten, fehlen anderen nach der ausführlichen Skizze des Gurillakriegs in deutschen Büros die konkreten Lösungsansätze. Schade drum.