Autor: Michael Lorenz, Uta Rohrschneider
Über Führungsstile lässt sich trefflich streiten. Über das Führungshandwerk nicht. Denn wer immer es mit Mitarbeitern zu tun hat, hat es mit Einstellungen und Entlassungen zu tun, mit Kritikgesprächen, mit Zielvereinbarungsgesprächen und mit Konflikten. Also mit dem ganzen Thema “Führung im Alltag” von oben bis unten.
Führungstechniken zum sofort Anwenden
Mit dem “Praxishandbuch Mitarbeiterführung” können sich Führungskräfte gleich mitten ins Getümmel stürzen. Keine hohe Theorie sondern glasklare Handlungsanweisungen für knifflige und alltägliche Führungssituationen. Das Buch ist grob in zwei Teile gegliedert.
Im ersten Teil fächern Lorenz und Rohrschneider die wesentlichen Führungstechniken auf. Alle Kapitel aufs Wesentliche reduziert, ein Konzentrat an hilfreichen Techniken.
Mit Techniken u.a. für diese Situationen:
- Wie geht man mit Vielrednern um?
- Wie stellt man ein optimales Team zusammen?
- Wie erkennt man “Machttypen”, wie die “Kümmerer” und wie hält man sie bei Laune?
- Wie verhandelt man zielführend? z.B. Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln. Nicht Positionen verhandeln, sondern Interessen usw.
- Wie lassen sich die unterschiedlichen Typen am besten motivieren?
- Und schließlich gibt es einen pragmatischen Schnellkurs “Zeitmanagement”.
Kompakte Anleitung für alltägliche Führungssituationen
Im zweiten, umfangreicheren Teil des Buches gibt es dann Seite für Seite umsetzbare Anleitungen für ganz reale betriebliche Situationen.
Beispiel: Jede Führungskraft weiß, dass bei jeder Stellenbesetzung äußerste Professionalität gefragt ist. Ansonsten bindet man sich schnell jahrelange Probleme ans Bein. Beruflicher Alltag aber ist, dass die Stellenbesetzung dann eben doch irgendwie dazwischen geschoben wird. Genau für solche Fälle haben Michael Lorenz und Uta Rohrschneider dieses Praxishandbuch geschrieben.
Pragmatisch werden alle wichtigen Führungssituationen behandelt. Vom Zielvereinbarungsgespräch über Abmahnungen bis zur Kündigung. Innerhalb weniger Minuten haben Sie mit diesem Praxishandbuch die richtigen Handlungsanleitungen parat – Blick ins Register reicht.
Sehr gutes Handwerkszeug für Führungskräfte
Die beiden Psychologen arbeiten seit Jahren beratend in Unternehmen. Diese Erfahrung merkt man dem Buch an. Gerade im letzten Kapitel “Notfallkoffer”:
Hier finden Sie wichtige Verhaltensregeln für große Herausforderungen (gravierende Fehler der Geschäftsleitung, Massenentlassungen, Kündigung guter Mitarbeiter, langer krankheitsbedingter Ausfall).
CD-ROM als Dreingabe
Das Tüpfelchen auf dem i ist die beigelegte CD-Rom. Sie ist innerhalb von zwei Minuten installiert und liefert übersichtlich alle Checklisten und Gesprächsleitfäden – z.B. um schnell gute Anforderungsprofile zu erstellen, oder Bewerbergespräche zu führen. Sogar einen kompletten Interviewleitfaden bietet die CD-ROM!
14. Februar 2011 um 12:45 Uhr
Ich persönlich bin ja immer etwas skeptisch bei solchen Rundumschlägen: M.E. gibt es keine Rundumlösung, die alle Probleme optimal abdeckt. Nie.
Aber hier hat natürlich jeder Autor seine eigene Meinung!
14. Februar 2011 um 13:53 Uhr
@ Simone Janson: Völlig richtig, das Buch löst nicht alle Probleme. Aber es löst die, die es zu lösen verspricht, perfekt!
Ich bin immer wieder schockiert, wie viele Führungskräfte einfach in ihren Job stolpern und dann sich und andere ins Unglück stürzen – einfach, weil sie das kleine 1×1 des Führens nie gelernt haben. Das wird auch an keiner Uni gelehrt! Außerhalb der bezüglich Weiterbildung relativ gut strukturierten Konzerne sieht es oft ziemlich mau aus. Und genau für diese ins kalte Wasser geworfenen Leute ist dieses Buch ein Glücksfall. Weil es wirklich schnell umsetzbares Handwerkszeug bietet.
Aber jetzt lobe ich schon wieder
15. Februar 2011 um 07:42 Uhr
Wer führen möchte, braucht vor allem ein persönliches Konzept, wie es Prof. Lay oder Pater Grün beschreiben. Führen nach Ceckliste und Fachbuch ist einerseits bequem und sichert andererseits den Job der Personalführungskraft. Was im Buch steht, kann ja nicht falsch sein.
17. Februar 2011 um 17:09 Uhr
Hallo Zorem,
da gebe ich Ihnen recht, das oftmals grundlegende Problem ist die Persönlichkeit. Schlechte Chefs zeichnen sich in der Regel weniger durch einen Mangel an guten Ratschlägen als durch einen Mangel an Führungsqualitäten aus. Das zu ändern ist nicht unmöglich, aber deutlich schwieriger.
Dennoch glaube ich, dass so ein Ratgeber für manche Sinn macht: Ich stelle mir da die Fachkraft vor, die aufgrund hervorragender Leistungen plötzlich befördert wird – und dann nach Informationen und Führungstechniken sucht. Nur wie gesagt: Ein Rundumsorglos-Freifahrtschein kann so ein Buch natürlich nicht sein.