Berufebilder by Simone Janson

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Stiftungen und Ausland – Weiterbildungsfinanzierung für junge Menschen

Für besonders begabte und fleißige Weiterbildungswillige oder in bestimmten Berufszweigen Tätige gibt es darüber hinaus Stiftungen, die die Finanzierung der Maßnahme übernehmen. Wer sich hier bewirbt, dem sollte klar sein, dass besondere Erwartungen an ihn gestellt werden – dennoch: versuchen kann man es.

Stiftungen

Informieren Sie sich unter www.stiftungsindex.de, ob es in Ihrem Berufsbereich auch spezielle Stiftungen für Arbeitnehmer gibt. Die Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung (SBB) beispielsweise unterstützt Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die höchstens 24, in besonderen Ausnahmefällen maximal 27 Jahre alt sein dürfen.

Vor allem aber muss eine besondere Begabung erkennbar sein. Das heißt: die Berufsabschlussprüfung muss mit besser als “gut” beweitet worden sein. Zudem lässt sich die Qualifizierung aber auch durch die besonders erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb oder durch den begründeten Vorschlag eines Betriebes oder der Berufsschule nachweisen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden dann grundsätzlich berufsbegleitende Weiterbildungen, aber auch Arbeitslose können sich bewerben. Dagegen sind Studenten und Akademiker von der Förderung ausgeschlossen, auch ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis von weniger als 15 Stunden Wochenarbeitszeit reicht nicht aus. Dafür bekommt man als Stipendium, das nicht zurückgezahlt werden muss, bis zu 5.400 Euro (in der Regel verteilt auf drei Jahre).

Die Gelder können dann für anspruchsvolle Weiterbildungen genutzt werden. Dazu zählen neben fachübergreifenden Maßnahmen wie EDV-Kursen und Intensiv-Sprachkursen auch fachbezogene Angebote wie beispielsweise Weiterbildungen zum Ausbilder, Meister oder Fachkaufmann sowie fachbezogene Seminare und Lehrgänge.

Wer vergibt die Stipendien?

Vergeben werden die Stipendien von den regionalen Stellen, die die Berufsabschlusszeugnisse der Bewerber ausgestellt haben, zum Beispiel die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern oder Landwirtschaftskammern. Sie geben auch weitere Informationen und versenden die Bewerbungsunterlagen. Nur für Interessierte aus Gesundheitsfachberufen ist die SBB direkt zuständig. www.akademie.de/direkt?pid=40117 37 www.bildungsscheck.nrw.de/ 38 www.stiftungen.org/index.php?strg=87_124&baseID=129 www.begabtenfoerderung.de/

Berufsbezogene Weiterbildung im Ausland

Das Programm LEONARDO DA VINCI der Europäischen Union richtet sich auch an Auszubildende und junge Arbeitnehmer sowie Studenten und Hochschulabsolventen, die bei der Durchführung von Praktika, die Arbeitserfahrung im Ausland vermitteln sollen, mit monatlich etwa 300 Euro (abhängig von der Höhe des Praktikumsgeldes, monatlich muss der Geförderte insgesamt 500 Eure bekommen) unterstützt werden.

Die Praktika mit einer Dauer von 3-12 Monaten müssen in einem Unternehmen in einem anderen EU-Staat bzw. Island, Liechtenstein, Norwegen oder einem der Beitrittskandidaten absolviert und im Inland anerkannt werden. Weitere Informationen: Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Auch InWEnt (Organisation für internationale Personalentwicklung, Weiterbildung und Dialog – aus der Fusion von Carl Duisberg Gesellschaft e.V. und Deutscher Stiftung für internationale Entwicklung hervorgegangen) vergibt Programme zur beruflichen Aus- und Weiterbildung (z. B. Sprachkurse, Studiencolleges, Praktika usw.). Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte sowie Hochschulabsolventen. Informationen bei INWENT. Weitere Informationen www.inwent.de

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel. Sie hat über 10 Bücher geschrieben. In ihrem Bestseller „Die 110%-Lüge“, übersetzt in mehrere Sprachen, setzt sie sich ausführlich mit Entschleunigung und den Unsicherheiten von Menschen im modernen Arbeitsleben auseinander. In Ihrem akutellen Buch „Nackt im Netz“ geht es um Social Media und den digitalen Wandel.

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