Berufebilder by Simone Janson

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Bildung & Lernen » Hochschule & Studium » Serie – Kriterien für die Studienwahl:
Wie hält man die Balance?

Wie also hält man die Balance zwischen den eigenen Wünschen, den Anforderungen im Joballtag und dem Stress? Wichtig sind dabei im wesentlichen zwei Aspekte: Sie selbst und seine eigenen Wünsche gut kennen.
balance

Wichtig ist, sich selbst zu erkennen und anzuerkennen, wo die eigenen physischen und psychischen Grenzen der maximalen Belastung liegen. Die fallen bekanntlich Mitte Zwanzig anders aus als später. Daher gilt es hier permanent auf der Hut zu sein. Je mehr Stress ein Beruf bringt, desto schneller sind tendenziell die Akkus und das Leistungsvermögen am Ende.

Was will ich wirklich

Die andere Sache ist die weit schwierigere Aufgabe die jedem einzelnen gestellt ist. Es geht darum sich gewahr zu werden, was er ist und was die echten persönlichen Ziele und Wünsche sind die der Studienwahl vorausgehen-
Es geht darum eine Motivationserforschung vorzunehmen und mit Bekannten und Freunden zusammen zu überlegen, aber alleine zu entscheiden, was ist das was mir wirklich Spaß macht und wo andere die Augen blitzen sehen.
Sich selbst aktiv zu „managen“ heißt in diesem Zusammenhang einzusehen, dass sich die Arbeitswelt unbestrittener Weise geändert hat, und vieles von dem was heute gelernt wird basiert auf Theorien die aus einer „anderen Zeit“ stammen. Als Student sollte jeder für sich dafür ein Gefühl entwickeln, und eine kritische Distanz aufbauen können zum gelernten.

Was kann die Umwelt tun?

Das ist es was der Einzelne tun kann und wo Stress und die inneren Batterien anders wirken, und die Wirkungen von Stress und „Erfolglosigkeit“ besser verkraftet werden. Aber was kann die Umwelt für die nun angefangenen Studenten tun?
Es geht darum die Studenten nicht nur mit Wissen zu füllen. Es geht auch um die Frage sich selbst zu managen. Und das bedeutet in diesem Kontext nicht die Fähigkeit Hausarbeiten gemäß Fach X Regeln zu schreiben.

Fehler beim Hochschulmarketing

Das Lehrpersonal hat hier einen Anteil Studenten auf die Unwägbarkeiten und Schnelllebigkeit des Arbeitslebens vorzubereiten – ja ist heute Studium Berufsvorbereitung. Ein solches Verständnis kann dazu beitragen Studenten rational entscheiden zu lassen wie sie ihr Leben gestalten wollen.
Und so hart es klingen mag: Lehrpersonal kann beginnen damit aufzuhören Studenten „anzutörnen“ mehr zu wollen, als sie jeweils individuell schaffen können.

Elite oder Gesundheit?

Es ist in diesem Sinne Individuell genauso rational sein nicht Teil der Elite oder Exzellenswelt zu sein, wie Teil dieser zu sein. Allerdings werden die Kosten beider Entscheidungen jeweils individuell getragen.
Die Entscheidung zur Elite dazugehören zu wollen hat Kosten die der einzelne, wie oben gesehen, mit sich und seiner Gesundheit ausmachen muss. Dieses klar zu sagen, und hier nicht um den heißen Brei herum zu reden, dass ist es was von aufgeklärten, rationalen Lehrpersonal erwartet werden kann und muss. Die Kosten dies nicht zu tun, sind zu hoch.

Dr. Oliver Krone
Autor: Dr. Oliver Krone

Dr. Oliver Krone ist seit rund 20 Jahren an der Schnittstellen zwischen Natur-/Ingenieur- und Sozial-/Humanwissenschaften tätig. Durch ein MBA (International Business Management, Hochschule Furtwangen) hat er sein persönliches Steckenpferd der Wissensintegration entwickelt und baut es seit dem operativ und theoretisch aus. Die Anwendungsorientierte-Theorie hat er sich durch eine Promotion an der Universität Lappland/Finnland über drei Jahre erarbeitet. Von dort hat er sich in das weite Feld des „empirischen Sprachrelativismus“ hineingewagt und interessiert sich dabei vor allem die Frage nach dem Einfluß von Sprache auf das Denken des Einzelnen in Projekten und sozialen Beziehungen. Oliver Krone hat bisher hauptsächlich in Englischsprachigen Fachzeitungen und Büchern publiziert, oder auf englischsprachigen Konferenzen vorgetragen. Zu seinen Veröffentlichungen gehört u.a. Norms and Knowledge Sharing – Problems of multidisplinary project cooperation (Anale Universit II Bucuresti 2008), Wissensintegration zur Vorbereitung einer interdisziplinären Kooperation (München 2008), The Interaction of Organisational Structure and Humans in Knowledge Integration (University of Lapland Press Rovaniemi 2007) und Knowledge Integration for Enterprise Resources Planning Application Design Knowledge and Process Management. (zusammen mit J.Stenvall und A. Syväjärvi, 2009, 1, 1-12).

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Website: http://www.brainguide.de/oliver-krone

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