Bei McDonald’s gibt’s jetzt auch den Studienabschluss. Echt. McDonalds wirbt damit in etwa so: Schlaue Studenten verdienen ihr Geld mit einem Nebenjob bei McDonald’s. Ganz schlaue studieren jetzt gleich bei McDonald’s.
Ich sage: Noch schlauer ist McDonalds selbst. Die Fast-Foode-Kette bindet auf diese Weise nicht nur qualifizierte Mitarbeiter von Anfang an sich, sondern poliert auch gleichzeitig noch sein Image auf. Zukünftig sollen Restaurantmanger mit Bachelor-Titel für die Kundenwünsche verantwortlich sein. Wer würde sich da nicht besser fühlen, wenn er zu McDoof geht?
Aber mal der Reihe nach: Eigentlich ist das Angebot keine schlechte Sache: Zusammen mit der Internationalen Berufsakademie (IBA) bietet McDonald’s Deutschland ab dem Oktober Schulabgängern mit Abitur oder Fachhochschulreife die Möglichkeit, ein Studium der internationalen Betriebswirtschaftslehre in der Fachrichtung “Hotel- und Tourismusmanagement” zu absolvieren. Zum Auftakt stehen insgesamt 100 Studienplätze zur Verfügung. Die Gebühren für das Studium an der renommierten IBA werden dabei von McDonald’s übernommen. Am Ende haben Absloventen neben dem Studium auch drei Jahre bezahlte Berufserfahrung und die Chance auf eine Karriere im Management von McDonalds.
Genau hier frage ich mich: Was ist mit Absolventen, die nach drei Jahren Fast-Food plötzlich auf Luxusrestaurant umschulen wollen. Bringt hier der Bachelor, der offenkundig nur für die Arbeit bei McDonalds qualifiziert weiter? Oder muss man dann wieder von vorne anfangen, weil die McDonalds-Ausbildung eigentlich sehr speziell ist? Also mal sehen:
Aufbau des Studiums
Beim dreijährigen Studium wechseln sich Theorie- und Praxisphasen im wöchentlichen Rhythmus ab. Die praktische Ausbildung erfolgt unmittelbar im Restaurantbetrieb, die theoretische Ausbildung ist an fünf verschiedenen IBA-Standorten im gesamten Bundesgebiet möglich. “Das duale Studium ermöglicht eine kontinuierliche und intensive Einbindung der Studierenden in die betrieblichen Abläufe und gleichzeitig eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis”, erläutert Wolfgang Goebel.
Im Restaurant durchlaufen die Studenten alle Stufen der betrieblichen Ausbildung. Auf dem Lehrplan der IBA stehen Fächer wie Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Handels- und Gesellschaftsrecht und Projektmanagement. Im Betrieb kann das theoretisch angeeignete Wissen sogleich in die Praxis umgesetzt werden – im Bereich Zeitmanagement, Mitarbeiterführung oder Schichtplanung.
Wie viel das Studium dann auch beim umsatteln zu anderen Gastronomiebetrieben bring, bleibt abzuwarten. Informationen und Bewerbung unter www.mcdonalds.de/studiengaenge
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