Berufebilder by Simone Janson

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Bildung & Lernen » Sprachfehler bei Kindern:
Sprachscreenings könnten Sprachkompetenz verbessern

Nur wer sich einbringt, kann Erfolg in Schule und Beruf haben. Häufig aber haben viele Kinder enorme Schwierigkeiten, sich altersgemäß zu artikulieren. “Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Milieus absolvieren oft eine nur eine unbefriedigende Schulausbildung, da deren Sprachkompetenz beim Schuleintritt häufig ungenügend ist”, sagte Prof. Dr. Katrin Neumann vom Zentrum für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main beim 3Interdisziplinären Forum “Fortschritt und Fortbildung in der Medizin” der Bundesärztekammer. Aus diesem Grund sollen sogenannte Sprachscreenings eingeführt werden. Diese sollen in Verbindung mit kompetenzorientierter Sprachförderung und – wenn nötig – durch Sprachtherapie die Sprachfähigkeit der Schulanfänger sichern.

Problematisch sei jedoch, dass Kinder ohne Sprach- oder Sprechdefizite bei diesen Sprachscreenings oftmals leichter zu identifizieren seien als Kinder mit solchen Defiziten. “Schließlich ist die Evidenz für eine langfristige Wirkung von flächendeckenden Förderprogrammen noch nicht überzeugend”, erklärte Neumann. Dies werde nach Ansicht der Ärztin auch im Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen deutlich, in dem das Institut den Nutzen einer Früherkennungsuntersuchung auf Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache bei Kindern bis zu sechs Jahren mit einem Vorgehen ohne Screening und Sprachinterventionen bewertet. “Dennoch erscheint ein streng algorithmisiertes Screening, das den Gütekriterien von psychometrischen Tests genügt, machbar und sinnvoll”, so die Fachärztin für Phoniatrie und Pädaudiologie.

Weniger problematisch ist die Situation beim Hörscreening  für Neugeborene (NHS), für das seit 2008 ein gesetzlicher Anspruch besteht. Doch gibt es für Neumann auch in diesem Bereich Verbesserungsbedarf: “War in der Einführungsphase des NHS der politische Föderalismus förderlich im Wettbewerb um optimale Screening-Technologien und -Programme, erscheint es nun hingegen sinnvoll, Organisations-, Informations- und Datenstrukturen zu vereinheitlichen.” Um die Qualität der Hörscreenings zu sichern und ein flächendeckendes Netz von Hörscreening-Zentralen aufzubauen, sei deshalb vor kurzem der Verband deutscher Hörscreening-Zentralen gegründet worden, berichtete die Expertin auf der Fortbildungsveranstaltung. Dieser werde künftig über den Stand der Einführung eines flächendeckenden NHS in den Bundesländern und erste länderübergreifende Organisationsstrukturen informieren.

Nur wer sich einbringt, kann Erfolg in Schule und Beruf haben. Häufig aber haben viele Kinder enorme Schwierigkeiten, sich altersgemäß zu artikulieren. “Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Milieus absolvieren oft eine nur eine unbefriedigende Schulausbildung, da deren Sprachkompetenz beim Schuleintritt häufig ungenügend ist”, sagte Prof. Dr. Katrin Neumann vom Zentrum für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main beim 3Interdisziplinären Forum “Fortschritt und Fortbildung in der Medizin” der Bundesärztekammer. Aus diesem Grund sollen sogenannte Sprachscreenings eingeführt werden. Diese sollen in Verbindung mit kompetenzorientierter Sprachförderung und – wenn nötig – durch Sprachtherapie die Sprachfähigkeit der Schulanfänger sichern.

Problematisch sei jedoch, dass Kinder ohne Sprach- oder Sprechdefizite bei diesen Sprachscreenings oftmals leichter zu identifizieren seien als Kinder mit solchen Defiziten. “Schließlich ist die Evidenz für eine langfristige Wirkung von flächendeckenden Förderprogrammen noch nicht überzeugend”, erklärte Neumann. Dies werde nach Ansicht der Ärztin auch im Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen deutlich, in dem das Institut den Nutzen einer Früherkennungsuntersuchung auf Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache bei Kindern bis zu sechs Jahren mit einem Vorgehen ohne Screening und Sprachinterventionen bewertet. “Dennoch erscheint ein streng algorithmisiertes Screening, das den Gütekriterien von psychometrischen Tests genügt, machbar und sinnvoll”, so die Fachärztin für Phoniatrie und Pädaudiologie.

Weniger problematisch ist die Situation beim Hörscreening  für Neugeborene (NHS), für das seit 2008 ein gesetzlicher Anspruch besteht. Doch gibt es für Neumann auch in diesem Bereich Verbesserungsbedarf: “War in der Einführungsphase des NHS der politische Föderalismus förderlich im Wettbewerb um optimale Screening-Technologien und -Programme, erscheint es nun hingegen sinnvoll, Organisations-, Informations- und Datenstrukturen zu vereinheitlichen.” Um die Qualität der Hörscreenings zu sichern und ein flächendeckendes Netz von Hörscreening-Zentralen aufzubauen, sei deshalb vor kurzem der Verband deutscher Hörscreening-Zentralen gegründet worden, berichtete die Expertin auf der Fortbildungsveranstaltung. Dieser werde künftig über den Stand der Einführung eines flächendeckenden NHS in den Bundesländern und erste länderübergreifende Organisationsstrukturen informieren.

Simone Janson
Autor: Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin (u.a.für ZEIT-ONLINE, Süddeutsche oder Financial Times) und Expertin für neue Formen der digitalen Arbeit am Institut für Kommunikation in soziale Medien in Berlin. Sie war Vortragende und Lehrbeauftragte an diversen Hochschulen oder für die Mobility Logistics AG und betreibt mit Berufebilder.de das führende deutsche Blog zu Bildung & neuen Arbeitsformen im digitalen Wandel.

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Website: http://www.simone-janson.de

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