Wenn man in Berlin lebt, wird man allmählich für das Thema gesunde Ernährung sensibilisiert: Bioläden an jeder Ecke, Vegane Cafes, Haushalte in denen es kein Zucker gibt. Doch was machen all diese Menschen auf Reisen.
Wirklich gesund essen unterwegs?
Ziemlich dumm drein schauen. Meine Freundin Molly, ausgestattet mit ein paar Nahrungsmittelunverträglichkeiten, hat zum Beispiel vor einiger Zeit versucht, in einer Imbissbude etwas gesundes zu Essen zu bekommen.
Und selbst bei meiner Gourmet-Reise nach Frankreich musste ein 5-Sterne-Hotel auf Anfrage nach gesunden Lebensmitteln für solche Menschen zugeben, dass man dafür eben nicht eingerichtet sei. Ein Betätigungsfeld für Ernährungsberater, die bisher vor allem in Kur- und Wellnesseinrichtungen aktiv werden.
Was tun Ernährungsberater?
Ernährungsberater vermitteln Informationen über gesunde Ernährung, über spezielle Ernährungsweisen sowie über verschiedene Diätformen und beraten Menschen mit ernährungsbedingten Krankheiten.
Sie helfen Menschen, die ihre Essgewohnheiten umstellen wollen oder müssen, beispielsweise weil sie unter ernährungsbedingten Krankheiten oder Essstörungen leiden oder bestimmten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes vorbeugen wollen.
Wie können sie helfen?
Sie stellen Essenspläne auf, wobei sie die individuellen Besonderheiten des Ratsuchenden berücksichtigen, wie Gesundheitszustand, Nährstoffverwertung, Essgewohnheiten, Bewegung, psycho-soziales Umfeld. Anforderungen an den Beruf sind Interesse an biologischen und medizinischen Themen sowie Einfühlungsvermögen, um die Beratungsgespräche erfolgreich führen zu können.
Und sie beantworten Fragen wie: Welche Lebensmittel sind gesünder? Und ist gesünder auch kaloriensparend?Wo lauern versteckte Zusatzstoffe? Und wie bereitet man die gesunden Lebensmittel auch gesund zu?
Voraussetzungen, Aus- und Weiterbildung
Ernährungsberater ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf und daher auch nicht gesetzlich geschützt. Die Ausbildung ist nicht bundesweit einheitlich geregelt. Man kann sich durch verschiedene private Bildungsträger in Kursen oder Fernkursen zum Ernährungsberater aus- bzw. fortbilden lassen.
Die Ausbildung dauert zwischen zwei und vierzehn Monaten und wird mit einer internen Prüfung des jeweiligen Bildungsträgers abgeschlossen. Inhalte: Stoffwechsel, Funktion des Verdauungsapparates, Aufbau und Funktion von Nährstoffen, Ernährungslehre, manchmal auch Gesprächsführung, Präsentation- und Sprechtechnik. Informationen bietet beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Tipp für die Existenzgründung
Als Ernährungsberater sind Sie freiberuflich tätig. Das bedeutet, Sie benötigen lediglich eine Steuernummer beim Finanzamt. Eine Gewerbanmeldung ist nicht erforderlich.
Chancen
Oft arbeiten Ernährungsberater auch im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen und führen im Sinne der Primärprävention Maßnahmen durch, mit denen bei den Versicherten Mangel- bzw. Fehlernährung vermieden werden soll. ‘Um an diese Geldquellen und die entsprechende Klientel zu kommen, ist allerdings eine besondere Zertifizierung notwendig!
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