Warum? Bei den modernen Arbeitsformen verwischen zunehmend Arbeit und Freizeit. Das ist eine neue gesundheitliche Belastungssituation an Körper, Geist und Seele, die bei den sogenannte 9 to 5-Jobs und einer klaren Grenze zwischen beruflich und privat so nicht vorhanden war.
Viele Leute zahlen viel Geld dafür
Doch viele Menschen können mit dieser neuen Belastungssituation so nicht umgehen: Sie arbeiten zu viel, sind mit Computer und Handy ständig abrufbereit, treiben zu wenig Sport, essen ungesund und unregelmäßig – und im schlimmsten Fall kommt alles zusammen. Sie brauchen jemanden, der Ihnen hilft, ihr Leben an die vielfältigen Herausforderungen der modernen Welt anzupassen.
Immer mehr Menschen sind auch bereit, für diese Dienstleistungen auch zu zahlen – und zwar vergleichsweise viel Geld: Im Couvent des Minimes (siehe Foto), einem ehemaligen Kloster in der französischen Provence, das ich kürzlich auf Einladung des Französischen Zentrale für Tourismus ATOUT FRANCE und des Reiseveranstalter Siglinde Fischer selbst in Augenschein nehmen durfte, kostet eine Übernachtung beispielsweise um die 350 Euro.

Warum ein Wellness-Coach?
Ein Wellnesscoach sorgt für die Gesunderhaltung und Förderung des individuellen Wohlbefindens, die Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten, die Entwicklung und Umsetzung von Wellnesskonzepten, gibt Anleitungen, schult und berät.
Der Wellnesscoach ist dabei nicht einfach nur Sporttrainer oder Ernährungsberater, der ein-bis zweimal die Woche vorbeischaut: Hinter dem Begriff Wellness verbirgt sich viel mehr ein umfassendes Gesundheitsmodell, ein Wellnesstrainer ist der Schnittpunkt zwischen Leben, Gesundheit und Erholung.
Das Nachrichtenmagazin FOCUS zählt den Wellness-Coac daher zu den interessantesten Zukunftsberufen.
Was müssen Sie können?
Neben einem fundierten Wissen über die Gesundheit des Menschen und die wichtigsten Möglichkeiten, diese zu erhalten und zu verbessern, sind vor allem Wissen und Können im Bereich der Psychologie und Pädagogik erforderlich.
Denn einerseits spielen Kommunikation, Motivation und Know-How-Transfer eine wichtige Rolle, andererseits geht es bei Wellness immer um die Berücksichtigung des subjektiven Wohlbefindens, sei es in der Konzeption, in der Vermittlung oder in der Umsetzung entsprechender Maßnahmen.
Daneben müssen sie auch körperlich Aktiv werden: Etwa indem sie Anwendungen geben, wie zum Beispiel Massagen. Aber: Heilkundliche und medizinische Anwendungen einschließlich der vielen alternativen Verfahren gehören ausdrücklich nicht zum Berufsbild des Wellness-Trainers.
Aus- und Weiterbildung
Im Gegensatz zur Physiotherapie gibt es kein festgelegtes Berufsbild, kein staatlich anerkanntes Zertifikat und auch keine vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte. Der Wellness-Markt ist im Vergleich zu anderen Branchen noch relativ jung, die Ausbildungsmöglichkeiten undurchsichtig.
Zahlreiche private Organisationen und Bildungsinstitute bieten Lehrgänge oder eine Ausbildung zum Wellness-Trainer oder -Coach an. Aber die Berufsausbildungen sind oftmals nicht staatlich anerkannt, sondern lediglich Weiterbildungsangebote. Wellness-Coach, -Berater oder -Manager zählen nicht zu den geschützten Berufsbezeichnungen. Seit einiger Zeit bemüht sich der Deutsche Wellness Verband (DWV – www.wellnessverband.de/ um Mindeststandards. Er nennt Kriterien für die Auswahl der Ausbildungsinstitute.
Was müssen Sie beachten?
Zum Abschluss der Ausbildung sollte ein Wellnesstrainer oder Wellnesscoach möglichst Medizinische Grundlagen, verschiedene Wellnessdienstleistungen, Eventmanagement und Wellnessmanagement sowie Beratungs- und Kommunikationstechniken und Marketing beherrschen und in der Praxis anwenden können.
Formalitäten bei der Existenzgründung in Kürze: Als Wellnesscoach sind Sie freiberuflich tätig. Das bedeutet, Sie benötigen lediglich eine Steuernummer beim Finanzamt. Eine Gewerbanmeldung ist nicht erforderlich.