So verändert Automatisierung das Personalwesen: 5 Top-Kompetenzen des Recruiters der Zukunft – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

So verändert Automatisierung das Personalwesen: 5 Top-Kompetenzen des Recruiters der Zukunft



Vor über einem Jahr bereits haben wir auf B E R U F E B I L D E R darauf hingewiesen, dass auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft neue Kompetenzen gefragt sein werden. Dass das gerade auch für Recruiter gilt, wurde damals heftig diskutiert. Was aber müssen die Recruiter von morgen können?

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Können Roboter Recruiter ersetzen?

„Roboter können niemals menschliches Urteilsvermögen beim Recruiting ersetzen“ – das war die Meinung, die uns damals in den Diskussionen auf Heftigste entgegenschallte. Meine persönliche Meinung ist: Gewisse Aufgaben können Roboter allerdings sehr wohl übernehmen:

In Zukunft wird es noch viel mehr darum gehen, große Datenmengen zu analysieren und zu filtern. Recruiter sollten also zumindest über die entsprechenden Software-Kompetenzen verfügen.

5 Top-Kompetenzen des Recruiters der Zukunft

Welche Kompetenzen zukünftig gefragt sein werden, hat die aktuelle Studienreihe des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Karriereportal Monster entstand herausgearbeitet.  5 Kompetenzen im Überblick.

  1. Marketing: Als Marketingspezialist kennt ein Recruiter seine Zielgruppe genau und weiß, wie man sie begeistert. Er hat die Arbeitgebermarke sowie die Kommunikation zu den Kandidaten im Griff und benennt die USPs. Zum Beispiel weiß er, was den Kandidaten wichtig ist, denn auf Wünsche wie Work-Life-Balance (86 Prozent) muss eingegangen werden. Rund 77 Prozent der Kandidaten nutzen zum Beispiel Internet-Stellenbörsen zur Jobsuche. Aber gerade passive Kandidaten müssen erstmal auf die Idee gebracht werden, den Job zu wechseln. Der Recruiter von morgen vermarktet sein Unternehmen wie ein Marketing-Manager sein Produkt! Er sorgt dafür, dass das Unternehmen hält, was es verspricht. Immerhin haben vier von zehn Kandidaten schon einmal ein Job-Angebot abgelehnt, weil die versprochenen Arbeitskonditionen nicht mit den beworbenen Werten übereinstimmten.
  2. Performance: Als Performance Manager bleibt der Recruiter der Zukunft den Kandidaten dicht auf den Fersen und hat stets ein Auge dafür, wo Kandidaten nach offenen Stellen suchen. Rund 77 Prozent der Kandidaten nutzen zum Beispiel Internet-Stellenbörsen zur Jobsuche. Aber gerade passive Kandidaten müssen erstmal auf die Idee gebracht werden, den Job zu wechseln. Hier werden Kenntnisse im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -werbung (SEM) immer wichtiger. Und der Recruiter muss sich jetzt auch um Traffic, Visits und Page Views kümmern.
  3. Netzwerken: Der Recruiter von morgen „socialized“ und vernetzt sich mit vielversprechenden Kontakten. Gerade Karrierenetzwerke werden von Kandidaten mit langjähriger Berufserfahrung mit knapp 44 Prozent häufiger zur aktiven Suche genutzt als beispielsweise die Unternehmens-Webseiten mit 39 Prozent. Hier gilt: nur wer mitknüpft, fängt auch etwas.
  4. Social Media: Der Social Media Manager ist auf sozialen Kanälen wie etwa Facebook aktiv und weiß um deren immense Bedeutung, gerade in der jüngeren Generation. Hier gehört die Stellenanzeige der Zukunft, richtig getargeted, hin. Eigentlich ist das allen klar: Zwei Drittel der Unternehmen sagen, dass Social Media Recruiting wichtig ist, um Millennials zu adressieren. Allerdings haben nur 27 Prozent der Top 1.000 Unternehmen eine Social Media Strategie in der Personalbeschaffung.
  5. Mobile Media: Dem Mobile Experten ist bewusst, dass nicht nur bei Berufsanfängern, sondern auch bei der älteren Generation das Bedürfnis nach der Jobsuche per Smartphone wächst. Rund sechs von zehn Kandidaten finden Apps von Unternehmen zu offenen Stellenanzeigen eine tolle Lösung für ihre Jobsuche. Obwohl 72 Prozent der Top 1.000 Unternehmen sagen, dass die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte einen großen Einfluss auf die Rekrutierung hat, bietet über die Hälfte (54 Prozent) noch kein Mobile Recruiting an. Wer Talente gewinnen will, sollte daher die Webseiten mobile-friendly machen und die Apps auf Vordermann bringen. Hier geht es auch um technisches Know-How.
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