Karriere effektiv gestalten – 4 X 3 Tipps: Mit Zielen zum Erfolg

11.01.2017 862 Leser 0 Debatten 1343 Wörter Lesezeit: 9 Minuten, 46 Sekunden
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Die heutige Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Neue Jobmodelle, reduzierte Wochenarbeitsstunden, flexible Einsatzorte – viele der Innovationen bieten uns neue Möglichkeiten bei der Selbstverwirklichung. Doch eines ist dabei immer noch gleich geblieben: Wer etwas erreichen möchte, muss wissen was er will. Ziele zu setzen ist heute wichtiger denn je, damit die Karriere nicht irgendwo zwischen Jobsharing und Crowdworking auf der Strecke bleibt. Erfolg & Management  Ziele Motivation Leistung Erfolg Resilienz

So treiben Sie Ihre Karriere aktiv voran

Sei es eine verantwortungsvollere Position, eine größere Herausforderung, mehr Zeit für die Familie oder einfach eine bessere Bezahlung: Die individuellen Wünsche für ein erfüllteres Leben sind grundverschieden.

Wer seine Karriere aktiv vorantreiben will, muss wissen wofür er das tut. Mit einem klaren Ziel vor Augen fällt es leichter, einzelne Schritte in Angriff zu nehmen, um die Pläne der Zukunft auch erfüllen zu können.

Zielloser Start

Viele haben sich nach ihrer Ausbildung direkt in den nächstbesten Job gestürzt. Direkt eine Arbeitsstelle zu ergattern ist in einigen Berufsfeldern ohnehin keine Selbstverständlichkeit. Da wird gerade zu Beginn nicht allzu wählerisch auch ein Angebot angenommen, welches nicht gerade perfekt zur individuellen Ausbildung oder den persönlichen Wünschen passt. Erstmal Erfahrungen sammeln heißt die Devise.

Doch mit der Zeit schleicht sich Routine ein, manche fühlen sich unterfordert, manche einfach fehl am Platz und zunehmende Unzufriedenheit stellt sich ein. Höchste Zeit, dass sich etwas ändert. Doch was genau eigentlich? Spätestens hier stellt sich die Frage, wo denn die Reise eigentlich hingehen soll.

Karriere – was ist das?

Und dieser Punkt kann nicht allgemein beantwortet werden. Jeder muss selbst für sich herausfinden und entscheiden, wie die ganz persönliche Karriere aussehen soll. Die Vorstellungen davon, wie die Arbeit, der Tagesablauf, die übertragenen Aufgaben aussehen sollen, sind so unterschiedlich wie die einzelnen Menschen und ihre Charaktere.

Für manche dient die Arbeit nur zur Sicherung des Lebensunterhalts. Andere möchten sich in ihrer Tätigkeit entfalten und selbst verwirklichen. Manchmal ist auch ein Jobwechsel sinnvoll. Und jeder dieser Wege ist der Richtige, wenn er zum jeweiligen Menschen passt. Es gibt also ganz unterschiedliche Definitionen von Karriere. Das wichtigste ist, keinem falschen Idealbild hinterherzurennen, sondern individuell für sich zu entscheiden, wie das Leben mit der Arbeit aussehen sollte.

Wünsche definieren

Unzufriedenheit im Job entsteht meistens, weil die Tätigkeit nicht mit den persönlichen Vorstellungen übereinstimmt. Über- oder auch Unterforderung kann zu Stress führen und schürt die frustrierende Situation nur noch. Spätestens dann sollte dringend innegehalten werden, um zu überlegen, wie es weitergehen könnte. Denn es gibt verschiedene Wege, mit der Unzufriedenheit und dem Druck auf der Arbeit umzugehen.

Sich dazu die Gedanken oder einfach nur Stichpunkte aufzuschreiben, hilft dabei, die wirklichen Ziele herauszufiltern und zu fokussieren. Dabei ist es wichtig, sich wirklich auf sich selbst zu besinnen. Welches sind die persönlichen Stärken? Wie kann ich diese bei der momentanen Arbeit nutzen und einbringen? Welche Richtung entspricht möglicherweise am ehesten den individuellen Talenten?

In sich hineinhorchen

Viele Wünsche, die oberflächlich auftauchen, entstehen oft aus einem allgegenwärtigen Statusdenken heraus. Die Beförderung, mehr Gehalt oder einen Firmenwagen – es sollte genau überlegt werden, ob es diese Statussymbole sind, die uns glücklich machen.

Häufig sind es ganz andere Dinge, die nachhaltig für mehr Zufriedenheit sorgen: Eine Weiterbildung beispielsweise, um in Zukunft für größere Herausforderungen gerüstet zu sein oder auch einen Tag in der Woche von zuhause aus Arbeiten, um mehr Zeit für die Familie zu haben.

Dazu ist es auch meist nicht hilfreich sich an anderen zu orientieren. Was verdient der Kollege? Wer bekommt den freigewordenen Führungsposten? Die Ziele anderer sind nicht unbedingt auch die eigenen, da jeder über individuelle Fähigkeiten und Schwerpunkte verfügt. Manchmal können jedoch die positiven Eigenschaften anderer als Vorbild oder auch Ansporn und Motivation dienen. Wer sich dazu intensiv Gedanken macht, kommt seinen persönlichen Zielen ein gutes Stück näher.

Ziele herausfiltern: 3 Tipps

Aus den notierten Stichpunkten lässt sich oft schnell die Essenz – die eigentlichen Ziele – herauslesen. Dies können kleinere Erfolge sein, die schon in naher Zukunft erreichbar scheinen. Andererseits sind es oft auch größere Vorhaben, die eine gewisse Zeit brauchen, um sich zu entwickeln und möglicherweise erst mit einiger Mühe in die Wege geleitet werden können.

Um diese Punkte zu fokussieren und dann einen Plan zur Verwirklichung zu erarbeiten, sind die folgenden 3 Tipps sehr hilfreich:

  1. Mit kleinen Zielen anfangen: Wenn zunächst die kleineren Wünsche in Angriff genommen werden, stellen sich eher die ersten Erfolgserlebnisse ein. Dies ist wichtig für die Motivation und das persönliche Selbstwertgefühl.
  2. Kurz und knapp aufschreiben: Sind die Ziele notiert werden sie zu etwas Handfestem und somit verbindlicher. Ein kurzer Wortlaut sorgt dabei für noch mehr Prägnanz.
  3. Die richtige Formulierung: Wenn Wünsche in der Gegenwart formuliert werden, erscheinen sie uns konkreter. Zudem sollten sie positiv klingen. „Zeit effektiver Nutzen“ klingt besser als „Weniger Überstunden machen“. Diese kleinen psychologischen Tricks helfen später ungemein bei der Umsetzung.

An der Umsetzung arbeiten: 3 Tipps

Die kleine Liste mit den Zielen kann nun als Leitfaden für die Umsetzung dienen. Wer sich die einzelnen Punkte ständig vor Augen hält uns sich auch einmal in einer freien Minute damit beschäftigt, ist auf einem guten Weg, die Wünsche auch tatsächlich zu erreichen.

  1. Nachdenken: Schritt für Schritt sollte überlegt werden, was notwendig ist, um den Zielen näher zu kommen.
  2. Dialog suchen: Manchmal ist ein Gespräch mit den Vorgesetzten notwendig, um mögliche Alternativen bei der Arbeitsplatzgestaltung oder dem Tagesablauf auszuloten.
  3. Selbstoptimierung: Manchmal muss auch hart an sich selbst gearbeitet werden, um bestimmte Gewohnheiten aufzugeben, die sich eingeschlichen haben und uns am Weiterkommen hindern.

Stolpersteine meistern: 3 Tipps

Wenn die Umsetzung unserer Pläne immer einfach wäre, gäbe es sicherlich keine Karrierecoachs und viele wären mit ihrer Situation zufriedener. Auf dem Weg zum Ziel gibt es immer wieder Probleme, die sich uns in den Weg stellen.

  1. Das Team stellt sich Quer: Wenn beispielsweise bestimmte Vorschläge, die auch die allgemeine Zusammenarbeit im Team fördern könnten nicht auf Zustimmung stoßen, ist es oft schwierig, die Motivation aufrecht zu erhalten und möglicherweise nach Alternativen zu suchen.
  2. Das Engagement reicht nicht aus: Oft ist ein Weiterkommen auch mit einem höheren Arbeitseinsatz oder Engagement auch nach der regulären Arbeitszeit verbunden.
  3. Schwieriges Zeitmanagement: Sind nebenbei noch andere Aufgaben, wie die Betreuung der Familie zu meistern, kann die Situation auch schnell zur Belastung werden.

Deshalb ist es wichtig, die persönlichen Schritte zum Glück genau zu planen und einzuteilen, um langfristig Erfolge zu erzielen. Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen sind Eigenschaften, die jedoch nicht jeder von Haus aus mitbringt. Es hilft, in kleinen Schritten vorwärts zu gehen, und flexibel zu bleiben, um auch auf unvorhergesehenen Stolpersteine reagieren zu können.

Regelmäßig Bilanz ziehen: 3 Tipps

Zudem ist es ratsam, den persönlichen Standpunkt regelmäßig zu überprüfen. Wer genau weiß, wo er steht, und auch die bisherigen kleineren Erfolge wahrnimmt und würdigen kann, verliert nicht die Motivation für die nächsten Schritte und Anstrengungen.

  1. Neue Ziele festlegen: Oft ändern sich in kürzerer oder längerer Zeit auch die persönlichen Lebensumstände, so dass die festgelegten Ziele nicht mehr passend sind.
  2. Neue Umstände: Manchmal ist ein neuer Lebenspartner der Grund dafür, in Zukunft beruflich kürzer treten zu wollen und sich der Familienplanung zu widmen.
  3. Krankheit: Auch eine Krankheit kann den Ausschlag geben, dass der Lebensmittelpunkt sich verschiebt und andere Dinge plötzlich an Bedeutung gewinnen.

Viele Menschen nehmen sich regelmäßig Zeit, um für sich persönlich Bilanz zu ziehen. Einmal im Jahr ziehen sie sich in eine ruhige Ecke zurück und analysieren den Status Quo, die bisher erreichten Ziele, aber auch Fehler und Probleme. Wenn dies regelmäßig geschieht, wird das Nachdenken über sich selbst mit der Zeit einfacher und routinierter. Die beste Voraussetzung um in Zukunft auch schneller auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können.

Fazit

Um sein Leben selbst in die Hand nehmen zu können, es in die richtigen Wege zu leiten und die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist es wichtig, klare Ziele vor Augen zu haben.

Wer sich Gedanken über die eignen Wünsche macht und weiß was er erreichen möchte, kann die Schritte zum Ziel einfacher planen und gestalten. Vieles, was zunächst unerreichbar scheint, und deshalb nicht in Angriff genommen wird, stellt sich als durchaus machbar heraus, wenn der Weg dorthin in kleine Etappen unterteilt wird.

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