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Höflich kommunizieren im Job: Nein sagen – aber richtig!


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Höflichkeit gilt als Tugend, auch im modernen Business-Alltag. Dumm nur, dass, wer stets höflich alle Kröten schluckt, irgendwann platzt. Besser: Rechtzeitig „Nein“ sagen! Erfolg & Management  Konflikte Streit Mediation Knigge Höflichkeit GutesBenehmen Durchsetzungsstärke


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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Das Märchen vom arme Schmitt

Manchmal ist man einfach zu nett für diese Welt. Oder kommt sich zumindest so vor. Da jammert z.B. Kollege Schmitt über seine Rückenschmerzen: Die ganze Nacht habe er kein Auge zugetan, den Tag im Büro überstehe er nur mit Schmerztabletten. Ohje Ohje.. ob man nicht doch den Aktenstappel da noch für ihn mitmachen könnte, damit er wenigstens heute pünktlich nach Hause kommt…

Man kann – denn man ist ja kein Unmensch. Der arme Schmitt, schlimm solche Rückenschmerzen, dafür kann er ja nichts, soll er sich ruhig mal ausruhen.

Nein sagen – aber bitte rechtzeitig!

Und oh Wunder, den ganzen nächsten Tag geht es Schmitt prächtig. Super denkt man, er ist voll da. Und erlaubt sich eine kleine Kritik an seiner Arbeit, die einem beim Durcharbeiten des Aktenstapels aufgefallen ist.

Aber oh weh, schlagartig sind die Rückenschmerzen wieder da, Schmitt windet sich vor Schmerz auf dem Stuhl, Kopfschmerzen hat er auch noch, der arme Kerl. Am Ende ist man noch schuld, weil man es gewagt hat, ihn zu kritisieren.Also entschuldigt man sich. „Ja“ hackt Schmitt gleich ein „Ihre Kritik hat das sicher noch befördert…“ Und Selbsredend wird man heute wieder länger bleiben, um auch den nächsten Aktenstapel durchzuarbeiten, denn Schmitt ist natürlich wieder früher weg.

Schulspielchen

Schulspielchen nennen Psycholgen das. Das bewusste oder unbewusste Einreden eines schlechten Gewissens, dass auf einer gesellschaftlichen Konvention beruht – in diesem Falle: Schmitt ist Krank und Schwach, man muss ihm helfen.

Solche Menschen nutzen die Hilfsbereitschaft aber mitunter schamlos aus, auch ohne dass sie das merken. So will man den Leuten ja gerne ein bisschen entgegenkommen, ihnen hilfreich den kleinen Finger reichen – aber die wollen immer gleich noch mehr, als man zu geben bereit ist, am besten gleich die ganze Hand, ach sogar den ganzen Arm. Und dann?

Irgendwann kommt der große Knall

Dann kommt es irgendwann zum Eklat, bei denen man die Schmitts dieser Welt zusammenbrüllt, bis die nicht mehr wissen, wo vorne und hinten ist, weil eigentlich sind sie ja nur so klein und schwach. Und man ist auch gleich noch das Arschloch, weil man den schwachen, kranken Schmitt zur Sau gemacht hat.

Und die Moral von der Geschicht? Rechtzeitig „Nein“ sagen. Als ungefähr beim zweiten Aktenstapel. Wenn man merkt, dass die eigene Gutwilligkeit ausgenutzt wird. Schließlich ist man dem Kollegen dann schon entgegengekommen. Klar, man kommt sich erstmal vor wie ein schlechter Mensch. Aber später wird der Kollege auch einsehen, dass es so nicht geht – und einen dafür respektieren.

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