Gesunde Ernährung fürs Büro einfach gemacht: Fruitberry Slow Juicer im Test



Smoothies und gesunde Säfte sind ein unaufhaltsamer Trend auch im Büro. Doch statt zu kaufen, kann man sie auch selbst pressen. Der Fruitberry Slow Juicer von Klarstein im Test.

Slow Juicer vs. Smoothies & Zentrifugalentsafter

Beim Thema Smoothies & Frische Säfte hat man grundsätzlich verschiedene Optionen: Smoothies Mixen, einen günstigen Zentrifugalentsafter kaufen – oder einen Slow Juicer.

Bei einem Zentrifugalentsafter werden Obst und Gemüse mit einer Reibscheibe zerkleinert –  bei bis zu 15.000 Umdrehungen/Minute. Dank der hohen Drehgeschwindigkeiten wird Obst und Gemüse schnell entsaftet, allerdings entsteht auch eine Hitzeentwicklung, die dem Saft wertvolle Nährstoffe wie Vitamine und Enzyme entzieht. Zudem kommt Sauerstoff in den Saft, was dessen Qualität und Haltbarkeit ebenfalls schädigt. Das gleiche Problem hat man logischerweise auch, wenn man mit dem Mixer oder Püreestab Smoothies herstellt.

Bei einer Saftpresse wie dem Fruitberry Slow Juicer von Klarstein, mir freundlicherweise vom Hersteller dauerhaft kostenlos zur Verfügung gestellt, werden das Obst und Gemüse mechanisch gewonnen, indem das Pressgut z.B. durch langsam drehenden Pressschnecke zermalmt wird – in diesem Fall mit nur 68 Umdrehungen pro Minute. Und übrigbleibende Trester ist vergleichsweise trocken und lässt sich dadurch schneller entsorgen.

Das Design

Die Früchte können durch ein 8,5 cm breites Einfüllrohr in großen Stücken in den Entsafter gegeben werden und werden dann fast vollständig eingezogen. Schale oder Kerne werden einem dank feinem Edelstahl-Mikrosieb ausgesiebt, so dass man am Ende wirklich nur frischen Saft erhält – das ist sehr praktisch, wenn man zu faul ist, die Teile kleinzuschneiden.

Praktisch ist der Geringe Platzbedarf des Gerätes, der fertig zusammengesetzt über eine Abmessung von 16 x 52 x 21 cm (BxHxT) verfügt. Die Auffangbehälter für Trester und Saft mit je einem Liter Fassungsvermögen können seperat hingestellt werden – man kann auf diese Weise den Saft auch direkt in eine Kanne laufen lassen. Geliefert wird das Gerät wahlweise in Metal-Optik oder Edelstahl-Rot.

Saftausbeute

Begeistert war ich von der hohen Saftausbeute, sie ist um ein Vielfaches höher als bei preiswerteren Pressen und Entsaftern. Auch das Thema Sicherheit wird groß geschrieben: So startet der Motor ausschließlich mit montiertem Zufuhrstutzen und eingerastetem Sicherheitsverschluss. Vier Saugnapffüße geben der Saftmaschine einen stabilen Stand.

Positiv ist, dass sich das Presswerk mit wenigen Handgriffen komplett zerlegen und so auch entsprechend reinigen lässt, dafür wird auch extra eine Bürste mitgeliefert. Das Design des Gerätes ist auch in dieser Hinsicht gut durchdacht, so dass man auch an die kleinste Ritze kommt.

Knackpunkt Reinigung

Ein Knackpunkt ist allerdings der Auslaufstuten für den Trester, nicht nur dass er gerade bei faserigen Früchten schnell verstopft, so dass man ihn eigentlich schon mitten im Entsaftungsvorgang reinigen muss, auch bleiben hier besonders gerne Reste hängen, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.

Etwas aufwändig gestaltet sich die Reinigung  des Gerätes durch den komplizieren Auf- und Abbau: Jedes Teil muss korrekt sitzen und einrasten, sonst lässt es sich am Ende nicht starten, daher braucht es auch nach mehrmaliger Verwendung auch noch einige Übung und Vorsicht, um gerade bei den Plastikteilen nichts kaputt zu machen. Für die Spülmaschine sind die Plastikteile laut Bedienungsanleitung ebenfalls nicht geeignet.

Fazit

Dennoch ein sehr empfehlenswertes Gerät, das mich durch das Ergebnis an wohlschmeckenden, frischen Säften voll überzeugt hat – mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, denn es gibt auch deutlich teurere Geräte.


Autor/in: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht B E R U F E B I L D E… Profil



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