Donald Trump & seine Marken-Kommunikation: Per Twitter die Welt regieren?

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23.01.2017 770 Leser 5 Debatten 629 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 21 Sekunden

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Donald Trump zieht als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika im Weißen Haus ein. Eines steht jetzt schon fest: Wird die Angst vor seinen  provokativen Statements zurückgestellt, lässt sich kommunikationstechnisch eine Menge daraus lernen.

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Unverblümte Äußerungen

Ob es für die Welt gut ist oder wie schlecht es werden kann, wenn der neue impulsive Präsident die nächsten vier Jahre nicht nur die Geschicke der USA, sondern damit verknüpft auch zu einem guten Teil die der Welt prägt, sei den politischen Beobachtern überlassen.

Berechtigt sind zweifellos die Befürchtungen, dass Donald Trump mit seinen oft unverblümten Äußerungen weiterhin viele erschrecken wird.

Politik in 140 Zeichen?

Schon jetzt staunt die Weltöffentlichkeit über das, was Donald Trump sich an verbalen und technischen Fauxpas erlaubt. Doch man muss hier klar unterscheiden:

Auf der einen Seite ignoriert er oft sämtliche Regeln einer konstruktiven Kommunikation und eines wertschätzenden Feedbacks. Auf der anderen Seite versucht er wie kaum ein anderer, mit 140 Zeichen aus dem ‚Twitter-Fenster’ heraus die Welt zu regieren. Drüber sollten wir nachdenken!

In die News kommen

Unabhängig von seiner Person, lohnt es sich in diesem Zusammenhang, das Bedrohliche vom Nützlichen zu trennen. 140 Zeichen reichen, um eine Sache auf den Punkt zu bringen, eine Diskussion anzustoßen, ins Gespräch oder – positiv wie negativ – in die ‚News’ zu kommen.

Wichtige Aussagen in 140 Zeichen zu packen, ist sicher nicht immer richtig – ganz besonders dann nicht, wenn es um globale Interessen geht. Aber die Kunst es zu können, ist wichtig!

Kernaussagen treffend formulieren

Noch wird diese Fähigkeit in der modernen Gesellschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit nicht wirklich und überall gut genutzt. Es zeugt keineswegs von Oberflächlichkeit, Informationen auf 140 Zeichen zu beschränken.

Vielmehr muss so eine Kernaussage treffend formuliert werden. Anders sieht es natürlich bei komplexen Zusammenhängen aus. Wer das Sowohl-als-auch beherrscht, ist ein ‚Commander in Tweets’.

Zu wenig durchdacht

Zu unterscheiden und abzugrenzen bleibt dabei, dass viel Schrott getwittert wird. Zu wenig durchdacht erscheinen auch viele Posts von Donald Trump. Doch wer hat nicht selbst schon einmal eine Nachricht verschickt, ohne zu überlegen, was sie auslösen kann.

Aber es ist eben ein Unterschied, ob eine unklare E-Mail an einen guten Bekannten geht, oder ob der mächtigste Mann der Welt einen Amtskollegen mit Atomwaffen im Schrank beleidigt.

Nur für die Galerie

Natürlich wird vieles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Und gerade in der Politik wird vieles für die Galerie gemacht.

Wenn Donald Trump beispielsweise eine Twitter-Nachricht über Wladimir Putin postet, kann es sein, dass das persönliche Gespräch längst stattgefunden hat und man voneinander sehr genau weiß, was man wirklich denkt.

Twittern als Training

Wichtige Kernaussagen auf 140 Zeichen herunter zu brechen, ist harte Arbeit – aber sehr lehrreich. Und vermeintliche Oberflächlichkeit kann auch das Resultat von Tiefgang sei. Aber Vorsicht:

  1. Die Welt der Kommunikation wird anspruchsvoller. Viel kommunizieren auf mehr Medien ergibt nicht zwangsläufig mehr Inhalt.
  2. Der Weg ist das Ziel. Mag meistens stimmen. Vergessen wir gleichwohl nicht: Ein schöner Zug nützt nichts, wenn er nicht in den Bahnhof einfährt.

Eine Qualität, die man lernen kann

Eine Botschaft in einer 140-Zeichen-Meldung zu verfassen, ist eine Qualität, die man lernen kann und die immer wichtiger wird.

Das Gespräch dazu ist aber nach wie vor und bis auf Weiteres durch nichts zu ersetzen. Klar ist, dass auch Donald Trump am Ende des Tages an seinen Handlungen gemessen wird und nicht aufgrund seiner Posts.

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