5 X 3 Recruiting-Trends 2017: Wie sieht Bewerbung & Jobsuche in Zukunft aus? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

5 X 3 Recruiting-Trends 2017: Wie sieht Bewerbung & Jobsuche in Zukunft aus?



Aktuell haben CHRIS an der Universität Bamberg und Monster ja wieder ihre jährliche Studie zu den  Recruiting-Trends herausgebracht. Dabei gab es in diesem Jahr einige Überraschungen. Meine Einschätzung und 5 X 3 Trends im Überblick. Arbeitsmarkt Analysen  Zukunft Trends Frauen Gender Emanzipation Employer Branding Recruiting Personalwesen HR Bewerbungsanschreiben Bewerbungsprozess Bewerbungsfoto Berufsbild IT


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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht B E R U F E B I L D E… Profil

Frauen in der IT auf dem Vormarsch?

Löblich, dass die aktuelle Studienreihe des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Karriereportal Monster in diesem Jahr dem Thema „Women in IT“ ein eigenes Themenspecial gewidmet hat.

Der Grund dafür ist allerdings weniger schön: Der Anteil von Bewerberinnen auf IT-Berufe liegt bei unter 20%. Gründe dafür nennt die Studie auch, z.B. dass die IT für Frauen einfach nicht sexy genug ist.

Ergebnisse zu Optimistisch?

Mir persönlich ist das zu kurz gedacht, für mich liegen die Gründe vor allem in einer stark männlich dominierten Unternehmenskultur – da muss mehr getan werden, als ein paar Girls Days, um Frauen nachhaltig zu begeistern.

Auch an anderer Stelle ist die Studie für mich viel zu optimistisch: Nur 3,8 % der Recruiter haben Angst, im Zuge der Automatisierung ihren Job zu verlieren. Warum Deutschlands Personaler sich so sicher fühlen verrät die Studie übrigens nicht. 5 X 3 Trends im Überblick:

„Women in IT“:

  1. Fachkräftemangel unverändert: der Fachkräftemangel steigt kontinuierlich an, besonders in der IT-Branche. 2017 werden 56,7% der Vakanzen schwierig bis nicht zu besetzen sein. Frauen als eine relevante Zielgruppe unter den Bewerbern sind noch immer deutlich unterrepräsentiert und stellen nur 17,4% der Kandidaten im IT-Sektor bzw. nur 13,3% bei den Top-1.000-Unternehmen.
  2. Frauen nur zu Imagezwecken: 44,2% der Frauen, die in IT-Berufen arbeiten, glauben, dass die Unternehmen nur zu Imagezwecken kommunizieren, dass Frauen willkommen sind bzw. eingestellt werden.
  3. Ausgewogene Work-Life-Balance: 54,4% der IT-Expertinnen halten ihre Work-Life-Balance für gut – deutlich mehr als ihre männlichen Kollegen und auch mehr als Frauen in anderen Branchen.

Trend „Employer Branding”:

  • Unternehmen überschätzen sich selbst: 88,9% der Top 1.000 Unternehmen setzen bei der Veröffentlichung von offenen Stellen auf die eigene Webseite, generieren aber nur 27,2% der Einstellungen aus diesem Kanal.
  • Arbeitsagentur wird immer unwichtiger: Über die Arbeitsagenturen werden nur noch 5,9% der Einstellungen generiert, 2012 waren es noch 24,5%.
  • Attraktiver Arbeitgeber: Wer als Arbeitgeber punkten möchte, sollte Angebote zur Work-Life-Balance haben – sie ist 86,1% der Kandidaten wichtig.

Trend „Active Sourcing”:

  1. Social Media hat aufgeholt: Im Vergleich zu 2014 stimmen heute dreimal so viele mittelständische Unternehmen (40,5%) den Einsatz von Social Media mit anderen Personalbeschaffungsaktivitäten ab.
  2. Standard: Zwei von zehn der Top 1.000 Unternehmen passen die direkte Ansprache nur geringfügig an den Kandidaten an – davon sind 27,9% der Kandidaten genervt.
  3. Automatisierte Bewerbervorauswahl: Sie nutzen zwar nur 7,9% der Top 1.000 Unternehmen, sehen aber zwei Drittel dieser Unternehmen als förderlich für diskriminierungsfreie Vorauswahlen. Das denken auch 35,5% der Kandidaten!

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„Mobile Recruiting“:

  1. Vielversprechender Trend: 70,7% der Unternehmen sagen, dass sich ihre Reichweite durch den Einsatz von Mobile Recruiting bei der Kandidatenansprache erhöht.
  2. Aufwendige Kosten: für 44% der Unternehmen ist die Nutzung mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden. Sechs von zehn Unternehmen sehen auch einen hohen technischen Aufwand.
  3. Mobile Recruiting kommt nur langsam in Unternehmen an: Obwohl die Unternehmen seit 2012 angeben, dass sich die Darstellung ihrer Karriere-Webseiten auf mobilen Endgeräten verbessert hat, funktionieren sie nur bei der Hälfte der Kandidaten ohne Probleme.

„Bewerbung der Zukunft“:

  1. Vorteile des Anschreibens: 78,5% der Unternehmen sagen, dass sich Kandidaten beim Anschreiben positiv von anderen abheben können.
  2. Lebenslauf wichtiger als Anschreiben: Nur noch 59,8% der Unternehmen sehen das Anschreiben künftig als wichtigen Bewerbungsbestandteil und stellen eher den Lebenslauf in den Mittelpunkt.
  3. Zukunftstechnik One-Click-Bewerbung: Die One-Click-Bewerbung ist eine interessante Neuerung. 17,9% der Unternehmen planen eine Implementierung in der Zukunft. 23,3% der Kandidaten haben sie schon genutzt. Übrigens bewerben sich nur 20% der Kandidaten vorzugsweise bei Unternehmen, wenn One-Click möglich ist.
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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Dominik Ludecke

    Zumindest was das Thema Bewerbung der Zukunft oder Jobsuche der Zukunft betrifft, kann man mit dem Artikel übereinstimmen. Es muss Bewerbern in jeder Hinsicht einfacher gemacht werden, z.B. über die erwähnte 1-Click Bewerbung oder auch über generalisierte Jobplattformen, auf der wirklich alle Jobs zu finden sind, nicht nur die der jeweiligen Anbieter.

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