Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch: 7 Typische Bewerbungsfragen

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06.09.2016 9794 Leser 8 Debatten 821 Wörter Lesezeit: 5 Minuten, 24 Sekunden
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Endlich! Die Einladung zum Bewerbungsgespräch liegt im Postfach. Doch wie bereite ich mich auf Bewerbungsfragen im Jobinterview vor? Wir haben häufige Fragen von Personalern zusammengestellt.

Die häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch

7 typische Bewerbungsfragen

  1. Was wissen Sie über uns? Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben? Warum sind Sie der oder die Richtige für die angebotene Stelle? Dem Gegenüber geht es mit diesen Bewerbungsfragen darum, die Motive und Ernsthaftigkeit der Bewerbung bzw. des Bewerbers abzuklopfen. Die Antwort sollte das Interesse am Unternehmen verdeutlichen und klarmachen, dass und warum der Bewerber in dem Unternehmen arbeiten möchte. Dabei geht es nicht um Platituden, wie z. B. das Unternehmen ist groß und erfolgreich, sondern um die Verknüpfung persönlicher Motivationspunkte mit dem infrage kommenden Unternehmen und der ausgeschriebenen Aufgabe.
  2. Was zählte bei Ihrer Tätigkeit als … zu Ihren Hauptaufgaben? Ob vorherige Vollzeitstelle, Projekt oder Ehrenamt, das Gegenüber möchte sich ein Bild der fachlichen Eignung des Bewerbers für die ausgeschriebene Stelle auf Basis der vorherigen Erfahrungen machen. Aber Vorsicht! Eine möglichst genaue Beschreibung des Aufgabengebiets steht zwar im Fokus, aber der Bewerber sollte unbedingt gezielt Tätigkeiten hervorheben, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind.
  3. Wie stellen Sie sich ihre berufliche Entwicklung vor? Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Natürlich möchte der Personaler und potenzielle Vorgesetzte wissen, wie zielorientiert der Bewerber ist und ob er weiß, wohin er will. Hinter der Antwort verbirgt sich eine Aussage über die Ambitionen und Ansprüche an die eigene Karriere. Das ist aber noch nicht alles. Auch in dieser Bewerbungsfrage geht es um den Abgleich mit der zu besetzenden Stelle. Deswegen sollten Bewerber sie nicht „einfach so“ beantworten, sondern sich vor Augen führen, welche der persönlichen mittelfristigen Ziele zu der ausgeschriebenen Stelle passen. Gibt es hier eine Diskrepanz, erweckt ein Bewerber schnell den Eindruck, dass die Stelle nur eine Zwischenlösung oder ein Kompromiss ist. Ein Beispiel: Geht es um eine Aufgabe in der Lohnbuchhaltung des Unternehmens und der Bewerber gibt an mittelfristig im Ausland arbeiten zu wollen, dann stellt sich die Frage, wie das zusammenpasst? Bewerber sollten darauf achten, möglichst konkrete Ziele zu formulieren, aber gleichzeitig eine gewisse Flexibilität zu signalisieren, wenn es um neue Aufgaben geht.
  4. Wie reagieren Sie auf Kritik? Natürlich möchte jeder Personalverantwortliche hören, dass der Bewerber kritikfähig ist. Unterbuttern sollte er sich aber auch nicht lassen. Eine mögliche Antwort auf diese Frage wäre, dass Kritik sehr lehrreich für die fachliche Weiterentwicklung sein kann, vorausgesetzt sie ist konstruktiv und der respektvolle Umgang bleibt gewahrt. Empfindet man sich selbst als nicht besonders kritikfähig, übertreibt man mit dieser Aussage nicht und räumt sich selbst den Raum ein, an seiner Kritikfähigkeit zu arbeiten.
  5. Wie stehen Sie zu Überstunden? Auch wenn es um die Motivation geht, hier heißt es, ehrlich bleiben und sich nichts Falsches vormachen. Eine mögliche Antwort wäre zu signalisieren, dass Überstunden bei wichtigen Aufträgen und in bestimmten Projektphasen in Ordnung sind und zum Berufsalltag dazu gehören. Aber Vorsicht: in bestimmten Branchen, etwa in der Unternehmensberatung oder dem Investmentbanking, wird die Bereitschaft zu Leistung von Überstunden vorausgesetzt! Wer hier ein Hohelied auf Freizeitwert und Familie anstimmt, kann sich schnell disqualifizieren.
  6. Bei welchen anderen Unternehmen haben Sie sich beworben? Hier können und sollten Bewerber getrost offenlegen, wenn sie mit anderen Unternehmen im Gespräch sind – dies zeigt, dass sie engagiert und realistisch sind und sich nicht auf eine einzige Option verlassen möchten. Und ganz nebenbei erhöht es den eigenen Marktwert, wenn deutlich wird, dass der potenzielle Arbeitgeber im Wettbewerb mit anderen Unternehmen oder sogar der Konkurrenz steht. Übertreiben sollte man allerdings – und das gilt für im Prinzip für alle angesprochenen Situation – nicht.  Im Übrigen sind Sie als Bewerber gut beraten, oben genannten Fragestellung zu nutzen um darzulegen, warum Sie ein besonderes Interesse an der konkreten Stelle haben, für die Sie sich aktuell bewerben. Keinesfalls sollte der Eindruck entstehen, dabei handele es sich um eine Notlösung. Wichtig: Konkrete Unternehmensnamen sollten aus Gründen der Diskretion nicht genannt werden.
  7. Die Bewerbungsfrage nach den Stärken und Schwächen: Sie ist ein Klassiker und soll verraten, wie sich der Bewerber selbst einschätzt und, ob er sich aus der Ruhe bringen lässt. In jedem Fall sollte man diese Frage wie jede andere auch beantworten und nicht versuchen witzig zu sein.

Fazit: So gehen Sie am besten mit schwierigen Fragen um

Natürlich sind die Antworten so individuell wie der Bewerber, trotzdem tun sich viele damit schwer. Stärken sollten möglichst auf den Arbeitsplatz bezogen sein und Vorteile für die Stelle bedeuten, etwa: kommunikativ, kann gut auf Menschen zugehen. Die Schwächen sollten echte Schwächen sein, die aber auch entkräftet werden können, indem man erklärt, was man dagegen tut.

Beispiele sind etwa Perfektionismus oder bei Berufsanfängern die fehlende Berufserfahrung. Das sind Schwächen, die auch Stärken sein können und an denen man arbeiten kann. Beispielsweise ist der Berufsanfänger dafür unvoreingenommen und in besonderem Maße lern- und wissensbegierig.

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