Unsere Diskussionsrunde auf der Zukunft Personal: Teambuilding-Elemente im modernen High Potential Recruiting

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19.10.2016 1089 Leser 0 Debatten 570 Wörter Lesezeit: 4 Minuten, 24 Sekunden

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Gestern auf der Zukunft Personal haben wir das Thema Teambuilding-Elemente als Mittel der modernen Personalarbeit diskutiert – und gleich eine praktische Anschauung im Teambuilding gegeben. teambuilding-recruiting-zukunft-personal

Alternativen zur klassischen Stellenanzeige

Klar dürfte inzwischen sein: Die klassische Stellenanzeige ist heute längst nicht mehr der einzige und vielleicht auch nicht mehr der beste Weg, um die auf dem Arbeitsmarkt heiß umworbenen High Potenials als Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu gewinnen.

Und Unternehmen suchen bereits nach neuen Wegen. Schlagworte wie Social Recruiting oder Active Sourcing werden dabei gerne genannt; doch was liegt eigentlich näher als die Bewerber in spe bereits lange vor dem Bewerbungsprozess kennenzulernen und während eines Teambuiling-Events wie in einem vorgezogenen Assessment-Center  zu prüfen?

Einfaches Teambuilding am praktischen Beispiel

Um das zu veranschaulichen, haben wir unsere Diskussion mit einem kleinen Teambuilding-Spiel begonnen: Die Teilnehmer, bestehend aus Diskutanten und aus dem Publikum, sollten, in zwei Gruppen aufgeteilt, auf Teppichfließen stehend, die Plätze tauschen und dabei bestimmte Regeln einhalten.

Angeleitet wurde das Spiel von Jörg Orlowski, Geschäftsführer von SoS Events, die zweimal im Jahr solche Recruiting-Events durchführen. Interessant dabei war zu sehen, wie die Teilnehmer, die sich vorher nicht kannten, gemeinsam interagierten und miteinander kommunizierten. Dabei ergeben sich Fragestellungen wie:

  • Wer übernimmt die Führung in der Gruppe und gibt den Ton an?
  • Wer folgt Gruppe?
  • Wer übernimmt die Rolle des Opponenten?

Die Diskutanten

Es zeigt sich auch, dass solche Spiele mit relativ wenig Aufwand, mit ein paar Teppichfließen, durchgeführt werden können. Der geringe finanzielle und auch zeitliche Aufwand war auch immer wieder Thema in der folgenden Diskussion.

Mit dabei waren Andrea Bosten, Personalreferentin mit Schwerpunkt Recruiting und Personalmarketing beim Forschungszentrum Jülich und Mirka Hellemacher, Bereichsleiterin Kompetenzzentrum Frau und Beruf , Schwerpunkt Karriereentwicklung in KMU und Recruiting, beim Zweckverband der Region Aachen. Ich habe die Diskussion moderiert.

Worum ging es in der Diskussion?

Folgende Fragen haben wir dabei diskutiert:

  1. Wie ist denn der Nutzen solcher Teambuildingmaßnahmen für das Recruiting eines Unternehmens zu bewerten?
  2. Wie genau verbessern Teambuilding-Events die Kommunikation zwischen Unternehme und Bewerbern, d.h. welche Informationen über das Unternehmen können Bewerbern hier besser vermittelt werden als anderswo? Und was können Unternehmen umgekehrt besser von Bewerbern erfahren?
  3. Der eine oder andere könnte denken, bei solchen Events wollen Personaler zusammen mit Studierenden Spaß haben. Welche Bedingungen muss so ein Event erfüllen, damit ein Unternehmen auch tatsächlich für das Recruiting profitiert?
  4. Teambuilding-Maßnahmen im Vergleich mit anderen Recruiting-Instrumenten: Sind Teambuilding-Maßnahmen besser oder schlechter geeignet als andere Recruiting-Methoden? Und verzichten Unternehmen hinsichtlich von Zeitaufwand oder Budget zugunsten von Teambuilding-Maßnahmen?
  5. Thema Talentpools: Auch die werden ja zur Zeit stark diskutiert. Dabei stellt sich die Frage: Können denn Unternehmen im Nachgang solcher Events die geknüpften Kontakte noch nutzen? Und wieviele Bewerbungen kommen im Schnitt bei so einem Event heraus?
  6. Wie hoch bewerten Unternehmen die Aussagekraft eines solchen Events hinsichtlich der Beurteilung von Bewerbern? Vielleicht bist ist ja jemand super in seinem Job, aber eben nicht für Teambuilding-Maßnahmen zu haben…

Fazit

Folgende Antworten konnten wir dabei herausarbeiten: Teambuilding-Maßnahmen können andere Recruiting-Methoden, etwa das Assessment-Center, nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.

So ist Teambuilding eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck von Bewerbern zu bekommen. Und solche Maßnahmen helfen tatsächlich vor allem Praktikanten zu gewinnen oder einen Pool an potentiellen Bewerbern aufzubauen, aus dem man bei zukünftigen Recruiting-Maßnahmen schöpfen kann.

Und: In einer Digital vernetzten Welt ist Teamarbeit und überhaupt Teamfähigkeit von jedem Einzelnen gefragt, selbst unter Wissenschaftlern kann sich heute keiner mehr die Rolle des isolierten Spezialisten erlauben.

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