Mentales Selbstmanagement in Alltag & Job – Teil 2: Everybody’s Darling, Everybody’s Depp? – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Mentales Selbstmanagement in Alltag & Job – Teil 2: Everybody’s Darling, Everybody’s Depp?



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Bemühen Sie sich auch oft, Everybody’s Darling zu sein? Dann wird Ihnen vielleicht nicht gefallen, was Sie jetzt lesen: Jemand, der reflexhaft gibt, wird immer auf Menschen stoßen, die gern alles nehmen, was sie bekommen können.

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Hier schreibt für Sie: Tom Diesbrock ist Psychologe, Berater, Teamentwickler und Buchautor. Profil

Wer sich nicht traut, darf sich nicht wundern

Dort, wo sich jemand im Schatten herumdrückt und darauf hofft, dass man ihn und seine Leistung wahrnimmt, wird es immer andere geben, die gern im Licht stehen und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Wer sich nicht traut seine Tür abzuschließen, darf sich nicht über Leute wundern, die ohne Klopfen herein gelatscht kommen. Nur mit dem Finger auf die »vom Stamme Nimm« zu zeigen und über das eigene Schicksal zu klagen, bringt in der Regel wenig.

Wer im Job geliebt werden will, hat ein Problem

Jeder von uns sucht und braucht Anerkennung und Liebe. Als Erwachsene sollten wir zwischen beidem unterscheiden können und beides dort suchen, wo wir eine Chance haben, es auch zu finden.

Jemand, der im Job in erster Linie von seinem Bedürfnis nach Anerkennung und Lob angetrieben wird, wird wahrscheinlich eine Menge Frustration erleben. Wer von Kollegen und Chefs vor allem geliebt werden will, hat ein echtes Problem!

Alles tun, um geliebt zu werden?

Ich tue eben alles dafür, um Everybody’s Darling zu sein, meinte einmal eine Klientin ganz selbstverständlich. Sie tat wirklich fast alles für die Zuneigung ihrer Mitmenschen, im Job und auch im Privatleben.

Ihr Verhalten, Denken und Fühlen folgte einem typischen Muster, das ich übrigens häufiger bei Frauen als bei Männern erlebe: Nicht Arbeitsvertrag, Anweisungen oder Aufgabenprofil bestimmen das Verhalten, sondern das tiefe Verlangen, die Zuneigung aller zu gewinnen und zu halten.

Wenn es kein „Nein“ gibt

Daran orientiert man sich und unterlässt alles, was dies gefährden könnte. Ein Nein gibt es kaum im Vokabular des Everybody’s Darling.

Egal ob der Chef, Kollegen oder Kunden etwas von ihm wollen, er lässt alles dafür stehen und liegen, hat immer Zeit und ein offenes Ohr und lässt sich von jedem einspannen. Die eigene Arbeit wird dann eben später erledigt. Wahrscheinlich wenn alle anderen längst zu Hause sind.

Kannst Du mal eben?

Mit der beliebten Frage (die natürlich nicht als Frage gemeint ist) Kannst Du mal eben …? darf ihn jeder jederzeit unterbrechen und Arbeit bei ihm abladen. Meine Klientin berichtete mir damals, dass ihre Kollegen ihr tatsächlich Aufgaben, die gar nicht in ihren Verantwortungsbereich lagen, einfach auf den Tisch knallten.

Ohne auch nur ernsthaft zu fragen, ob sie sich darum kümmern wolle und könne. Voller Empörung berichtete sie, wie sie das gemeinsame Taxi zur Weihnachtsfeier (die sie natürlich organisiert hatte) bezahlt und keiner der Mitfahrer ihr jemals das Geld dafür erstattet hatte.

Weil es sich bewährt hat…

Ob sie es denn eingefordert habe? »Nein, das kann ich nicht. Man würde mich ja für kleinlich halten. Warum behandelt man mich so?«

Na ja, vielleicht, weil es sich bewährt hat?

Denn Merke: Wenn ich nicht für mich sorge, wird es wahrscheinlich kein anderer tun. Wenn ich mich nicht behaupte , werden andere ihren Kopf durchsetzen . Und wenn ich mich nicht zeige , wird man mich übersehen .

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