Der Mensch im Business 2/3: Am Ende sind’s die Frösche – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Der Mensch im Business 2/3: Am Ende sind’s die Frösche



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Am Anfang aller Veränderung steht oft die Furcht vor dem Neuen. Im Nachhinein betrachtet verlieren Veränderungen meist ihren Schrecken. Warnten Mediziner noch zu Beginn der Eisenbahn vor den Gefahren für die Passagiere aufgrund der Schnelligkeit der neuen Fortbewegungsart, so nutzen wir heute selbst Hochgeschwindigkeitszüge ohne gesundheitliche Beeinträchtigung.

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Will man den Sumpf austrocknen,…

… lässt man nicht die Frösche darüber abstimmen

Kaum ein anderer Aphorismus drückt mehr Hilflosigkeit und Missmanagement in einem Satz aus. Über die Austrocknung des Teiches nachzudenken, bzw. einen Betrieb zu schließen, zeigt Versäumnisse der Vergangenheit auf.

Statt sich beizeiten auf sich verändernde Einflüsse einzustellen, wird bis zum Schluss gewartet, um dann zu kapitulieren – den Lebensraum der Frösche auszutrocknen, die Mitarbeiter ihrer Lebensgrundlage zu berauben.

Chancen rechtzeitig erkennen

Der Teich steht für ein existierendes Geschäft, das über einen bestimmten Zeitraum aufgebaut und betrieben wurde. Über die Schließung zu diskutieren kann nur der finale Schritt sein. Aber was ist mit den vielen kleinen Schritten davor?

Was ist mit den Anzeichen für Veränderungen oder gar Bedrohung? Zwischen ‚ein Geschäft betreiben’ und ‚ein Geschäft schließen müssen’ gibt es viele Chancen, den finalen Schritt abzuwehren.

Das Umfeld aufmerksam beobachten

Eine permanente Marktbeobachtung gibt frühzeitig Hinweise auf veränderte Gegebenheiten. Für Unternehmen gilt jetzt:

Nicht ignorieren oder schön reden: Das gibt sich schon wieder! Der wachsende Wettbewerbsdruck oder plötzlich(!?) vorhandene Überkapazität wird dann zum Grund für Restrukturierungen oder gar die Schließung.

Tatenlosigkeit im Management

Welch schlechtes Zeugnis des Managements gegenüber den Fröschen – pardon Mitarbeitern – für die eigene Tatenlosigkeit!

Auf einer Versammlung im Facheinzelhandel wurde ernsthaft gefragt, „ob sich das mit dem Internet und dem Onlinehandel nicht auch wieder von selbst erledigen könne. Dann wäre das Bedrohungspotenzial ja schließlich auch weg.“ Ja, liebe Einzelhändler, das Internet wird verschwinden, aber nur, weil es dann durch etwas noch Gewaltigeres ersetzt wird!

Erkennen und reagieren

Die Betreiber von Pferdekutschen glaubten Ende des 19. Jahrhunderts auch, dass die neue Art der Fortbewegung mit dem Automobil wieder verschwindet. Bezeichnenderweise wurde das Auto von keinem von ihnen entwickelt. Parallelen zum heutigen fahrerlosen Auto, mit Apple, Google oder Uber als Treiber, sind sicher nicht zufällig.

Rechtzeitiges Erkennen der Veränderung, gepaart mit einer Portion Mut und etwas Glück, sichern den Erhalt des Teiches statt ihn auszutrocknen. Er mag sich verändern, der Besatz größer oder kleiner sein, aber der Teich bleibt!

Evolution statt Revolution

Evolution ist meist erfolgreicher als Revolution. Radikales Eingreifen in die Natur führt leicht zum Gegenteil, z. B. Überschwemmungen nach Flussbegradigungen. Auch im Wirtschaftsleben bringen Kahlschlag und allzu kurzsichtige Eingriffe oft ungeahnten negative Folgen.

Der Hype um die Internet-Blase in den 90er Jahren und der damit verbundenen Verunglimpfung der „old-economy“ hat das anschaulich gezeigt. Die Internet-Blase ist geplatzt und die „old-economy“ hat gerade im Energiesektor zu Beginn des neuen Jahrtausends einen wahren Boom erlebt.

Glückspilz oder für immer Frosch

Ein Armutszeugnis ist die Verunglimpfung der Mitarbeiter. Wer möchte schon gerne als Frosch betitelt werden? Nur ein Glückspilz wurde von der Prinzessin geküsst. Alle anderen Frösche fristen ihr Leben unspektakulär.

Oft erkennen gerade Mitarbeiter betroffener Geschäfte die Anzeichen der Veränderung frühzeitig. Es sind die Menschen im täglichen Kontakt zu Kunden und Lieferanten, die den Markt täglich spüren. Warum werden diese Menschen nicht gehört? Warum werden ihre Anmerkungen und Hinweise nicht ernst genommen?

Management + Leadership = Erfolg

Liegt es daran, dass nicht mehr zwischen Management und Leadership unterschieden wird? Die deutschen Begriffe leiten und führen, machen diesen Unterschied sehr deutlich. Über den Fortbestand des Teiches nachzudenken ist leiten, sich mit den Fröschen zu beschäftigen führen.

Beides zusammen buchstabiert man E R F O L G. Wird unisono ‚gemanagt’, werden Führungsaufgaben mit denselben Mechanismen angegangen wie die Leitungsthemen. Es gibt Prozesse, Tools, Methoden und jede Menge Controlling. Und dabei zu wenig Mensch(liches).

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