Gesund im Job

Management-Kompetenz & Selbstführung: Führe Dich selbst, sonst folgt Dir keiner



Egal, aus welchem Stall wir kommen, wie intelligent wir auch sein mögen und wie sehr uns das Glück hold ist. Zu überdurchschnittlich dauerhafter Gesundheit, Zufriedenheit und wirtschaftlichem Erfolg gelangt nur, wer eines kann: sich selbst führen.

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In der Kindheit beginnts und wird gefördert durch die Natur

Der Samen für diese Fähigkeit wird bereits in der Kindheit gelegt. Beständige Schulung und Entwicklung der Kunst sich selbst zu führen, bietet auf besonders wertvolle Weise die Natur.

Dunedin, Neuseeland 1975: Über 1.000 Dreijährige werden in ihrem Verhalten und ihren Gewohnheiten beobachtet; über einen Zeitraum von 38 Jahren. Diese, immer noch laufende, sogenannte „Dunedin-Studie” ging mit ihren beständig überzeugenden Ergebnissen in die Geschichte der Verhaltensforschung ein. Sie zeigt, wer über Selbstdisziplin, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer verfügt, verhilft sich dauerhaft zu einem höheren Lebensniveau. Das motiviert. Doch woher wissen wir, ob wir uns schon passabel selbst führen oder ob da noch viel Luft nach oben ist?

Das Kollektiv kaschiert unsere Selbstführungskompetenz

Insbesondere, wo doch unsere Welt so voll ist von Ablenkungen, von Bremsen als auch von passablen Helfern. Im Berufsalltag ist es meist unmöglich festzustellen, welcher Erfolg auf wessen Kappe geht. Wo Dutzende, Hunderte oder gar Tausende Hände ineinandergreifen, kaschiert sich der Erfolgsanteil des einzelnen bis zur Nachweisbarkeit.

Wir meinen zwar häufig welch wundersam gewaltige Hebel wir tagtäglich bewegen. Doch zeigt sich bei einem unerwarteten Ausfall mehr als deutlich, wie gründlich die Heerschar der tausend Hände unsere Hebelwirkung absorbiert. Zu allermeist sind wir erst wirksam, weil die vielen anderen ihren Anteil beitragen und nicht umgekehrt.

Wir sitzen leider häufig der Utopie auf, ungemeine Künstler der Selbstführung zu sein. Unterliegen wir kollektiv dem Glauben ungemein selbstführungskompetent zu sein, fällt es uns gar nicht auf, dass wir da gemeinsam eine gigantische Erfolgsbremse pflegen.

Wie kann ich feststellen, wie gut ich mich selbst führen kann?

Ein Indiz, wie weit es um unsere Selbstführungskompetenz steht, zeigt uns bereits ein ehrlicher Blick auf ausnahmslos alle unsere Lebensbereiche. Da wird schnell klar, wo wir unsere Schokoladenseiten beim Uns-selbst-Führen haben und wo wir hilflos wie Treibgut sind.

Sind wir auf der Karriereleiter schon gut geklettert, Leibesfülle, Gesundheitszustand und Fitnessgrad konnten aber leider von diesem gestiegenen Niveau noch nicht profitieren? Sind wir der beste Kumpel der Welt, die Qualität unserer Liebesbeziehung oder familiären Bande sind aber dauerhaft unterirdisch? Sind wir aller Welt Freund, fühlen uns aber tief drinnen einsam und verlassen?

Was macht nun die Natur Besonderes mit uns?

Halten wir uns permanent im Kollektiv auf, können wir einfach nicht feststellen, welche exakten Wirkungen unser Verhalten hat. Sind wir allein, zeigt sich zweifelsfrei, wie wirksam unser Handeln und unsere Fähigkeit uns selbst zu steuern entwickelt ist. Die Natur bietet uns im Zusammensein mit uns selbst die notwendige Umgebung für direkt nachvollziehbare und zu bewältigende Herausforderungen.

  1. Überstehen wir einen kalten Regenschauer einfach einmal oder suchen wir panisch nach Schutz?
  2. Geben wir zu, uns verlaufen zu haben und gehen bis zu einem sicheren Punkt zurück oder halten wir auf Gedeih und Verderb an unserem Weg fest?
  3. Bleiben wir in der surrenden Mückenwolke ruhig und vermeiden so viele Stiche oder fuchteln wir wild um uns und brechen die Wanderung ab?
  4. Verweilen wir entspannt unter einem Baum sitzend oder erliegen wir dem übermächtigen Wunsch ständig auf unser Smartphone zu blicken?

Mit einem Wort: wir schärfen unseren Blick für das, was uns wirklich wichtig ist und sehen unmittelbar, was unser Tun bewirkt.

Die Natur wirkt unnachahmlich reflektorisch. Sofern wir es zulassen.

Insbesondere wenn wir allein in der Natur sind, wird unsere Selbstreflexion angekurbelt. Selbstreflexion findet statt, wenn uns nichts ablenkt und wir uns die richtigen Fragen stellen. In der Natur ist unsere übliche Alltagswelt mit ihren gewohnten Eindrücken und Ablenkungen wohltuend im Pausemodus. Aber wozu brauchen wir Selbstreflexion? Sie ist nicht umsonst ein Bereich, den wir nur allzu gerne meiden. Ohne Selbstreflexion keine Entwicklung. Denn nur wo wir erkennen, wo wir noch Potential haben, können wir auch Hebel in Bewegung setzen, die wir bisher noch ruhen ließen und so neue Erfolge für uns schaffen.

Wir Menschen haben eine über Jahrmillionen währende Symbiose mit der Natur entwickelt. Die daraus entstandenen und völlig unbewussten Wirkungen der Natur auf Körper, Geist und Seele wirken heute unverändert stark und sicher. So wirkt die Natur auf unseren Geist wohltuend reinigend: wir befreien uns leichter aus destruktiven Gedanken, Gedankenreisen und eigener Geringschätzung. Dafür halten mehr positive Stimmungen und Gedanken Einzug. Wir blicken hoffnungsvoll, chancenorientiert, kreativ und motiviert in die Zukunft.


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  1. agnes@bsberlin

    Inspirierend. Eine von den Lektionen, die man im Leben lernt und dann auch mal wieder verlernt – aber das sollte man nicht. Vor allem nicht im Berufsleben, wo es doch so sehr darum geht, sein persönliches Glück (was und wo dies auch immer sein mag) zu finden und nicht irgendwem nach dem Mund zu reden und sich irgendwie bis in die Rente zu retten.

    • Simone Janson

      Danke für Ihren Kommentar. Dass es nicht darum geht, anderen nach dem Mund zu reden, sehen viele ja leider anders.
      Viele Grüße nach Berlin

  2. Linda Baumgartner
    Linda Baumgartner

    Führe Dich selbst, sonst folgt Dir keiner! https://t.co/iwJttJSlF2 #selbstmanagement #selbstreflexion

  3. Apuncto.

    RT @jobcollege: Management-Kompetenz & Selbstführung: Führe Dich selbst, sonst folgt Dir keiner von Jörg Romst… https://t.co/JACQiQNM6w #…

  4. KompetenzPartner
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  6. Simone Janson
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