Aktuelle Kolumne in DIE WELT: Sozialberufe – Image & Realität

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22.07.2016 711 Leser 0 Debatten 367 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 25 Sekunden

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In der aktuellen Kolumne in DIE WELT geht es heute um das schlechte Image, unter dem gerade helfende und soziale Berufe leiden. Doch das ließe sich mit recht einfachen Mitteln ändern. Berufsbilder & Karrieren  Berufsbild Tourismus Berufsbild Sozialwissenschaften & Geisteswissenschaften

TV-Moderator Tobias Schlegel wird Rettungssanitäter

Schlechte Bezahlung, unmenschliche Arbeitszeiten – sol lässt sich das Imageproblem der Sozielberufe zusammenfassen. Doch das könnte sich ändern, wenn man neben einer besseren Bezahlung die positiven, sinnstiftenden Aspekte der Arbeit mehr hervorheben würde.

TV-Moderator Tobias Schlegel sorgte vergangene Woche für große Überraschung mit seiner Ankündigung, seinen Job an den Nagel zu hängen und zukünftig als Rettungssanitäter arbeiten zu wollen. Sein Motiv: Etwas gesellschaftlich Relevantes tun.

Hohe Befriedigung aus sozialen Berufen

Sozialberufe, beispielsweise in der Pflege, haben nicht unbedingt das beste Image. Trotzdem ziehen die Mitarbeiter oft hohe Befriedigung aus ihrer Tätigkeit. Das scheint auch Schlegels Motiv für den Wechsel gewesen zu sein.

Auch Hans Pauli aus dem bayrischen Inzell wechselte von einer leitenden Position bei der Deutschen Telekom auf einen hauptamtlichen Posten im Standort Management bei der Bergwacht Bayern, wo er bereits seit 26 Jahren ehrenamtlich tätig war. Dort ist er heute für Wartung und Instandhaltung der digitalen Funkstandorte des Behördenfunks zuständig, der zum G7-Gipfel 2015 in Betrieb genommen wurde.

Image & Wirklichkeit

Keine einfache Tätigkeit, wie er sagt, „man sieht auch viel Schlimmes“. Während es in Fernsehserien wie „Die Bergretter“ immer gut ausgehe, sei das in der Realität leider nicht so. Auch spektakuläre Hubschrauber- und Abseil-Aktionen würden normalerweise viel besonnener ablaufen: „Leben und Sicherheit von Piloten und Hubschrauber gehen vor“, so Pauli.

Vermutlich tragen gerade solche Fernsehserien viel zum heldenhaften Image von Sozialberufen bei – während das schlechte Image andere Gründe hat: Oft fehlt schlicht eine adäquate Bezahlung, die der gesellschaftlichen Relevanz dieser Berufe angemessen ist.

Lobby-Arbeit ist gefragt

Nach Angaben des Portal gehaltsvergleich.com liegt das Durchschnittsgehalt für soziale Einrichtungen im Schnitt bei 2414 Euro brutto.

Wobei Altenpfleger mit durchschnittlich 1715 Euro im Monat am Ende der Skala stehen, während Führungskräfte über 3000 Euro verdienen. Hier ist viel Lobby- und Image-Arbeit gefragt, um Abhilfe zu schaffen.

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