Aktuelle Kolumne in DIE WELT: Falsche Vorbilder?


Viele jugendliche orientieren sich bei der Berufswahl an Vorbildern – meist an den Eltern, aber auch an Prominenten. Mit der Frage, wie sinnvoll das ist, befasst sich meine aktuelle Kolumne in der Tageszeitung DIE WELT, erschienen vergangenen Freitag. die welt


Warum orientiert man sich überhaupt an Vorbildern?

Das Ideal besteht darin, dass gerade junge Menschen ihren Beruf nach ihren persönlichen Fähigkeiten wählen. In der Realität zeigen gleich mehrere Studien, dass dem nicht so ist – viel mehr wird nach Vorbildern in der eigenen Familie oder – ersatzhalber – nach Prominenten geschaut.

Es ist ja auch logisch: Kaum jemand kann in dem Alter, in dem er sich für eine Ausbildung entscheiden soll, schon abschätzen, welchen Job er sein ganzes Leben lang ausüben will. Da orientiert man sich zwangsläufig an dem, was man schon kennt.

Die Faktenlage

Gleich mehrere Studien, etwa vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, vom Institut für Demoskopie Allensbach oder auch Daten aus der PISA-Studie zeigen, dass die Eltern großen Anteil an der Berufswahl ihrer Kinder haben.

Doch auch die Medien und das Internet sind wichtig – beispielsweise wollen die jungen Leute dann Arzt werden wie Dr. House oder „irgendwas mit Medien“ machen.

Wer nur der Herde hinterher trottet…

Das bekannte Sprichwort, dass ich hier gar nicht vollständig wiedergeben muss, gilt auch und gerade für die Berufswahl als Grundstein für den späteren Lebensweg.

Denn wer nur Bekanntes im Blick hat, verliert aus den Augen, welche ungeahnten Möglichkeiten es noch gibt. Und die Studien zeigen auch, dass sich die jungen Leute Orientierung wünschen, um aus der unüberschaubaren Masse an Ausbildungswegen den passenden herauszupicken.

Lebenslanges lernen

Schade nur, dass die meisten Eltern und Lehrer vor allem „sichere“ 9-5-Jobs im Blick haben, von denen es in Zukunft immer weniger geben wird, statt neue Ideen gezielt zu fördern.

Viel mehr solle man den jungen Leuten helfen, einen sicheren Grundstein zu legen, auf dem sie dann weitere Erfahrungen aufbauen können – Stichwort lebenslanges Lernen.

Die Ausbildung ist nur der Anfang

Denn dahin wird die Reise gehen: Gefragt ist nicht mehr die Ausbildung für den einen, lebenslangen Job oder gar die Karriere in einem Unternehmen.

Immer wichtiger wird hingegen Aspekt des lebenslangen Lernens, für die eine gute Ausbildung der Startpunkt sein kann – nach dem Motto: Erst einmal eine gute Grundlage legen, dann könnt Ihr später alles machen, was ihr wollt.

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