Internationaler Tag der Freundschaft & Unternehmensnachfolge: 10 Tipps für bessere Kooperation

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29.07.2016 901 Leser 5 Debatten 699 Wörter Lesezeit: 4 Minuten, 56 Sekunden
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Morgen, also am 30. Juli, ist Tag der Freundschaft. Und bei einer anstehenden Unternehmensnachfolge gilt wie in einer Freundschaft: Mehr gemeinsam schaffen und sich wunderbar ergänzen.

Unternehmensnachfolge

10 Tipps für freundschaftliche Unternehmensnachfolge

Steht im Mittelpunkt der Mensch – nicht die Umstände – und ziehen alle an einem Strang, so kann die sich ergänzende, kooperative Zusammenarbeit gelingen. Mehr gemeinsam schaffen lautet dann das Motto.

Die lohnende Mischung gerade im Hinblicke auf die Unternehmensnachfolge liegt in Tradition und Innovation begründet, das bedeutet also beibehalten und verändern. 10 Tipps, was Sie dazu beherzigen sollten:

  1. In aller Freundschaft: Der Titel dieser TV-Soap bietet sich als Leitmotiv für die Nachfolgeregelung bei (Familien-)Unternehmen an. Schätzungsweise 70.000 mal soll der Übergang von einer Führungsinstanz auf die nächste in den kommenden beiden Jahren vollzogen werden. In den unterschiedlichsten Ausprägungen.
  2. Interfamiliäre oder externe Nachfolger: Klassiker bei der Unternehmensnachfolge ist der Generationswechsel von den Eltern auf die Kinder oder in anderen interfamilären Konstellationen. Häufig übernimmt ein von außen kommender Geschäftsführer die neue Leitung. Auch durch Verkauf bzw. Verpachtung oder Einbringung in eine Stiftung kann das Fortbestehen des Unternehmens gesichert werden.
  3. Schaden durch Scheitern: Scheitert auch nur ein Teil der anstehenden Unternehmensnachfolgen, belastet dies die Volkswirtschaft. Wie groß der Schaden tatsächlich ist, lässt sich nicht beziffern. Enorm ist er in jedem Fall, betrachtet man die Folgen einer Insolvenz für alle Beteiligten – bis hin zum Verlust von Arbeitsplätzen.
  4. Gefühle mischen mit: Damit ein Wirtschaftsunternehmen erfolgreich weitergeführt werden kann, muss die Management-Verantwortung in die Hände der nachfolgenden Verantwortlichen übergeben werden. Das ist leichter gesagt als getan. Denn es werden ja nicht nur die betriebswirtschaftlichen Aspekte berührt. Diese sind in Zahlen fass- und messbar. Anders verhält es sich mit psychologischen Faktoren. Und die mischen bei einer Betriebsnachfolge ganz gehörig mit.
  5. Keine Deckungsgleichheit: Das subjektive Erleben von alter und neuer Führung, von „Senioren“ und „Junioren“ ist nicht immer deckungsgleich. Häufig wird zwar die Führung nominell in neue Hände gelegt, doch in Machtfragen bleibt erstmal alles beim Alten. Wörtlich. Das kann nicht gut gehen. Aus unterschiedlichen Sichtweisen entwickeln sich ganz leicht Differenzen, die je nach Funktion und Standort des Betroffenen als Sach- oder Rollenprobleme wahrgenommen werden. Und im schlimmsten Falle endet das ganze im Hauen und Stechen, im Kampf auf Leben und Tod (des Unternehmens).
  6. Freundschaft als Entwicklungshilfe: Läuft der gesamte Prozess dagegen in aller Freundschaft ab, in diesem ‚auf gegenseitiger Zuneigung beruhenden Verhältnis von Menschen zueinander’, kann Vieles sich ganz einfach entwickeln. Ganz einfach ist natürlich alles andere als ganz einfach. Die Betonung liegt auf entwickeln. Wer als Unternehmer eine Nachfolgeregelung plant, muss auch bereit sein loszulassen.
  7. Gegenseitiges Vertrauen: Was in der Vergangenheit richtig war und zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat, berechtigt zu einem gewissen Stolz. Es darf aber nicht von vorneherein verpflichtend sein, bisherige Strategien ungefragt übernehmen zu müssen. Eine gewisse Portion Vertrauen ist nötig. Vom bisherigen Unternehmer auf seine(n) Nachfolger, aber genauso umgekehrt. Wie in einer Freundschaft gehört dazu Geben und Nehmen.
  8. Miteinander reden: Ist diese Freundschaft noch jung, sollte sie gepflegt werden, damit sie weiter wachsen und verwurzeln kann und nicht bei ersten Unstimmigkeiten – und die werden nicht ausbleiben – zerbricht. Aber auch die schon länger bewährte Freundschaft bedarf der Pflege. Aufrichtige Kommunikation ist in beiden Fällen der beste Nährstoff dafür. Ob diese Verständigung bei regelmäßigen festen Terminen stattfindet oder bei gemeinsamen Auszeiten ist zweitrangig. Vorrangig ist, dass der Austausch stattfindet.
  9. Hinterfragen muss erlaubt sein: Das eigene und des anderen Werteverständnis sowie die Sinnhaftigkeit dürfen und müssen diskutiert, aber letztendlich auch akzeptiert werden. Warum soll ein erfülltes Familienleben dem Geschäftserfolg im Wege stehen? Muss man wirklich bis zum Umfallen arbeiten, um ein Vollblutunternehmer zu sein? Beschneidet die angestrebte Work Life Balance den Unternehmer in seiner Handlungsdynamik und schadet damit dem ihm anvertrauten Geschäft? Wird selbstredend vorausgesetzt, dass nur die eigene Ansicht Gültigkeit hat, sind Konflikte und Enttäuschungen vorprogrammiert.
  10. Werte als Fundament: Grundwerte können sich in einer anhaltend gelebten Unternehmenskultur ebenso manifestieren wie in der Anpassung an den permanenten wirtschaftlichen/gesellschaftlichen Entwicklungsprozess. Immer müssen sie jedoch anerkannt und transparent sein. Ich kann alle Beteiligten nur dazu ermuntern, frühzeitig den Grundstein zu legen. Instrumente wie Coaching, Seminare oder Mentorenprogramme können die nachfolgenden Gewerke unterstützen.
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