Innovation Zukunft-Trends & neue Denkmuster – Teil 3: Fischstäbchendenken – effizient, aber wirkungslos! – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Innovation Zukunft-Trends & neue Denkmuster – Teil 3: Fischstäbchendenken – effizient, aber wirkungslos!



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Organisationen erzeugen keine Innovationen, sondern sorgen durch »Fischstäbchendenken« für Effizienz.


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Innovation als Bedrohung

Darum wird alles ignoriert, was diese Logik bedroht: das wirklich Neue, die faktische Unklarheit, das mutige Ausprobieren, das unkontrollierte Zulassen. Doch genau diese Bedrohungen sind es, die Innovation überhaupt ausmachen.

Organisation klassischer Prägung verhindert also fatalerweise genau das, was sie für ihre Zukunftsfähigkeit benötigt – nämlich Innovation. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass im Kontext von Organisationen tagtäglich Innovation entsteht.

Doch ein Großteil dieser wirklichen Neuerungen kommt aus fremden Branchen, unorganisierten Garagenfirmen, von Individuen – und oft entstehen diese einfach durch Zufall.

Mehr Zufall wagen!

Eddie Obeng, Gründer einer der ersten virtuellen Business Schools weltweit, bemängelt, dass geregelte Abläufe mit klaren Unterstellungs- und Entscheidungsstrukturen keine Zufälle mehr zuließen. Statt sich das Überraschende zu »gönnen«, investiere man jahrelang sehr viel Energie in Voraussagen, die im Moment der Veröffentlichung bereits veraltet seien.

Ulf Pillkahn, Key Expert für Strategy, Innovation und Foresight der Siemens AG, geht noch ein Stück weiter. Er will das Zufällige wieder aktivieren und schlägt vor, Innova­tionen per Losver­fahren voranzutreiben. Man spart sich damit das sinnlose Prozedere der Chancenabschätzung nach klassischer Projektlogik, die ein klares Ergebnis suggeriert.

Innovation braucht rechtfertigungsfreien Raum

Kein Entscheider, kein Umsetzer und keine Ideengeberin müssen sich diesbezüglich für die Arbeit an einem neuen Thema, für die eingesetzte Zeit oder für das Scheitern rechtfertigen. Denn alleine der Zufall entscheidet darüber, was weiterverfolgt wird.

Einen anderen rechtfertigungsfreien Raum schaffen sich die Menschen selbst, wenn sie sich außerhalb des Unternehmens – oft in der Freizeit – vernetzen und mithilfe virtueller Formen der Zusam­menarbeit an der kreativen Lösung schwieriger Probleme tüfteln. InnoCentive ist eine solche Plattform, auf der Organisationen Probleme platzieren können, die andere dann für sie lösen.

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