Gesund Führen & Kommunizieren – Teil 5: Systemisches Konsensieren


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19.01.2016 175 Leser 5 Debatten 487 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 3 Sekunden
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Gesundes Führen zielt darauf ab, die Bedürfnisse der Einzelnen, des Teams, des gesamten Unternehmens und der Umgebung im Blick zu haben.

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Alle Beteiligten müssen gehört werden

Das bedeutet nicht, dass immer alle Wünsche erfüllt werden. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten, die Wert darauf legen, bedacht und gleichwertig gehört werden, anstatt dass die Bedürfnisse eines Chefs mehr zählen als die eines Mitarbeiters.

Wer sich auf diesen Weg macht, möchte die Seele seines Unternehmens oder Teams, also die Menschen, in den Fokus stellen.

Das Unternehmen besser kennenlernen im Change-Prozess

Häufig ist mir aufgefallen, dass überraschend viele Mitarbeiter ihr Unternehmen erst durch den gemeinsamen Veränderungsprozess so kennenlernen, dass sie in der Folge mehr Verständnis für Entscheidungen aufbringen, die der Sicherung des Unternehmens dienen – ab diesem Zeitpunkt hegen sie seltener den Verdacht, dass Maßnahmen gegen sie persönlich gerichtet seien.

Um die Beteiligung möglichst vieler Personen und den zeitlichen Aufwand in Balance zu halten, braucht es neue Entscheidungsmethoden für große Gruppen. Ich nutze dafür das Systemische Konsensieren.

Was ist Systemische Konsensieren?

Wenn alle Beteiligten bewusster und verantwortlicher denken und kommunizieren, ergibt sich ein anderes System des Miteinanders. Hier lässt sich unternehmerische Mitverantwortung über die gesamte Fläche des Unternehmens verteilen.

Erlauben Sie mir einmal mehr einen Vergleich aus der Natur heranzuziehen. Die Unternehmensform der Zukunft ist vergleichbar mit einem Seestern. Diese Organismen zeichnen sich dadurch aus, dass aus jedem einzelnen Bein eines Seesterns wieder ein vollständiger neuer Seestern entstehen kann – weil in jedem Bein alle Fähigkeiten und Informationen vorhanden sind, die auch den gesamten Organismus lebensfähig machen.

Nachfolgend betrachten wir einige grundlegende Schritte des Gesunden Kommunizierens, die Ihnen tagtäglich dabei helfen können, »Macht miteinander« im Unternehmen oder Ihrem Umfeld zu leben.

Der erste Schritt zur Erkenntnis: Die aufrichtige Selbstklärung

Gesundes Kommunizieren geht – in Anlehnung an die Gewaltfreie Kommunikation – davon aus, dass allem, was Menschen tun, der Versuch zugrunde liegt, sich ein Bedürfnis zu erfüllen. Die meisten Menschen reagieren im Gespräch jedoch nicht bewusst aus diesem Bedürfnis heraus, weil ihnen dieser Zusammenhang gar nicht klar ist.

Selbst das Gefühl, das die Situation in Bezug auf ihr Bedürfnis auslöst, machen sich die meisten nicht bewusst. Vielmehr reagieren sie sofort impulsiv, teilweise wie ferngesteuert.

Warum wir oft unbewusst unklar kommunizieren

Solange wir uns nicht selbst klären können, kommunizieren wir oftmals unbewusst und unklar, was für andere irritierend bis verletzend sein kann. Selbst sind wir dann gern beleidigt oder wütend, was uns eher von anderen trennt als in Verbindung bringt.

Auf Dauer führt unbewusste Kommunikation zu gestörten Beziehungen. Die Selbstklärung ist eine einfache Methode, die es uns ermöglicht, uns die Kette von der Wahrnehmung (dem eigenen, oft fantasiereichen Kopfkino) über das Gefühl und das dahinterliegende Bedürfnis bis hin zur konkreten Bitte bewusst zu machen. Anschließend können wir genau, ehrlich und gezielt ohne Vorwürfe ansprechen, was gerade in uns los ist und klären, was zu klären ist.

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