Feedback & Flexibilität gewünscht: Die attraktivsten Arbeitgeber für Young Professionals

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19.09.2016 3785 Leser 1 Debatte 601 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 16 Sekunden
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Die Automobilindustrie bleibt gefragt, aber auch andere Arbeitgeber machen von sich reden. Und: Mit ihrem Job sind die meisten jungen Arbeitnehmer zufrieden, wollen aber trotzdem wechseln. Warum, das zeigt der Universum Young Professional Survey 2016.

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Bosch – und andere Erfolgsstorys

Die Automobilindustrie bleibt der Deutschen liebster Arbeitgeber – das belegen die diesjährigen Rankings einmal mehr. Sogar Volkswagen kann sich trotz negativer Presse weiterhin gut behaupten: Im Ranking der Ingenieure verlieren die Wolfsburger gerade einmal drei Positionen. Hier zeigt sich, was eine gute Arbeitgeberkommunikation ausmacht!

Die Top-Aufsteiger in den Top 50 heißen in diesem Jahr EDEKA, REWE Group und Deloitte (Wirtschaftswissenschaften), Europäisches Patentamt (plus 62 Positionen bei den Ingenieuren) sowie Roland Berger Strategy Consultants (IT/Informatik). Dies sind Ergebnisse der jetzt veröffentlichten Universum Young Professional Survey 2016. Hieran beteiligten sich 8.375 berufstätige Akademiker, die maximal 40 Jahre alt sind und über ein bis acht Jahre Arbeitserfahrung verfügen.

Eine wahre Erfolgsgeschichte schreibt in diesem Jahr Bosch. In gleich drei Rankings konnte sich das Unternehmen in den Top Ten platzieren. Überall machte Bosch Plätze gut und schaffte Sprünge um bis zu acht Positionen nach oben – auch dies ist übrigens nicht zuletzt ein Erfolg der Arbeitgeberkommunikation, die Bosch besonders authentisch und innovativ gestaltet.

Zufrieden, aber auf dem Sprung

Die Zufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitgeber liegt im Durchschnitt bei 7 von möglichen 10 Punkten und ist damit als „gut“ zu bezeichnen. Trotzdem will fast jeder Dritte den Job wechseln – und zwar bereits innerhalb des kommenden Jahres! Als Hauptbeweggrund für den Jobwechsel werden eine bessere Vergütung und Zusatzleistungen angeführt.

Apropos Gehalt: Dass Frauen immer noch sehr viel weniger verdienen als Männer, wird durch den Universum Young Professional Survey 2016 ein weiteres Mal belegt. Während Frauen im Durchschnitt ein Jahresgehalt von knapp 40.000 Euro erzielen, sind es fast 51.000 Euro bei den Männern. Am höchsten liegen die Gehälter bei den Ingenieuren.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Fragt man die jungen Arbeitnehmer, welche Zusatzleistungen sie sich wünschen, wird ein guter alter Bekannter am häufigsten genannt: die betriebliche Altersvorsorge – die damit also keineswegs ein Auslaufmodell ist! Eine Renaissance der Werte …

Während die betriebliche Altersvorsorge bei Frauen und Männern gleich hoch im Kurs steht, sind andere Wünsche geschlechtsspezifisch: Frauen legen besonders großen Wert auf Weiterbildungsmöglichkeiten und Überstundenausgleich; Männern sind ein Firmenwagen und eine Gewinnbeteiligung lieber.

Ein Lob, bitte!

Doch noch einmal zurück zur hohen Wechselbereitschaft. Was können Arbeitgeber unternehmen, um die jungen Talente im Unternehmen zu halten? Eine Schlüsselrolle nehmen hierbei die Führungskräfte ein. So gelten „Führungskräfte, die meine Entwicklung fördern“ inzwischen als zweitwichtigster „Treiber der Arbeitgeberattraktivität“, direkt hinter einem attraktiven Grundgehalt.

Die Erwartungen der jungen Arbeitnehmer an ihre Vorgesetzten sind hoch. Insbesondere werden eine offene Kommunikation und häufiges Feedback vorausgesetzt. Was sich einfach anhört, ist in der Praxis oft schwierig. Nicht jedem liegt die neue Offenheit – und in so manchem Unternehmen ist ein regelrechter Kulturwandel vonnöten.

Zauberwort „Flexibilität“

Bei den langfristigen Karrierezielen steht nach wie vor eine ausgewogene Work-Life-Balance auf Platz 1. Doch ist „Work-Life-Balance“ natürlich ein weites Feld. Die Studie zeigt, was die jungen Arbeitnehmer konkret darunter verstehen.

Neben einem positiven Arbeitsklima wünschen sie sich vor allem Flexibilität, sprich: flexible Arbeitszeiten und flexible Arbeitsbedingungen. Arbeitgeber, die beides bieten können, erhöhen ihren Marktwert bei den eigenen wie bei potentiellen neuen Mitarbeitern ganz erheblich – eine gute Kommunikation vorausgesetzt.

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