Erfolgsfaktor Emotionen – Teil 4: Raus aus dem Tunnelblick


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24.03.2016 246 Leser 6 Debatten 629 Wörter Lesezeit: 4 Minuten, 29 Sekunden
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Ziele loslassen klingt einfach, in der Realität ist die Umsetzung aber oft schwierig. Die Lösung heißt: Raus aus dem Tunnelblick. Erfolg & Management  Ziele Sympathie Vertrauen Selbstfindung

Wie kommt man aus dem Tunnel?

Wenn wir uns ersteinmal dazu entschlossen haben, Ziele loszulassen, ist das ein erster und sicher sehr wichtiger Schritt.

Der nächste, größere Schritt ist es dann aber, sich nicht zu sehr mit dem einen, großen Ziel zu identifizieren und Platz für etwas anderes zu schaffen.

Zwanghaftes Denken ablegen

Dafür ist diese  Situation mit einem Klienten, der Cellist war, ein gutes Beispiel. Sein Ziel stand ihm sehr klar vor Augen, es hat auch zuvor ein Ringen darum stattgefunden, aber es konnte erst in die Realität eintreten, als er nicht mehr darauf fixiert war und innerlich so frei, dass er mit mir in eine Unterhaltung eintreten konnte.

Eine zu starke Identifizierung mit seinem Cellospiel hätte das Ergebnis nicht ermöglicht, da es zumindest unbewusst noch etwas von der Willenskomponente, die ein Ergebnis erzwingen will, gehabt hätte.

Ein Bild: Ihre Vision vom perfekten Urlaub

Übertragen Sie das einmal auf ein ganz einfaches Bild, z.B. Ihre Vorstellung von einem hunderprozentig perfekten Urlaub:

Sie haben dann vielleicht die Vision, die Schönheit des weiten Meeres unbedingt spüren zu wollen – und sind in der Realität enttäuscht, wenn das nicht so ist.

Freude empfinden ohne Fixierung

Viel besser wäre es doch, dass Sie sich nicht mehr darauf fixieren, unbedingt die Weite des Meeres spüren zu wollen oder die Schönheit eines Sonnenaufgangs mit allen Sinnen wahrnehmen zu müssen.

Sie erfreuen sich an Ihrer Vision, sind aber innerlich frei und offen für das, was geschehen wird und das mit Sicherheit in weiten Teilen nicht in Ihrem Einflussbereich liegen wird. Sie sind nicht mehr an dem Ziel verhaftet.

Ziele freilassen in der Kommunikation

Und wie übertragen Sie dies auf eine normale Kommunikationssituation? Angenommen, Sie wollen Ihre Mitarbeiter dafür gewinnen, die Genauigkeit bei der Arbeit und die Qualität der Kundenbetreuung zu erhöhen.

Das können Sie natürlich tun, indem Sie das Szenario der nicht schlafenden Konkurrenz aufbauen und letztlich über das Erzeugen von Zukunftsangst die Leute zu vermeintlich besserer Arbeit führen.

Wecken Sie Begeisterung

Sie können aber auch Ihre Begeisterung über die Qualität Ihres Produktes weitergeben. Sie haben sich so intensiv darum gekümmert, dass es wirklich das Beste ist, was – soweit Sie wissen – am Markt verfügbar ist.

Aus diesem Grunde müssen Sie nicht ständig in Sorge darum sein, ob jemand anderes daran einen Mangel finden könnte oder oder oder.

Ihre Überzeugung ist größer als Ihre Zweifel

Ihre Überzeugung ist so groß, dass Sie es loslassen können in dem Sinne, dass Sie darauf vertrauen, dass es seinen Weg gehen wird.

Und die notwendigen Unterstützungen werden, da Ihre Mitarbeiter sich von Ihrer Begeisterung haben anstecken lassen, von diesen mit Freude und in hoher Qualität geleistet werden.

Im Vertrauen auf die Entwicklung schauen

Jeder Kunden- und Außenkontakt wird nun als kleiner Schritt hin zur großen Vision empfunden und mit entsprechender Begeisterung und Ausstrahlung vollzogen werden.

Und Sie selbst können sich, da Sie nun frei sind und im Vertrauen auf die Entwicklung schauen, bereits mit den nächsten Projekten beschäftigen. Im ersten Fall hätten sie mit großem Aufwand Ihren Sorgen entsprechen und alles im Detail kontrollieren müssen. Davon sind Sie nun befreit.

Kompakt: Wie kann man Ziele loslassen?

Ziele loszulassen kann eine große Befreiung bedeuten. Sie vertrauen darauf, dass Ihre Vision, Ihr Plan oder Produkt seinen eigenen Weg gehen wird.

Sie haben Ihren Anteil beigesteuert und können nun loslassen und beobachten, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden.

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