Diskussionskultur in Job & Internet: Lassen Sie sich nicht unterbuttern!

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28.11.2016 456 Leser 0 Debatten 334 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 24 Sekunden

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Die Gesprächskultur hat sich in den letzten Jahren verschärft. Der Umgangston ist deutlich rauer geworden. Umso schwerer fällt es, angemessen zu reagieren, wenn man sich unerwartet einem verbalen Angriff ausgesetzt sieht. Marc-Stephan Daniel hat eine übergreifende Kommunikationsstrategie entwickelt, mit der man für alle Fälle gewappnet ist.

So wehren Sie sich gegen Psychopathen und Narzissten

Dass in der Wirtschaft mit harten Bandagen gekämpft wird, ist nichts Neues. Neu allerdings ist, dass dieser raue Umgangston immer weiter um sich greift – auch über die Wirtschaft hinaus – und jeder, der sich in dieser Situation nicht zu wehren weiß, von seinem Gesprächspartner gnadenlos untergebuttert wird.

Eine „dramatische Verschlechterung der Gesprächskultur“ hat der Psychologe Marc-Stephan Daniel festgestellt. „Was einmal die Ausnahme war“, schreibt er in seinem Buch „Tough Talk“, „nämlich andere eiskalt über den Tisch zu ziehen, ist fast schon die Regel geworden“.

Nicht die Butter vom Brot nehmen lassen

Mit seinem Buch will Daniel den Menschen helfen, die bisher der „Kampfkommunikation“ ihrer Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden hilflos ausgesetzt waren. Der Schlüssel zum Erfolg besteht in einem „professionellen Dialogmanagement“.

Ziel ist es, die „Steuerungshoheit über die Gesprächsführung niemals aus der Hand zu geben“. Wer im „Kampf“ mit seinem Gegner bestehen will, der muss nicht nur erkennen, mit welchen rhetorischen Waffen sein Kontrahent gegen ihn vorgeht, sondern er muss diese Waffen ebenfalls beherrschen.

Lassen Sie sich nicht in die Opferrolle drängen

In zahlreichen Beispielen und Gesprächsdialogen erläutert Daniel, wie man auch harten, aggressiven und unfairen Gesprächs- und Verhandlungspartnern Paroli bieten und sich Respekt verschaffen kann.

So analysiert er beispielsweise ein TV-Duell zwischen dem Moderator Michel Friedmann und dem AfD-Gründer Bernd Lucke, in dem Lucke gegen das aggressive Vorgehen Friedmanns nicht den Hauch eines Gegenmittels findet.

Fazit

Ein hilfreiches Buch, das zweierlei leistet: Zum einen öffnet es einem die Augen, um selbst zu erkennen, warum man in schwierigen Gesprächs- und Verhandlungssituationen immer wieder von anderen untergebuttert wird.

Und zum anderen zeigt es, mit welchen Gegenstrategien und Taktiken es gelingt, sich gegen solche „Gegner“ zu wehren und sich Respekt zu verschaffen.

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