Change-Management & innere Kritiker – Teil 2: Von geschenkten & vererbten Wuseln – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Change-Management & innere Kritiker – Teil 2: Von geschenkten & vererbten Wuseln



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Kinder lernen anfangs vor allem von ihren Eltern und dem näheren Umfeld in der Familie. Danach prägen der Kindergarten, Lehrer wie Mitschüler in der Schule, Freunde, Menschen im Sportverein … und … und … und. Die anfängliche Prägung durch das Weltbild der Eltern ist dabei besonders wichtig.

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Hier schreibt für Sie: Claudia Hupprich ist Managementberaterin für DAX-Unternehmen & mittelständische Unternehmen. Profil

Vorsicht vor der heißen Herdplatte!

„Vorsicht, fass da nicht drauf, die Herdplatte ist heiß!“ soll vermeiden, dass das kleine Kind eine schmerzhafte Erfahrung macht. Der Satz „Wenn du über die Straße gehst, musst du zuerst nach links, dann nach rechts und wieder nach links schauen“ hilft, sicher über die Straße zu gelangen.

Eltern entscheiden in den ersten Lebensjahren eines Kindes, was richtig oder falsch, was gut oder böse ist. Sie geben vor, wie Dinge gemacht werden müssen und wie nicht. Sie legen fest, was Kinder müssen und was nicht, was sie dürfen und was nicht.

Wenn Kinder die Vorgaben aufnehmen

Und das Kind nimmt diesen mentalen Rahmen auf, um sich in der Welt der Großen zurechtzufinden. Je schneller es die Regeln und Vorgaben der Eltern aufnimmt, desto schneller können die Eltern davon überzeugt sein, dass das Kind jetzt selbstständig in der Welt agieren kann, es hat ja die elterlichen Vorgaben übernommen.

Leider unterstützen jedoch nicht alle Vorgaben, Regeln und Hinweise der Eltern die Kinder in ihrer Entwicklung, mögen sie auch noch so gut gemeint sein.

Was Kinder wirklich hören

Es gibt Einiges, das Kinder zu hören bekommen, das mit einer bestimmten Absicht von großen Menschen gesagt wird, aber bei kleinen Menschen einen ganz und gar anderen Effekt zeigt. Was hören Kinder denn zum Beispiel so?

  • „Fass das nicht an, sonst geht es noch kaputt.“
  • „Doch, du bist müde.“
  • „Reiß dich zusammen, Jungen weinen nicht.“
  • „Beeil dich, du verplemperst schon wieder unsere Zeit.“
  • „Das kannst du doch bestimmt noch viel besser.“
  • „So etwas macht man nicht!“
  • „Streng dich mehr an!“
  • „Mach keine halben Sachen.“
  • „Gib immer dein Bestes.“
  • „Du bist genau wie dein Vater/deine Mutter/dein Opa/etc.“
  • „Wenn du so weitermachst, wirst du es nie zu etwas bringen.“

Gut gemeint ist nicht gut

Manche dieser Sätze erscheinen gut gemeint, andere nur unüberlegt. Die Aussage jedoch, die beim Kind ankommt, unterscheidet sich oft erheblich von dem, was eigentlich gesagt wurde. Der Satz „Fass das nicht an, sonst geht es noch kaputt!“ kann, wenn er nur oft genug gehört wurde, verstanden werden als „Ich bin ungeschickt und mache immer alles kaputt“.

Die permanente Aufforderung, sich zusammenzureißen, lehrt das Kind vielleicht, dass es wesentlich erwünschter ist, die Kontrolle zu behalten und Gefühle nicht zuzulassen. Und bedeutet „Mach keine halben Sachen und streng dich mehr an!“ vielleicht auch, dass Fehler unerwünscht sind oder alles immer geradezu perfekt sein muss?

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