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Was bringen Arbeitszeugnisse – 3/3: Die Top 5 Pro-Argumente



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Arbeitszeugnisse gehören abgeschafft, so die einhellige Meinung vieler Experten. Aber es gibt auch eine Reihe von Pro-Argumenten, die für Beibehaltung  von Arbeitszeugnissen als Leistungsnachweis von Arbeitnehmern ins Feld geführt werden.

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Alte Besen kehren gut

Gegen die Argumentation der Zeugniskritiker hat sich aber auch zum Teil heftiger Widerstand formiert. Der O-Ton der Kritik: Warum ein gut funktionierendes Instrument abschaffen, wenn alte Besen doch noch gut kehren?

Statt über die Abschaffung des Bewertungsinstruments nachzudenken sollten sich Personalabteilungen wieder auf die Erstellung der früher üblichen differenzierteren Leistungsbewertungen besinnen, die sie auch selbst von Bewerbern erwarten.

Was bringen Arbeitszeugnisse? Die Top 5 Pro-Argumente

  1. In Ländern, in denen ein urkundlicher Nachweis wie das deutsche Arbeitszeugnis nicht üblich ist (z.B. in den USA und in Großbritannien), hat sich längst ein eigener Industriezweig entwickelt. Dieser beschäftigt sich exklusiv mit der Durchführung von „Background Checks“, um die Korrektheit der Angaben in Bewerber-Lebensläufen zu überprüfen. Diese Nachforschungen sind im Vergleich deutlich teurer als die Erstellung und Korrektur von Zeugnis-Urkunden. Aufgrund des relativ strikten Datenschutzes in Deutschland müsste zudem mit kostspieligen Klagen „ausspionierter“ Bewerber gerechnet werden.
  2. In den vergangenen Jahren hat sich eine standardisierte Sprache für den „Letter of Reference“ etabliert, die u.a. mit sogenannten „red flags“ arbeitet: Formulierungen, die versteckt auf gravierende Probleme mit dem Arbeitnehmer hinweisen. Verbunden damit ist eine stetig steigende Anzahl von Klagen gegen Referenzaussteller. Der Aufwand, den der internationale Letter of Reference in den Personalabteilungen und vor Gerichten verursacht, gleicht daher zunehmend dem des deutschen Arbeitszeugnisses.
  3. Umfragen zeigen, dass sich deutsche Unternehmen möglichst aussagekräftige schriftliche Angaben zur Beurteilung von Stellenaspiranten wünschen. Ein Anruf bei früheren Arbeitgebern zur Einholung von Auskünften ist in Deutschland, anders als z.B. in den USA, völlig unüblich. Dem Arbeitszeugnis kommt hierbei als einziges neutrales (also nicht vom Arbeitnehmer selbst erstelltes) Dokument in den Bewerbungsunterlagen eine unverzichtbare Rolle zu.
  4. Arbeitszeugnisse sind ein wichtiger Motivationsfaktor. Arbeitnehmer in Deutschland wissen, dass ihre Leistungen vom Arbeitgeber abschließend bewertet werden und dass diese Bewertung bei jeder zukünftigen Neubewerbung von Bedeutung sein wird. Eine wertfreie Arbeitbescheinigung oder ein unverbindliches Empfehlungsschreiben, das nur kurzzeitig verwendet wird, können diesen leistungsfördernden Impuls nicht geben.
  5. Die Kenntnis des Zeugniscodes gehört schlicht zum Handwerkszeug eines jeden Personalers und kann letztlich relativ leicht erlernt werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich jeder Personaler ein aussagekräftiges Zeugnis bei einer Bewerbung wünscht, muss klar sein, dass man nicht etwas erwarten kann, was man selbst zu leisten nicht bereit ist.
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