Arbeitsplätze für räumlich getrennte Teams: 3 Tipps für den digitalen Wandel


Die Internationalisierung der Arbeitswelt stellt neue Herausforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter. Einen wichtigen Beitrag dazu können intelligente Raumlösungskonzepte leisten.

Intelligente Raumgestaltung unterstützt die Internationalisierung der Arbeitswelt - Foto Steelcase

Bildrechte: Bildmaterial von Steelcase.

Internationalisierung und Identifikation – schließt sich das aus?

Die globale Verflechtung der Wirtschaftsräume, der weltweite Wettbewerb, die internationale Arbeitsteilung und damit auch die Komplexität nehmen stetig zu. Technischer Fortschritt, vor allem im Bereich der Transport- und Kommunikationstechnologien, treibt diese Entwicklung weiter voran.

Auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beschäftigt sich intensiv mit den Herausforderungen der globalen Arbeitswelt. Im „Grünbuch Arbeiten 4.0“ spricht Bundesarbeitsminsterin Andrea Nahles davon, dass die Arbeit der Zukunft nicht national, sondern global gedacht und die daraus entstehenden Chancen genutzt werden sollen.

Unternehmen werden in diesem Zusammenhang mit den verschiedensten Herausforderungen konfrontiert:

  • Weltweit agierende Teams müssen trotz unterschiedlicher Zeitzonen gemeinsam Lösungen finden.
  • Mitarbeiter im Homeoffice, Telearbeit oder Crowdworking verlieren die Nähe und Identifikation zum Unternehmen.

Wie können wir damit umgehen?

Arbeiten in räumlich getrennten Teams: Ungleiche Präsenzen

Der digitale Wandel bringt Personen in räumlich getrennten Teams – oftmals über Ländergrenzen hinweg – miteinander in Kontakt. Dies erschwert das gemeinsame Miteinander, das kollektive Lösen von Problemen sowie die Kommunikation im Allgemeinen.

Bereits die grundlegende Koordination, z.B. Termine vereinbaren und Meeting-Räume buchen, können nicht länger per Zuruf erledigt werden. Durch die Zusammenarbeit in unterschiedlichen Zeitzonen, Sprachen oder Kulturen kann die effektive Umsetzung von Projekten zusätzlich erschwert werden. Im schlimmsten Fall leidet nicht nur die Effizienz der Teams, sondern auch der Zusammenhalt der Kollegen.

All diese Faktoren lassen sich unter dem Begriff „ungleiche Präsenz“ zusammenfassen. Damit Unternehmen ihre Mitarbeiter über Ländergrenzen hinweg zusammenbringen, deren Leistungsfähigkeit verbessern und so das gesamte Potenzial des Unternehmens ausschöpfen können, bedarf es leistungsfähiger Kommunikationstechnologien und innovativer Konzepte für eine effektive Vernetzung.

Identifikationsverlust mit dem Unternehmen

Im Zuge der Auflösung der physischen Bindungen an den Arbeitsplatz hat zudem ein gravierender Wertewandel stattgefunden: Das traditionelle Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitern wurde komplett über Bord geworfen, Unternehmenstreue ist immer weniger ein Begriff und die Identifikation mit dem Arbeitgeber geht zunehmend verloren.

Diese Entwicklung ist kritisch, denn für jedes Unternehmen ist es von elementarer Bedeutung, talentierte Mitarbeiter anzuwerben und langfristig an sich zu binden.

Wohlbefinden und Arbeitsengagement dank informellem Networking

Die schwindende Identifikation mit dem Unternehmen sowie die immer seltener werdenden direkten Kontakte mit Kollegen sind zwei Schlüsselfaktoren, die das Engagement der Mitarbeiter negativ beeinflussen.

Dagegen können Networking, private Kontakte mit Kollegen bis hin zum Aufbau von Freundschaften entscheidend zum Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz und deren Engagement beitragen. Die Gallup-Studie zum Arbeitsengagement 2014 hat zum Beispiel herausgefunden, dass es dem Engagement förderlich ist, wenn der Mitarbeiter einen guten Freund am Arbeitsplatz hat.

Entscheidender Faktor: Intelligente Raumgestaltung

Die Internationalisierung der Arbeitswelt stellt also neue Herausforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter: Räumliche Distanzen müssen überwunden, die Identifikation des Teams sichergestellt und das Wohlbefinden der Mitarbeiter gesteigert werden.

Gelingt dies, können Internationalisierung und Identifikation gemeinsam stattfinden, anstatt Widerspruch zu sein. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten intelligente Raumlösungskonzepte, z.B. vom Büroexperten Steelcase:

  1. Videokonferenzsysteme: Sie helfen räumlich getrennt arbeitenden Teams, trotz der Distanz eine persönliche Beziehung aufzubauen. Dabei ist es wichtig, dass sich alle Teilnehmer gut sehen und hören können, aber gleichzeitig die präsentierten Inhalte im Blick haben. Die Arbeitsumgebung sollte möglichst viel Bewegungsfreiheit bieten – das hält die Teams aktiv und motiviert.
  2. Geeignete Arbeitsumgebungen: Mitarbeiter müssen für ihre vielfältigen Aufgaben die richtige Arbeitsumgebung nutzen können – ein Raum für konzentriertes Arbeiten, ein Bereich für konstruktive Teamarbeit oder vielleicht auch ein Steharbeitsplatz für mehr Aktivität.
  3. Informelle Austauschmöglichkeiten: Mitarbeiter profitieren von informellen Bereichen, in denen sie sich austauschen, sich auf privater Ebene kennenlernen und netzwerken können. Ein WorkCafé kann so ein Raum sein – also eine Cafeteria, die gleichzeitig Arbeits- und Meetingraum ist.
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