5 Tipps für Talent-Management im Recruiting: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen

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16.11.2016 865 Leser 9 Debatten 755 Wörter Lesezeit: 5 Minuten, 14 Sekunden

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„Der Kampf um Talente“, „Mangelware Fachkräfte“, „Der Faktor Mensch“, „Human Capital Management“ – Fachkräftemangel ist ein Dauerbrenner in deutschen Medien. Häufig liest man dabei Begriffe und Phrasen, die besagte „Fachkräfte“ als gesichtslose, beliebig formbare Masse erscheinen lassen. recruiting-hig-potentials-talent-management

Warum fällt es Unternehmen schwer, Mitarbeiter zu überzeugen?

Wie hoch der Bedarf an Fachkräften in den verschiedenen Märkten genau ist, soll an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Wir nehmen vielmehr einen Perspektivenwechsel vor. Schließlich haben die so viel zitierten Fachkräfte eine komplett andere Sicht auf das Thema:

Für sie stellt sich der Mangel der anderen Seite als Überangebot dar. Sie sind in der komfortablen Situation, den für sie optimalen Arbeitgeber zu wählen – aus einer Fülle von Unternehmen, die um ihre Aufmerksamkeit buhlen. Warum fällt es so vielen Unternehmen offenbar so schwer, die Arbeitssuchenden von sich zu überzeugen?

Fachkräftemangel: Eruieren statt spekulieren

Ein Teil der Antwort auf diese Frage gründet sicherlich auf der Tatsache, dass viele Unternehmen nicht wissen, mit welchen Angeboten oder auch weichen Faktoren sie potentielle neue Beschäftigte locken können. Woher auch – sie wissen oft nicht oder nur unzureichend, was der aktuelle Mitarbeiterstab so denkt. Unser Lösungsvorschlag für das Problem „Fachkräftemangel“: eruieren statt spekulieren – und zwar im eigenen Unternehmen.

Das eigentliche Human-Kapital, das „gemanagt“ werden sollte, ist in den Köpfen der aktuellen Mitarbeiter. Dort stecken die Wünsche und Erwartungen an den Arbeitgeber, die – wenn sie gehört und ernst genommen werden – die Mitarbeiter zufriedener und so auf lange Sicht das Unternehmen erfolgreicher machen.

Zufriedene Mitarbeiter sind die besten Recruiter

Mitarbeiterzufriedenheit ist eine Recruiting-Motor, denn zufriedene Mitarbeiter werden für ihr Unternehmen werben: Punktuell über Mund-zu-Mund Propaganda oder mit größerer Reichweite über Arbeitgeber-Bewertungsplattformen im Internet.

Doch in den Köpfen steckt noch mehr Wertvolles. Ihre Mitarbeiter wissen, wo die Stärken und die Schwächen im Unternehmen selbst liegen und haben mit Sicherheit Verbesserungsvorschläge. Die meisten Mitarbeiter teilen dieses Wissen gerne, wenn sie die Erfahrung machen, dass ihr Input auch gehört und umgesetzt wird.

5 Tipps für besseres Talentmanagement

Wie geht nun also besseres Talentmanagement? Wir haben da 5 Tipps für Sie, wie das gelingen kann – denn eigentlich ist es ganz einfach:

1. Nehmen Sie Feedback ernst

Fragen Sie gezielt nach, was Ihren Mitarbeitern Sorgen bereitet, was sie motiviert und welche Werte sie vertreten. Mit Feedback Management machen Sie die Werte Ihrer Mitarbeiter glaubwürdig zum festen Bestandteil der Unternehmenskultur.

Indem Sie Mitarbeiterfeedback ernst nehmen und professionell managen, zeigen Sie Ihrem Team ganz deutlich Ihre Wertschätzung. Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen und sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren können, sind motivierter, produktiver und kündigen seltener.

2. Nutzen Sie die Erfahrung und das Wissen Ihrer Mitarbeiter

Das Wissen Ihrer Mitarbeiter kann sogar zum Wettbewerbsvorteil für Ihr Unternehmen werden. Von Komplimenten bis zu Beschwerden hören Ihre Mitarbeiter alles. Fragen Sie nach, was die Kunden (und auch Nicht-Kunden) sagen

  • während des Verkaufsprozesses.
  • bei Support-Anrufen.
  • beim Umtausch oder der Rückgabe von Waren.
  • auf Social-Media-Kanälen des Unternehmens oder den persönlichen Social-Media-Accounts der Mitarbeiter.
  • im Freundes- und Bekanntenkreis.

3. Fragen Sie zielgerichtet

Stellen Sie Ihren Mitarbeitern zielgerichtete Fragen: Haben Sie gehört, dass einer unserer Mitbewerber in einer Sache besser ist als wir? Was konkret macht die Konkurrenz besser? Worüber beschweren sich die Kunden bei unseren Produkten? Und was sind die häufigsten Beschwerden über die Produkte des Wettbewerbs?

Verwenden Sie eine konsolidiertes Feedback Software, um dieses Wissen – regelmäßig und konsequent – in Ihre Wettbewerbsanalyse zu integrieren. Sie werden überrascht sein, was Ihre Mitarbeiter aufdecken, wenn sie einfach aus ihrem Tagesgeschäft berichten.

4. Führen Sie Mitarbeiterbefragungen durch

Das geht sogar noch einen Schritt weiter: Führen Sie regelmäßige Mitarbeiterbefragungen durch.

Unternehmen, die das Feedback ihrer Mitarbeiter ernstnehmen, steigern nachweislich die Qualität ihrer Produkte und Services und damit letztendlich ihre Profitabilität.

5. Stellen Sie den Menschen und sein Wissen in den Mittelpunkt

Das Wissen Ihrer Mitarbeiter ist ein wichtiges Kapital. Professionelles Feedback Management erschließt dieses Kapital – zum gegenseitigen Nutzen:

  • Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt, ihre Zufriedenheit erhöht sich
  • Zufriedene Mitarbeiter bleiben im Unternehmen und werben zudem aktiv neue Kollegen
  • Sie sind motivierter und verhelfen dem Unternehmen durch ihr Wissen zu Wettbewerbsvorteilen und somit zu mehr Erfolg
  • Erfolgreiche Unternehmen sind attraktive Arbeitgeber, sowohl für bestehende Mitarbeiter als auch für arbeitssuchende Fachkräfte

Stellen Sie also den Menschen und sein Wissen in Ihrem Unternehmen in den Mittelpunkt, dann ist Fachkräftemangel von nun an für Sie Geschichte.

Tauschen Sie sich mit uns aus

Nutzen Sie in Ihrem Unternehmen bereits Mitarbeiterfeedback? Wir freuen uns, wenn Sie sich mit uns über dieses spannende Thema austauschen möchten und sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.

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  1. Petra Muehlbauer

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