10 Tipps für mehr Gelassenheit in Job & Alltag: Raus aus der Konfliktfalle

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15.11.2016 540 Leser 5 Debatten 918 Wörter Lesezeit: 6 Minuten, 51 Sekunden

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Konflikte in Beruf- und Privatleben können ausgesprochen belastend und hinderlich sein. Die „Lucky-Hand-Methode“ zeigt Wege aus dem Teufelskreis belastender Konflikte auf: Wie können wir souverän mit Konflikten umgehen oder diese sogar vermeiden und so unser Wohlbefinden verbessern? konfliktbewaeltigung

Worum geht es?

Konflikte und gestörte Beziehungen belasten zahlreiche Menschen – privat und am Arbeitsplatz. Ein Teufelskreis, aus dem viele kaum noch herausfinden. Die „Lucky-Hand-Methode“ zeigt Ihnen, wie Sie entspannter arbeiten, leben und kommunizieren können.

Vermittelt werden dafür u. a. Wege zu mehr Dankbarkeit, besserer Urteilskraft sowie eine überzeugende Kommunikationstechnik zum konstruktiven Umgang mit Konflikten. Ich habe diese Methode so konzipiert, dass der Anwender sich die darin enthaltenen Hinweise leicht merken und sie im Alltag anwenden kann. Als Merkhilfe dient Ihre Hand: Jeder Ihrer fünf Finger steht für eine der zu dieser Methode gehörenden Techniken.

10 Tipps für das Vermeiden von Konflikten

Bevor Sie mit dem Praktizieren der Methode beginnen, sei die Grundbedingung dafür genannt, diese Methode erfolgreich anwenden zu können – so kurz wie zutreffend formuliert von Mahatma Ghandi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

  1. Selbst vorleben: Was wir von anderen erwarten, sollten wir selbst vorleben. Ghandi formulierte hier die uralte Erkenntnis der Menschheit neu, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Veränderung beginnt bei uns selbst. Wer nicht dazu bereit ist, den ersten Schritt zu wagen, wer weiterhin unbeirrt sein Verhalten davon abhängig macht, dass „die anderen“ anfangen, der wird von den folgenden Ausführungen nicht profitieren. Wer jedoch zur Einsicht bereit ist, selbst beginnen zu müssen, damit sich – mit weniger Streit und mehr Harmonie – etwas zum Guten wenden kann, der ist hier genau richtig.
  2. Resonanzgesetz anwenden: Der Wirkmechanismus ist ein einfacher: Wenn Sie Ihr Verhalten ändern, und zwar dauerhaft, dann wird es Ihr Gegenüber sehr wahrscheinlich auch tun. Es gilt das Bumerang-Gesetz (auch „Gesetz der Anziehung“ oder „Resonanzgesetz“ genannt). Es besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht. Das, was Sie aussenden, vorleben und praktizieren, kehrt wie ein Bumerang früher oder später zu Ihnen zurück. Das mag sich esoterisch anhören. Aber selbst hartnäckigen Zweiflern dürfte klar sein: Es geht gar nicht anders. Wir können nur uns selbst ändern, niemals jemand anderen.
  3. Die Lucky-Hand-Methode: Die Lucky-Hand-Methode setzt keine chronologische Abfolge von Aktivitäten voraus – die Techniken können Sie einzeln oder in Kombination, abhängig von der jeweiligen Situation, einsetzen. Zunächst lernen Sie, wie Sie mit einer einfachen Formel mehr Dankbarkeit zeigen können. Anschließend erfahren Sie, wie Sie viel Ärger vermeiden können, wenn Sie öfter einmal schweigen. Mit der dritten Technik lernen Sie die Verhältnismäßigkeit von Problemen besser zu beurteilen. Die Fähigkeit zu Fragen steht im Mittelpunkt der vierten Technik – sie hilft, Konflikte zu vermeiden bzw. zu lösen. Den Abschluss bildet eine Kommunikationstechnik, mit der Sie kritisches Verhalten konstruktiv ansprechen können.
  4. Mehr Dank & Anerkennung: Woran scheitern viele Ehen, weshalb klagen Mitarbeiter so häufig über ihre Vorgesetzten, warum fühlen sich Kinder oft nicht verstanden? Aus einem ganz einfachen Grund: Weil viele Betroffene das Gefühl haben, zu wenig Anerkennung und Dank zu erhalten. Da hat man sich zum Beispiel ganz besonders für etwas oder jemanden eingesetzt und bekommt kein lobendes Wort. Egal, ob vom Partner, Chef, Lehrer oder von Freunden: Im Alltag hört man fast nie ein nettes Wort. Alles wird für normal erachtet. Mal ein Schulterklopfen, ein freundlich-ehrliches „vielen Dank“? Außerhalb der antrainierten Supermarkt-Freundlichkeit kaum zu finden! Die Folge: Beziehungen kühlen ab, Frust und Wut machen sich mangels Wertschätzung breit.
  5. Lob aussprechen: Mal ehrlich: Sprechen Sie denn hin und wieder Dank und Anerkennung aus? Sind Sie selbst auch zu sparsam mit Lob? Oft ist hier die Ursache, dass wir uns selbst nicht ausreichend wertgeschätzt fühlen. Denken Sie an das Sprichwort: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“ – und machen Sie sich bewusst, dass jeder Mensch Anerkennung benötigt.
  6. Bitte nicht Gönnerhaft: Gemäß unseres Grundsatzes, dass wir voranschreiten müssen, wenn wir wollen, dass sich etwas zum Positiven entwickelt, sollten wir künftig öfters ehrliche Anerkennung und ernst gemeinten Dank äußern. Damit ist kein herablassendes „das hast du aber gut gemacht“ oder ein gönnerhaftes „toll, wie fein“ gemeint, sondern wenige, aber passende aufrichtige, unaufgeregte Worte, die dem anderen zeigen, dass wir seine Leistung wahrgenommen haben.
  7. Ganz konkret sein! Dabei gilt: Je konkreter und persönlicher diese Anerkennung ist, desto besser kommt sie beim Empfänger an. Statt also etwa pauschal zu sagen „du hast einen guten Vortrag gehalten“, wäre es besser zu formulieren „mir hat besonders gut gefallen, wie authentisch du in deiner Präsentation rübergekommen bist“.
  8. Nur nicht übertreiben: Übertreiben Sie es jedoch nicht mit Ihrem Lob. Wer ständig und alles mit Lobeshymnen bedenkt, wirkt schnell unglaubwürdig. Loben oder danken Sie nur dann, wenn Sie es wirklich ernst meinen!
  9. Richtig danke sagen: Noch eine Hilfestellung zum „Danke-Sagen“: Wie bereits erwähnt, haben unsere Äußerungen ein deutlich höheres Gewicht, wenn man sie konkretisiert. Wenn Sie jemandem für etwas danken wollen, dann sagen Sie nicht nur „vielen Dank“, sondern nennen Sie auch den Grund, wofür Sie dankbar sind. Das gelingt Ihnen ganz einfach, wenn Sie Ihren Dankessatz so beginnen: Danke, dass du.. … mir beim Kartoffelschälen geholfen hast… dich an unsere Abmachung gehalten hast und pünktlich gekommen bist… mir in der Besprechung mit deiner Meinung beigepflichtet hast… auf deinen Film verzichtet hast und mit mir den Tatort schaust.
  10. Immer daran erinnern: Als Merkhilfe für diese Technik steht der Daumen. Der nach oben gestreckte Daumen gilt – außer in einigen arabischen Ländern – weltweit als positive, zustimmende Geste. Alles klar, gut gemacht, weiter so, toll, prima!
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