Die perfekte Bewerbung: 10 Tipps für Ihren Lebenslauf

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09.06.2015 8737 Leser 10 Debatten 906 Wörter Lesezeit: 6 Minuten, 49 Sekunden
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Der strukturierte und informative Lebenslauf ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Bewerben.  Exklusiv für B E R U F E B I L D E R gibt Dr. Job, Karriere-Berater bei  Monster.de, Ihnen regelmäßig Tipps zur perfekten Bewerbung.

Mosaikkarriere_Lebenslauf

Der perfekte Lebenslauf – worauf kommt es bei der Bewerbung an?

Ein abgebrochenes Jura-Studium? Aus sechs Monaten Backpacking wurden drei Jahre an australischen Stränden? Wer einen Lebenslauf verfasst, sieht sich auch mit den weniger erfolgsorientierten Stationen seines Lebens konfrontiert.

Dabei ändern sich ja schon die Formalien bei der Bewerbung ständig: Ist ein Foto noch Voraussetzung? Welche Schriftart soll gewählt werden? Welche Sprache? Hier sind zehn aktuelle Monster-Tipps von Dr. Job, die dem Kopfzerbrechen ein Ende setzen und Ihnen helfen, Ihre Gedanken zu sortieren. Denn der perfekte Lebenslauf zeichnet sich vor allem durch eine übersichtliche Struktur und durch gezielt ausgewählte Fakten aus.

Tipps für Bewerber: 10 Schritte zum glänzenden Lebenslauf

  1. Lückenlos – Lücken werden nicht gerne gesehen. Versuchen Sie, diese Zeitabschnitte möglichst in ein positives Licht zu rücken. So kann ein Auslandsaufenthalt zur Neuorientierung oder zum kulturellen Austausch als wertvolle Erfahrung gewertet werden. Vermeiden Sie in jedem Fall Notlügen, um kleine Lücken zu füllen.
  2. Layout – Für Anschreiben und Lebenslauf sollten Sie ein einheitliches Design wählen, auch bezüglich Schriftart und Schriftgröße. Punkten können Sie mit serifenlosen Schriften wie Arial oder Calibri. Times New Roman beispielsweise ist hingegen in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Wichtig ist auch, dass Sie nicht zwischen unterschiedlichen Layouts hin und her springen. Weniger ist in der Regel mehr: Stellen Sie sich vor, der Personaler nimmt sich für das Lesen eines Lebenslaufs nicht einmal fünf Minuten Zeit. Da macht eine ordentliche Struktur im direkten Vergleich häufig den Unterschied. Einige Unternehmen verlangen mittlerweile übrigens kein Foto mehr; dann bleibt Ihnen die Entscheidung überlassen, ob Sie eines einreichen möchten. Informieren Sie sich vorab auf der Unternehmenswebseite über einen möglichen Hinweis. Außerdem nicht vergessen: eine Unterschrift mit einem geeigneten Schreibstift sowie Ort und Datum zum Einscannen und Einfügen in den Lebenslauf.
  3. Relevanz – Ihr beruflicher Werdegang ist das Wichtigste und steht daher an erster Stelle. Beginnen Sie mit der aktuellsten Station und fahren Sie chronologisch rückwärts fort. Auf Geburtsnamen und Namensänderungen sollten Sie ebenso verzichten wie auf die Namen Ihrer Eltern, den Beruf des Partners sowie Ihre Religionszugehörigkeit – das ist nicht mehr relevant. Ach so, die Information über Familienstand oder ob Sie Kinder haben, müssen Sie nicht angeben. Diese Themen lassen sich immer noch im persönlichen Gespräch erläutern. Auch ob Sie Ihre Abiturnote angeben sollten, ist heutzutage abhängig von der Position und dem Stand Ihrer Karriere. Beim Berufseinstieg darf sie nicht fehlen, nach zehn Jahren Berufserfahrung aber können Sie getrost auf die Angabe verzichten. Praktika aus der Schulzeit sind dann ebenfalls unnötige Füllmasse, mit der Sie keinen Personaler überzeugen.
  4. Kompakt – Für Berufsanfänger gilt als Faustregel: 20 Prozent Persönliches, 80 Prozent Ausbildung. Für Bewerber mit Berufserfahrung gilt: 10 Prozent Persönliches, 30 Prozent Ausbildung und 60 Prozent berufliche Laufbahn. Haben Sie gerade Ihr Studium beendet? Dann spielen Schullaufbahn und Themen der Abschlussarbeiten noch eine Rolle. Nach einigen Jahren im Berufsleben sollten aber Ihre bisherigen Positionen im Fokus stehen, indem Sie diese jeweils kurz erläutern. Beachten Sie dabei immer, dass der Lebenslauf nicht länger sein sollte als zwei Seiten im A4-Format. Kürzen Sie bei Inhalten, die dem Unternehmen keinen Mehrwert bieten.
  5. Soft Skills – Soft Skills sind wichtige Eigenschaften und dürfen daher in einem vollständigen Lebenslauf nicht fehlen. Wichtig ist dabei jedoch, dass sie in einem sinnvollen Zusammenhang zu der jeweiligen Stelle stehen. Als Vereinsvorstand beweisen Sie womöglich immer wieder großes Organisationstalent, das für einen Projektleiter unentbehrlich ist. Dass Sie auch ein großer Tenor sind, ist für denjenigen, der einen Statistiker sucht, vielleicht weniger relevant. Ein eleganter Weg ist außerdem die Integration der Soft Skills im Anschreiben, indem Sie dort die Hard Facts aus dem Lebenslauf den entsprechenden Soft Skills zuordnen.
  6. Sport und Hobbys – Zwei bis drei Angaben sind völlig ausreichend. Berücksichtigen Sie die Wirkung, die sie erzeugen. Eine Vorliebe für „einsame Wanderungen“ lässt beispielsweise nicht gerade auf Teamgeist schließen. Aber hier ist die Beraterwelt gespalten – manche empfehlen diese privaten Ergänzungen, andere raten ab. Versuchen Sie, authentisch zu bleiben. Besondere Stärken können Sie übrigens immer unter einem Extrapunkt festhalten.
  7. Zusatzqualifikationen – Wie bei den Soft Skills gilt hier: Treffen Sie eine gezielte Auswahl der relevanten Fortbildungsmaßnahmen passend zur jeweiligen Stelle, auf die Sie sich bewerben wollen. Als Übersetzerin müssen Sie wahrscheinlich keine fünf Programmiersprachen beherrschen.
  8. Kurzaufenthalte – Waren Sie aufgrund von äußeren Umständen, wie zum Beispiel einer Fusion, nur kurz in einem Unternehmen beschäftigt, ist es vollkommen in Ordnung, dies sachlich anzugeben. Eine Trennung aus Gründen, die in Ihrer Person liegen, können Sie als „befristetes Arbeitsverhältnis“ oder „Wunsch zur Neuorientierung“ darlegen.
  9. Auf Englisch – Verfassen Sie Ihren Lebenslauf nur dann auf Englisch, wenn dies ausdrücklich von Ihnen gefordert wird. Beachten Sie dabei, dass englische Lebensläufe anderen Regeln folgen. Beispielsweise sind persönliche Informationen wie Geschlecht, Größe, Gewicht, Familienstand oder ethnische Herkunft in den USA nicht erwünscht.
  10. Der rote Faden – Generell ist es gut, wenn Sie ein konkretes berufliches Ziel vor Augen haben und Ihren Berufsweg in gerade Bahnen lenken. Doch auch mit dem einen oder anderen Branchenwechsel können Sie eine positive Wirkung erzeugen. Wichtig ist, dass Sie diese schlüssig begründen und unterstreichen, dass Sie große Flexibilität bewiesen haben und nun über ein breitgefächertes Wissen und einen ausgeprägten Erfahrungsschatz verfügen.
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