Networking-Tipps von LinkedIn-Gründer, Nobelpreisträger & #rp15: Best of Small Talk

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11.05.2015 577 Leser 8 Debatten 570 Wörter Lesezeit: 4 Minuten, 24 Sekunden

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Kürzlich erzählte mir jemand, er sei, obgleich Marketeer, kein Schnacker. Das zeigt, wie groß die Angst vor Small Talk bei vielen ist. Roland Panter hat seine Eindrücke von der re:publica witzig zusammengefasst – und auch hier im Blog gibt es jede Menge Tipps über Small Talk – u.a. vom LinkedIn-Gründer & einem Nobelpreisträger.

Die Networking-Geheimnisse des LinkedIn-Gründers

Vergangenen Sommer habe ich LinkedIn-Gründer Konstantin Guericke interviewt, der mir dabei auch sein Networking-Geheimnis verriet: Immer, wenn er neue Kontakte brauchte, ging er mit jemandem Mittagessen.

Denn Essen müssen die meisten Leute und warum sollte man dabei nicht ein interessantes Gespräch führen? Systematisch Mittagessen sozusagen. Eine wirklich gute Idee. Nur die eigenen Tischmanieren sollten dafür vielleicht nicht ganz so schlecht sein – ein paar Tipps für den Small-Talk-Knigge gibt es hier.

Als Physik-Nobelpreisträger mit Small Talk erfolgreich

Und der Physik-Nobelpreisträger Richard P. Feynman schaffte Small Talk nach einem ganz einfach Prinzip: mit ehrlichem Interesse. Er fragte nach, wenn er etwas nicht verstand. So schreibt unsere Autorin Cornelia Topf:

Feynman hatte keine Ahnung. Aber ein nahezu grenzenloses Interesse. Wenn eine Salonlöwin sich über die neue Beluga-Ernte echauffierte, war Feynmans erster Gedanke zwar auch jener jedes Small-Talk-Greenhorns: „Oh Gott! Wen interessiert schon Beluga! Ich bin Physiker! Ich weiß nicht mal, was Beluga ist!“ Doch sein zweiter Gedanke war: „Du verstehst das nicht? Dann lass dir das mal erklären!“ Und er sagte: „Entschuldigung: Weshalb taugt die neue Beluga-Ernte nicht viel?“#

Angst vor Small Talk: Weil wir geliebt werden wollen

Cornelia Topf hat in Ihrer Serie über Small Talk aber noch einiges mehr geschrieben – zum Beispiel auch darüber, warum die Vorstellung, mit wildfremden Menschen sprechen zu müssen, so viele Ängste auch bei Menschen wie dem eingangs erwähnten Marketeer auslöst.

Nämlich weil wir alle geliebt werden wollen und Angst haben, uns zu blamieren, gerade wenn wir unseren Gesprächspartner nicht kennen. Vielleicht auch, weil der eine oder andere unter Druck steht, jetzt unbedingt irgendetwas verkaufen zu müssen. Und Druck führt bekanntlich zur Ver- statt Entspannung.

Hemmungen können teuer sein

Dabei können, wie Oliver Schumachers Text über den Erfolg von Networking beim Verkauf zeigt, Hemmungen richtig teuer sein. Weil Menschen von Menschen kaufen. Und auch Schumacher berichtet aus seinen Trainings davon, dass Menschen den Kontakt mit anderen Menschen vermeiden aus Angst vor Ablehnung.

Das kann teuer werden, so Schumacher: Denn beim Verkaufen geht es nichts ums Aufschwätzen, sondern um das Interesse am Gegenüber, wie Schumacher schreibt:

Darum ist es elementar, nicht mit der Einstellung „Ich will was verkaufen – mal sehen, wem ich heute was andrehen kann!“ zu Veranstaltungen zu gehen, sondern mit der Denkhaltung „Mal sehen, welche 5 interessanten Menschen ich heute kennen lernen werde.“

Worum es wirklich geht

Genau hier liegt aber ein weit verbreiteter Irrtum, mit dem auch Cornelia Topf aufräumen will: Anders als viele glauben, gehe es beim Small Talk eben nicht darum, irgendetwas daherzuschwätzten. Das führt im Gegenteil oft dazu, sich um Kopf und Kragen zu reden und wird als ausgesprochen unsympathisch wahrgenommen.

Viel mehr ist es wichtig, zuzuhören, auf den anderen einzugehen und ehrliches Interesse zu zeigen. Denn nur so entsteht Vertrauen zwischen Menschen. Vermutlich liegt hier der Hase im Pfeffer: Viele fragen sich, warum das, was der andere da erzählt, überhaupt von Interesse sein soll.

Small Talk im Überblick

Dabei lässt sich, so Topf, Empathie ganz einfach lernen, indem man mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht. Hier die Übersicht ihre Small-Talk-Serie.

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