LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke über Wander-Meetings -2/2: „Was man nicht kurz erklären kann, ist nicht wichtig!“ – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke über Wander-Meetings -2/2: „Was man nicht kurz erklären kann, ist nicht wichtig!“



Voriger Teil



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Im ersten Teil des Beitrags ging es um Sinn und Wirkung von Wander-Meetings, im zweiten Teil erzählt LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke nun, wie er Wandermeetings genau organisiert und wie sie ablaufen.

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Konstantin Guericke, Sohn eines norddeutschen Lehrerehepaares studierte an US-Universität Stanford. 2002-2003 gründet er gemeinsam mit Reid Hoffmann, Allen Blue, Eric Ly und Jean-Luc Vaillant das Business-Netzwerk LinkedIn und war dort Marketingleiter. 2006 bis 2008 war er Manager beim StartUp Jaxter und arbeitete gleichzeitig als Berater bei LinkedIn. Seitdem sitzt er in Vorständen und Beiräten verschiedener Technologieunternehmen und ist Mentor für Nachwuchsgründer an der Stanford University. Seit 2012 ist er Partner bei Earlybird, einem in Berlin ansäßigen Venture-Capital-Unternehmen, das in StartUps aus Europa investiert.

Herr Guericke, wie laufen Wandermeetings denn nun genau ab? Ich stelle mir das schwierig vor, wenn es z.B. keine PowerPoint-Folien oder Meeting-Protokolle gibt…

Ach nein. Manchmal wollen mir Leute unterwegs ihre App zeigen, aber ich finde, wenn sie es mir nicht kurz und knapp erkläre können, dann wird es auch bei der Vermarktung zu Schwierigkeiten kommen, da die meisten Konsumenten sich innerhalb von 10-15 Sekunden ein Bild machen und entscheiden, ob es sich lohnt, mehr zu investieren.

Wie oft machen Sie solche Meetings?

Ich mache es zwei drei- oder viermal in der Woche, dann aber meist zwei bis drei Meetings hintereinander, also um die 10 Wandermeetings in der Woche.

Wie wählen Sie die Wanderstrecke aus?

Da gibt es verschiedene Faktoren wie Beispiel die Kondition des Gesprächspartners: Hat er eine gute Kondition, wähle ich eine Strecke mit größeren Höhenunterschieden. Der Weg soll ja nich überfordern, sondern bequem sein.

Es kann natürlich passieren, dass sich der Gesprächspartner überschätzt hat – dann muss man eine Wanderung auch mal verkürzen.

Wo wird gewandert?

80 Prozent meiner Wanderungen finden an zwei Orten statt, auch wenn das für mich vielleicht nicht so interessant ist. Entscheidend ist aber, dass die Gesprächspartner sich wohl fühlen.

Die Strecke soll z.B. breit genug sein, damit mehrere Personen nebeneinander herlaufen können. Wenn mir meine Gesprächspartner etwas im Internet zeigen wollen, brauchen wir WLAN, daher gehe ich gerne in einem Park wandern.

Dort gibt es auch öffentliche Toiletten, auf denen sich meine Gesprächspartner dann hinterher frisch machen und umziehen können für ihre nächsten Meetings im Business-Outfit.

Und wie viele Teilnehmer sind in der Regel dabei?

Zwei bis drei Teilnehmer sind ideal und bis zu acht kein Problem. Ich suche dann natürlich Wege aus, auf denen man mindestens zu Dritt nebeneinander laufen kann.

60 Prozent der Meetings mache ich nur mit einer Person, 20-30 Prozent mit zwei. Nur ganz wenig Zeit verbringe ich mit größeren Gruppen. Manchmal sind das z.B. Journalistengruppen.

Wie läuft das genau ab mit mehreren Leuten – mitunter muss man ja hintereinander laufen…

Vier Leute nebeneinander sind kein Problem – da muß man halt den entsprechenden Weg aussuchen. Bei acht Personen teilt es sich halt ein bisschen in zwei oder drei Untergrüppchen, aber es ist ja wesentlich natürlicher sich unterwegs anders zu konfigurieren als wenn man sitzt.

Größere Gruppen sind allerdings nicht so günstig, denn denn muss ich während des Wanderns ständig durchwechseln und habe nicht so viel Zeit, um mit jedem einzelnen zu sprechen.

Sind Wander-Meetings besser, schlechter oder genau so sinnvoll wie Meetings am Tisch – und warum?

Für mich sind sie besser, und die meisten Gesprächspartner sagen, dass sie es auch besser finden als im Büro zu hocken. Manche machen es dann häufiger selbst so, aber die meisten sind dann doch bald wieder in ihrem alten Trott. Ich mache monatlich weniger als ein oder zwei sitzende Meetings.

Wenn ich mal was zu verkaufen haben – dann schlage ich auch Wander-Meetings vor, und sie werden meist angenommen. Aber wenn der Andere es nicht will, richtet man sich natürlich in diesem Fall nach dessen Präferenzen.

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