Aktuelle Kolumne in DIE WELT: Was kann & darf Gesundheitsmanagement?

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13.03.2015 263 Leser 3 Debatten 390 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 37 Sekunden

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Die aktuelle Kolumne in der Tageszeitung „DIE WELT“ beschäftigt sich heute mit dem Thema Gesundheitsmanagement in Unternehmen – gerade auch Eingedenk neuster Entwicklungen wie Social Freezing, Blutproben von Bewerbern und ähnlichen Horrorszenarien. die welt

Wie machen es Google & Facebook?

Dass sich Unternehmen wie Facebook und Apple um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmern, Fitnessräume und gesundes Essen kostenlos zur Verfügung stellen, klingt zunächst positiv.

Seit aber bekannt ist, dass sie ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen bezahlen, ist die Diskussion darüber, wie sehr sich Arbeitgeber in Lebens- und Gesundheitsplanung ihrer Mitarbeiter einmischen sollten, in vollem Gange. Social Freezing wird das vorsorgliche Einfrieren ohne medizinischen Grund auch hier genannt.

Smartwatches & Blutproben

Gerade auch weil Smartwatches die Überwachung der Gesundheit ermöglichen und auch in Deutschland Blutproben von Bewerbern genommen werden, stellt sich die Frage:

Wie weit darf eigentlich Gesundheitsmanagement in Unternehmen gehen? Wie sehr dürfen Arbeitgeber auf Gesundheit und Leben ihrer Mitarbeiter einwirken?

Gesundheitsmanagement für das Employer Branding

Für Edenred Deutschland, das als Dienstleister Firmen bei der Mitarbeiterbindung hilft, ist Gesundheitsmanagement auch im eigenen Unternehmen vor allem ein Mittel, um qualifizierte Bewerber anzulocken und gute Mitarbeiter zu binden:

Vierzehntägig macht ein Personaltrainer Übungen mit den Angestellten, es werden Massagen angeboten – beides während der Arbeitszeit. Regelmäßig kocht das Team gemeinsam mit dem Geschäftsführer. „Und jeden Dienstag kaufen wir zum Obsttag 10 Kilo Obst für die Mitarbeiter“, berichtet Human Resources Director Petra Mühlbauer. Daneben gibt es ergonomische Arbeitsplätze, Massagestühle und einen Swimmingpool auf dem Gelände.

Steuerliche Vorteile & Förderung durch die Krankenkasse

Das kann auch steuerliche Vorteile bringen: Bestimmte Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsfürsorge sind bis zu einem Betrag von 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei nach Paragraf 3 Nr. 34 EStG.

Seit dem Jahr 2008 gibt es diese Regelung. Von Ausnahmen abgesehen ist die Übernahme von Mitgliedsbeiträgen zu Sportvereinen oder Fitnessstudios aber nicht begünstigt. Daneben können auch Präventionsmaßnahmen nach Paragraf 20 SGB V von der Krankenkasse mit bis zu 150 Euro pro Jahr gefördert werden.

Gesundheit: Zwang oder Freiwilligkeit?

Von verpflichtenden Maßnahmen hält Petra Mühlbauer hingegen gar nichts: „Wir wollen informieren und zur Selbstverantwortung anleiten, aber niemanden zu gesundheitsbewusstem Verhalten zwingen“, erklärt sie.

Und fügt hinzu: „Mitarbeiter reden ja auch darüber. In einem Unternehmen, das die Gesundheit seiner Mitarbeiter so überwacht, würde ich jedenfalls nicht arbeiten wollen.“

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