So würden Kolumbus & der Papst präsentieren: Wie Powerpoint die Geschichte verändert

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15.07.2015 562 Leser 12 Debatten 502 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 52 Sekunden
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Jeder kennt sie, jeder macht sie, jeder hasst sie: Ob Meeting, Vortrag oder Hochzeitsfeier – Powerpoint-Präsentationen scheinen zwanghaft unentbehrlich. Doch wie sähe unsere Geschichte ohne Präsenationen aus? Ein Gedankenspiel.

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Das alltägliche Powerpoint-Massaker

Kein Zweifel, das alltägliche Powerpoint-Massaker in Büros und Meetingräumen ist schon Skurril. Rund 30 Millionen Mal weltweit geht pro Tag das Beamerlichtlein an – und nicht selten dabei geht das Lichtlein beim Publikum auch gleich aus.

Das bietet Gelegenheit für ein Gedankenspiel: Was wäre wenn? Wenn der Weihnachtsmann seine Geschenkstrategie beamt, bevor er beschert? Wenn Edmund Stoiber per Beamer den Transrapid in Lichtgeschwindigkeit durchgesetzt hätte? Wenn Kolumbus vor der spanischen Königin mit Bulletpoints überzeugt hätte? Wenn Jesus Christus die Bergpredigt per Workflow-Diagramm vorgetragen hätte?

Kolumbus – der Erfinder der Pitchpräsentation

Kolumbus hat Amerika entdeckt. Sagt man so. In Wirklichkeit hat er aber die Pitchpräsentation erfunden – oder auf deutsch: Die Wettbewerbspräsentation. Denn sein Projekt „Kürzerer Seeweg nach Indien und China“ hat er nacheinander drei möglichen Auftraggebern vorgestellt: Erst Portugal, dann Spanien und beinahe auch noch Frankreich.

Erst nach fünf Jahren zähem und wiederholtem Präsentieren hatte er das spanische Königspaar Isabella und Ferdinand II. endlich dazu bewegen können, ihm das Projekt zu finanzieren. Wohlgemerkt: Das hat er ohne Slides geschafft.

Was wäre passiert, hätte er den Beamer anwerfen können? Wäre Isabella zuerst ins Publikumswachkoma gefallen oder ihr Gatte? Wäre das Projekt mangels persönlicher Präsenz des Protagonisten womöglich gescheitert? Wäre Amerika nie entdeckt worden, hätte Kolumbus mit Charts gearbeitet? Und wäre Powerpoint womöglich nie erfunden worden – in Ermangelung von Amerika?

Im Schein der Heiligen – der Papst präsentiert

Da sage noch einmal Jemand, die katholische Kirche sei nicht fortschrittlich. Papst Franziskus hat sich wie sein Vorgänger schon wenige Tage nach seiner Wahl bei Twitter angemeldet, um mit den Menschen von heute ins Gespräch zu kommen. Rund 166.000 Schäfchen – in Fachkreisen „Follower“ genannt – scharte der Hirte in nur zwei Tagen um sich.

Auch auf dem Videoportal Youtube ist der Vatikan mit über 80.000 Abonnenten präsent. Man sieht: Neben der Pallium-Stola und dem Fischerring gehört zu den Insignien des Papstes heute wohl auch die ENTER-Taste des Computers.

Urbi et Orbi mit Powerpoint?

Da fragt man sich doch: Welcher segensreichen Technologie wird sich der Papst als nächstes bedienen? Idee: Den Segen „Urbi et orbi“, der zu Ostern und Weihnachten sowie nach jeder Papstwahl gespendet wird, durch entsprechende Charts zu untermauern.

Immerhin übertragen mehr als 100 Fernsehsender das Ereignis in 70 Länder der Erde. Spannend ist das, weil die Aufzählungsform des Original-Segens für Bulletpoints wie gemacht scheint! Oder sollten wir das Oberhaupt der katholischen Kirche ins Gebet nehmen, es besser nicht zu tun?

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