Hochschulrankings bei der Studienwahl – 1/2: Wie können Rankings helfen?


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11.03.2015 173 Leser 9 Debatten 457 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 54 Sekunden
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Hochschulrankings sollen Qualität sichern und angehenden Studenten Orientierung bieten. Doch leider ist das nicht immer gegeben. Worauf sollten Studierwillige achten, wenn sie sich mit Hochschulrankings beschäftigen?

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Die große Verwirrung

Wenn sich junge Abiturienten auf die Suche nach ihrem Traumstudium begeben und dazu verschiedene Rankings durchforsten, kommt schnell Verwirrung auf. Welches Ranking ist relevant und vor allem glaubwürdig?

Hochschulrankings sind ein US-amerikanisches Phänomen. Dort haben die Ranglisten eine lange Tradition. In den 90er Jahren schwappte die Ranking-Welle dann über den großen Teich nach Deutschland.

Jedem Verlag sein eigenes Ranking

Bis dato hierzulande unüblich brachten bald zahlreiche Verlage ihre eigenen Hochschulrankings heraus, unter anderem Der Spiegel, der Focus oder das Handelsblatt. Inzwischen hat sich ein Ranking deutlich durchgesetzt:

Das CHE-Ranking, das in Zusammenarbeit des Zeit Verlags mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) entsteht, hat in Sachen Bekanntheit und Renommee die Nase vorn. Doch die Methoden des CHE-Rankings und seiner amerikanischen Vorbilder sind nicht unumstritten.

Welche Rankings helfen bei der Studienwahl?

Gerade internationale Rankings legen Wert auf Publikationen, Erwähnungen der Veröffentlichungen in anderen Publikationen und wissenschaftliche Auszeichnungen, die eine Hochschule vorweisen kann.

Beim berühmten QS World University Ranking, früher Times Ranking genannt, fließen beispielsweise zu 20 % die Anzahl der Zitationen in die Bewertung ein. Beim ebenso bekannten Shanghai Ranking sind vor allem die Forschungsleistungen der Dozenten und Absolventen ausschlaggebend, also zum Beispiel, wie viele Nobelpreise die Forscher erhalten haben.

Eine Frage der Relevanz

Doch sind diese Kriterien für angehende Studenten wirklich wichtig? Für Studieninteressierte kommt es meist viel eher auf eine gute Organisation der Hochschule oder die Betreuung durch die Professoren an.

Zudem sind in den internationalen Rankings meist so wenige deutsche Hochschulen vertreten, dass diese kaum bei der Studienwahl helfen.

Die Exzellenz-Inititative des Bundes und der Länder

In Deutschland könnte die Bewertung der Hochschulen durch die Exzellenz-Initiative des Bundes und der Länder bei der Studienwahl helfen.

Dieses Förderprogramm zeichnet 11 Universitäten als sogenannte Elite-Hochschulen aus, darunter zum Beispiel die Universitäten Bremen, Köln, Tübingen oder Heidelberg.

Elite-Uni kein Entscheidungskriterium

Die deutsche Exzellenz-Initiative bewertet mit ihrem Förderprogramm aber vor allem die Forschung der Hochschulen. Der Titel „Elite-Uni“ ist für Studenten deshalb kaum ein hilfreiches Entscheidungskriterium.

Das deutsche CHE-Ranking geht einen anderen Weg. Es befragt Professoren und Studenten in verschiedenen Kategorien, zum Beispiel zur Studiensituation, internationaler Ausrichtung oder Praxisorientierung.

Auf die Betreuung kommt es an

Außerdem spielen Fakten wie das Betreuungsverhältnis und die Anzahl der Studenten, die das Studium in Regelstudienzeit schaffen, eine Rolle.

Diese Kriterien sind deutlich näher an den tatsächlichen Interessen der Studenten. Doch auch das CHE-Ranking steht immer wieder in der Kritik. Vor allem die Methodik stößt einigen Hochschulrektoren sauer auf. Daher möchte ich diesen Aspekt im zweiten Teil des Artikels kommende Woche, am Montag, noch einmal genauer erläutern.

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