Glassdoor-Award zeigt, was Mitarbeiter zufrieden macht: Die Top-10-Arbeitgeber

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16.12.2015 2900 Leser 5 Debatten 796 Wörter Lesezeit: 5 Minuten, 4 Sekunden
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Der Glassdoor-Award für Mitarbeiterzufriedenheit wurde zum ersten Mal auch in Deutschland verliehen. Die Ergebnisse zeigen nicht nur, welche Unternehmen zu den besten Arbeitgebern für 2016 gehören, sondern auch, worauf Arbeitnehmer besonders achten.

Arbeitsmarkt Analysen  Unternehmenskultur

Best Places To Work goes Germany

Zum ersten Mal hat Glassdoor in Deutschland die 10 besten Arbeitgeber des Jahres geehrt. Die Unternehmen auf der Liste wurden mit dem Glassdoor-Award für Mitarbeiterzufriedenheit ausgezeichnet. Das Besondere an diesem Ranking? Die Liste basiert ausschließlich auf dem freiwilligen und anonymen Feedback von denjenigen, die ihren Arbeitgeber am besten kennen: den Mitarbeitern.

Unternehmen können sich folglich nicht selbst nominieren. Allein Bewertungen, die im letzten Jahr auf der Plattform veröffentlicht wurden, dienen als Grundlage für die Auswertung. Für Deutschland haben mehr als 12.000 Bewertungen die Kriterien erfüllt. Als „Best Places To Work“ bekannt, wird die Auszeichnung in anderen Ländern, wie zum Beispiel in der Heimat von Glassdoor (USA), bereits seit bis zu acht Jahren verliehen.

Die Top 10 der besten Arbeitgeber Deutschlands für 2016:

  1. Infineon Technologies
  2. Continental
  3. Robert Bosch
  4. BMW
  5. Allianz
  6. SAP
  7. Accenture
  8. Daimler
  9. adidas Group
  10. Frauenhofer Gesellschaft

Wie ein Blick auf die Top 3 zeigt, schätzen Mitarbeiter aus der klassischen Fertigungsindustrie ihre Arbeitgeber hierzulande besonders. Die besten drei und die Hälfte aller Top 10 Arbeitgeber stammen aus diesem Bereich. Mit BMW und Daimler sind zwei deutsche Automobilbauer vertreten. Dazu kommen Automobilzulieferer Continental, Technikunternehmen Robert Bosch sowie auf dem ersten Platz der Halbleiterhersteller Infineon Technologies.

Süddeutschland vor dem Norden & Berlin

Entsprechend ist es wenig überraschend, dass die meisten der beliebtesten Arbeitgeber eher aus dem in diesem Wirtschaftssektor dominierenden Süden der Republik stammen, nicht etwa aus dem hippen Berlin. Gleich acht von zehn Unternehmen der Liste sitzen entweder in Bayern oder Baden-Württemberg. Die internationale Beratung Accenture auf dem siebten Platz ist der einzige ausländische Arbeitgeber aus der diesjährigen Top 10.

Vergleicht man die Ergebnisse für Deutschland mit denen aus dem angloamerikanischen Raum, wird deutlich, dass dort weniger klassische Industriekonzerne als vielmehr Technologieunternehmen hoch im Kurs stehen. In den USA und in Großbritannien wurde an der Spitze zwar jeweils Vorjahressieger Google (2016: jeweils Platz acht) abgelöst, die neue Nummer eins in den Vereinigten Staaten ist dafür Airbnb und in Großbritannien Expedia.

Was macht einen Top-Arbeitgeber aus?

Wenn man die berücksichtigten Bewertungen der Mitarbeiter genauer betrachtet, findet man wiederkehrende Eindrücke, die als positiv wahrgenommen werden. Hervorgehoben werden oft gute bzw. als angemessen empfundene Gehälter, Zusatzleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Aber es geht den Arbeitnehmern nicht ausschließlich um diese „Hard Facts“: Bei allen Unternehmen aus der Liste werden häufig auch weniger leicht mess- und vergleichbare Gründe angegeben.

Demnach zeichnet sich ein guter Arbeitgeber durch ein positives Arbeitsklima im Büro, flexible Arbeitszeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance aus. Hinzu kommen eine gelebte Unternehmenskultur und vorgelebte Werte, die sich zum Beispiel in sozialem Engagement von Seiten des Arbeitgebers ausdrücken. Die Bewertungen aus der Untersuchung zeigen, dass diese Faktoren dazu beitragen, dass Mitarbeiter sich mit ihrem Unternehmen identifizieren und stolz sind, dort zu arbeiten.

Die Methodik: Wie Arbeitnehmer Unternehmen bewerten

Wenn ein Arbeitnehmer eine Unternehmensbewertung auf Glassdoor abgibt, wird er oder sie gebeten, die Vor- und Nachteile der Arbeit beim jeweiligen Unternehmen zu nennen. Zusätzlich wird der Mitarbeiter ermutigt, einen Rat an das Management abzugeben und gefragt, wie zufrieden er oder sie im Allgemeinen mit dem Arbeitgeber ist.

Es besteht die Möglichkeit, den Geschäftsführer sowie fünf zentrale Attribute des Arbeitsplatzes zu bewerten: die Karrieremöglichkeiten, Vergütung & Zusatzleistungen, Kultur & Werte, die Führungskräfte sowie die Work-Life-Balance. Außerdem werden Arbeitnehmer gefragt, ob sie ihren Arbeitgeber einem Freund empfehlen würden und wie sie die Geschäftsprognose für die nächsten sechs Monate einschätzen.

So werden die Gewinner ermittelt

Die Gewinner wurden durch einen Glassdoor-eigenen Algorithmus ermittelt und basieren auf Bewertungen, die Mitarbeiter im Laufe des letzten Jahres auf der Plattform mit der Community geteilt haben. Die Bewertung basiert auf einer 5-Punkte-Skala: 1,51 bis 2,50 = unzufrieden, 2,51 bis 3,50 = in Ordnung, 3,51 bis 4,00 = zufrieden, 4,01 bis 5,00 = sehr zufrieden.

Es wurden nur Unternehmen in der Gesamtauswertung berücksichtigt, die mindestens 20 öffentliche Bewertungen, eine Arbeitgeberbewertung von mindestens 3,00 und Arbeitsplatzbewertungen von mindestens 2,50 während des Nominierungszeitraums (3. November 2014 bis 1. November 2015) erhalten haben. Dabei wurden Bewertungen von Praktikanten nicht in die Gesamtwertung mit aufgenommen. Wegen der besseren Übersichtlichkeit wurden die Bewertungen für die jeweiligen Arbeitgeber auf eine Nachkommastelle genau angegeben. Bei der Berechnung der Ranglistenordnung wurden diese Werte jedoch auf ein Tausendstel genau berücksichtigt. Alle Bewertungen werden freiwillig und ohne vorherige Aufforderung abgegeben. Daher können keine Schätzwerte für ein theoretisches Sampling berechnet werden.

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