Endlich ernst genommen werden – 1/4: Status aushandeln!


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30.03.2015 438 Leser 4 Debatten 546 Wörter Lesezeit: 3 Minuten, 19 Sekunden
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„Ich will endlich ernstgenommen werden!“ sagen sich viele Menschen, die ihre Interessen im Berufs- und Privatleben klar und deutlich(er) vertreten wollen. Doch wie gelingt einem das, ohne zum rücksichtslosen Arschloch zu werden? talk

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Ellenbogen oder nicht?

Gerade Menschen, die ihre Ellenbögen nicht einsetzen können oder wollen, fühlen sich meist im Nachteil. Denn oft haben sie das Gefühl, sie müssten sich, um ernst genommen zu werden, dafür erst rücksichtsloses oder knallhartes Verhalten und dickes Fell angewöhnen.

Die landläufige Meinung, man müsse sich gegen andere durchsetzen, um die eigenen Ziele zu erreichen, hat sich tief in die Köpfe eingebrannt.

Sieger & Verlierer

Beim Durchsetzen geht es allerdings darum, als Sieger aus einer Auseinandersetzung oder einem Gespräch hervorzugehen. Und wo ein Sieger ist, gibt es immer auch Verlierer. Doch das liegt nicht jedem. Und es geht auch anders!

Dem anderen auf der Augenhöhe zu begegnen, ihn mit ins Boot zu holen, auch wenn er anderer Meinung ist, passt viel mehr in die heutige Zeit und ist wesentlich erfolgsversprechender. Die Gesetzmäßigkeiten dieser Art von Kommunikation lassen sich ausgezeichnet – und ganz einfach! – mit dem Status-Konzept verdeutlichen.

Status-Konzept

Das Status-Konzept stammt aus dem Improvisationstheater. Keith Jonstone, der Begründer des modernen Improvisationstheaters, hat ihn in seiner Arbeit mit Schauspielern entdeckt. Es besagt dort, dass Drama und Humor aus Situationen entsteht, in denen einzelne Spieler ihren eigenen sozialen Status gezielt senken oder erhöhen.

Im Improvisationstheater wird zwischen dem Hochstatus und Tiefstatus unterschieden. Das dient dazu, auf der Bühne klar zu machen, wer in der Szene dominiert und Situation bestimmt und wer sich unterwirft. Doch Status spielt nicht nur auf der Bühne eine Rolle, sondern bestimmt unser ganzes Leben.

Wir handeln Status aus – immer!

Jeder von uns hat schon mal sich klein und unbedeutend gefühlt, während uns der Gesprächspart­ner groß und wichtig vorkam. Oder anders herum. Das ist völlig normal. In der Kommunikation wird ständig darum gefeilscht, wer führt, wer folgt, wer dominiert, wer sich unterwirft.

In jeder Begegnung, in jedem Gespräch, in jeder Situation, in der mindes­tens zwei Personen involviert sind, wird Status ausgehandelt, meist ohne es zu merken. Stellen Sie sich ihn vor, als ein unbewusst ablaufenden Abgleich und Positionierung der Personen zueinander.

Es hängt immer auch an einem selbst

In allem, was wir ausdrücken, also in der Art des Sprechens und in der Körpersprache liefern wir neben dem Inhalt auch unser aktuelles Status-Verhältnis zu unserem Gegenüber mit: Wer führt und wer folgt.

Holzschnittartig betrachtet läuft es so: fühlt man mich „klein“, befindet man sich im so ge­nannten Tiefstatus; ist man selbstsicher und fühlt sich seinem Gegenüber überlegen, ist man im Hochstatus.

Es kommt nicht auf die Rangordnung an?

Status, so wie er hier zu verstehen ist, hat nichts mit Hierarchie, Titeln oder Besitztümern zu tun. Sondern nur mit der eigenen Persönlichkeit und dem daraus resultierenden Verhalten. Er funktioniert also in allen Bereichen der Gesellschaft nach denselben Regeln ab.

Natürlich kann man ihn nicht ganz von der gesellschaftlichen Rangordnung abkoppeln. Doch das ist hier nicht entscheidend. Der eigene Status hängt erheblich davon ab, wie man sich selbst sieht. Und zwar im Vergleich zu anderen Menschen.

Ausblick

Ich habe dieses Prinzip auf unser Selbstmanagement- und Kommunikationsverhalten abgewandelt und weiterentwickelt. Was das konkret bedeutet, soll in den nächsten Teilen dieser Serie geklärt werden.

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