Warum das Berufsbild Social Media Manager nicht tot ist: Es lebe der Social Media Manager – BEST OF HR | B E R U F E B I L D E R . D E

Warum das Berufsbild Social Media Manager nicht tot ist: Es lebe der Social Media Manager


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Wer die aktuellen Tendenzen von Unternehmen zum Berufsbild des Social Media Managers einschätzen möchte, tut sich schwer dabei, unterschiedliche Entwicklungen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Einerseits bilden sich immer mehr digitale Spezialisten für noch so kleine Aufgaben heraus. Andererseits strömen viele bekannte Namen in Unternehmen und feste Anstellungen. Wo also geht der Weg der vielen Social Media Manager hin? Berufsbilder & Karrieren  SocialMedia Networking Community Building Berufsbild Medien & Social Media


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Hier schreibt für Sie: Katharina Heder ist Digital Media Manager & Consultant. Profil

Das Risiko eines Trendsberufs und dessen Auswirkungen

Als ich meinen ersten Beitrag für Berufebilder vor über zwei Jahren schrieb, verwies ich auf die inflationäre Anzahl an Social Media Managern, die schubweise aus diversen Weiterbildungen entlassen werden. Im vergangenen Jahr befasste sich ein großer Teil meiner Beiträge mit der Ausdifferenzierung des Berufsbildes und der Spezialisierung als Experte. Zu Beginn des Jahres schrieb ich über die Trends des Jahres 2015. Diese erhalten nun Aufmerksamkeit, weil das Berufsbild sich gerade verändert. Es ist Zeit zu handeln:

Das Ende der Digitalisierung ist die Rückkehr zum Zustand zuvor

Vincent Stuhlen, Global Head of Digital bei L’Oreal, erklärte in einem Interview mit CMO, dass es zwei Entwicklungen gebe, die sich bedingen. Einerseits, so wird er zitiert, machen Daten und deren strategische Auswertung und Nutzung neue Experten nötig, die sich damit auskennen. Andererseits sieht er eine Rückwärtsintegration: Digitalexperten werden Teil von klassischen Unternehmensbereiche.

Führt man diesen Gedanken weiter, zeichnet er einen Endpunkt der Digitalisierung voraus, den viele Experten in den vergangenen Jahren nicht gesehen haben. Demnach würde die Unternehmensstruktur weiter bestehen. Die Integration von Experten für digitale Prozesse in diese Strukturen brächte das damit verbundene Wissen in die Abteilungen. Die Vorteile des Social Business reduzieren sich damit auf die Nutzung von Social Software. Der Traum von flexiblen Work Forces wäre damit – aus Sicht von Idealisten der neuen Arbeitswelt – geplatzt.

Was von der Idee des digitalen Unternehmens bleiben wird

Führt man diesen Gedanken fort, zeigen sich bereits erste Ansätze für eine solche Entwicklung. Viele Social Media Manager, die in Fachkreisen als Vorreiter galten, geben ihre Selbstständigkeit auf, um in Unternehmen zu arbeiten. Dort übernehmen sie Verantwortung für Digitalisierung, welche sich im Kern durch die Erklärung von Online und der Ableitung von Strategien für Unternehmen zur Reaktion darauf auszeichnet. Ein radikales Umdenken im Sinne eines Bruchs mit bestehenden Strukturen ist in Deutschland bis heute nicht angekommen.

Gleichzeitig bedeutet die Integration von digitalem Wissen in bestehende Unternehmensprozesse auch, dass die Wirtschaft mit einem neuen Denken beginnt. Die Rückintegration des Fachwissens in bestehende Abteilungen kann als Chance zum Wandel aus sich selbst heraus gesehen werden. So dürfte eins der größten Probleme von Konzernen darin bestehen, dass bislang getroffene Maßnahmen zur Umsetzung einer digitalen Strategie nur von einem Teil der Mitarbeiter getragen wird. Die Zusammenführung von Vordenkern und Vermeidern könnte einen signifikanten Innovationsschub auslösen. Tatsächlich – und das zeigt die Darstellung mit vielen Konjunktiven – scheint dies eher die fromme Hoffnung des Social Media Managers zu bleiben.

Was bleibt für Social Media Manager übrig?

Am Ende bleibt für die Social Media Manager vor allem ein Umdenken übrig:

  1. Spezialisier dich! Das kann in diesem Jahr nur die aktive Auseinandersetzung mit Apps und Daten bedeuten. Es geht um den Erwerb von strategischen Fähigkeiten, welche über das reine Social Media Management hinausgehen.
  2. Lass dich darauf ein! Wandel benötigt eine gewisse Offenheit gegenüber den Dingen, die sich selbst verändern. Deshalb ist ein gewisses Maß von Abwarten und Geduld unabdingbar für das Arbeitsfeld soziale Netzwerke.
  3. Weg vom Rechner – hin zum Leben! Das Internet bietet einer ganzen Reihe von Ideen Möglichkeiten an. Die wenigsten Social Media Manager haben sich in den vergangenen Jahren um die strategische Erfassung des Marktes bemüht. Ein erster Schritt dazu kann ein Besuch neu eröffneter Geschäfte sein, um deren Bedürfnisse aus erster Hand zu erfahren. Machen ist das neue Online.
berufebilder

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